Samstag, 30. März 2013

Frühlingsgefühle

Durch das traumhafte Wetter herausgelockt, sind wir, wie so oft, wieder einmal 'raus zu unserem 'Urlaubsort' Steveston gefahren, diesmal, um uns eine frühlingshafte Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen. Im Garry Point Park beobachteten wir das Treiben der Drachenflieger.
Besonders interessant waren drei Kites, die im Synchronflug präzise hintereinander her verschiedene Figuren und Loops flogen.
 Hier sehen wir deren Dirigenten bei der Arbeit.
Der Kuno Japanese Garden läd zum Verweilen ein. Der Garten wurde in 1988 zur Erinnerung an 100 Jahre Immigration von japanischen Fischern und Fischfabrikarbeitern nach BC eingeweiht. Etwa 5,000 Japaner zogen wegen der Arbeit hierhin, und viele blieben und prägten Kultur und Arbeitsleben. 
Die Luft ist zum Anbeißen lecker heute und bietet eine klare Sicht. Mount Baker thront herrschaftlich über dem Lower Mainland und ist zur Abwechlsung mal nicht benebelt.
Es herrscht Ebbe. Die Arbeit der Fischer ist bereits getan, die Boote vertäut und die Waren verkauft. Trotz aller technischer Hilfsmittel gehört für uns dieser Beruf immer noch zu einem der härtesten. Da können wir Schreibtischtäter gar nicht mithalten.
 Liebes Deutschland, und SO sieht Frühling aus. 
 Nur für den Fall, dass Ihr es vergessen haben solltet...
Frohe Ostern aus Kanada!

Sonntag, 24. März 2013

Queen Elisabeth Park

Irgendwie war der gestrige Tag mit "running errands", also Besorgungen, ausgefüllt und plötzlich herum, ohne dass wir einen richtigen Ausflug gemacht hatten.
Unter anderem hatten wir einen Beratungstermin bei unserer Hausbank. Ja, am Samstag! Wir sind mächtig verwöhnt von den Öffnungszeiten von Versicherungen, Banken etc. und fragen uns, ob es inzwischen auch in Deutschland Service-Dienstleister gibt, die dann zur Verfügung stehen, wenn ihre Kunden frei haben...

Heute waren wir dann im Queen Elizabeth Park, in der Hoffnung, ein wenig vom Frühlingsanfang mitzubekommen. Aber irgendwie klappt das dieses Jahr nicht so richtig. Die Gärten liegen immer noch brach.
Wir schlenderten etwas herum und genossen die Aussichten über die Stadt, doch fehlten uns ein paar farbenfrohe Punkte in der Landschaft.
Wenigstens waren die Temperaturen frühlingshaft und man konnte durchaus draussen sitzen, wenn man wollte. Wir dann fuhren noch 'raus nach Kits für einen veganen Gesundheits-Smoothie bei Sejuiced und folgten am Abend der Einladung von Sonja's Chef ins noble The Boathouse.

Mittwoch, 20. März 2013

Kann es sein...?

Heute kam die Rückfahrt von der Arbeit einem kleinen Slalom gleich, denn es mussten umgefallene Schilder, Mülltonnen oder abgebrochene Äste umfahren werden.

Der Wind fegt um das Haus und der Regen prasselt gegen die Scheibe. Dabei stand heute eigentlich ein Gesundheitsspaziergang auf dem Plan, aber man (frau) will ja nicht gleich dabei erschlagen werden. Das Walking fällt also flach.

Die Aussichten für die nächsten Tage sehen allerdings vielversprechend aus... mal sehen ob die Wetter-'Schätzer' recht behalten werden. 

Sonntag, 17. März 2013

Kontraste in West Vancouver

Herausgelockt von den Sonnenstrahlen fahren wir gegen 11 Uhr morgens auf den Cypress Mountain. Die Aussicht auf die Stadt ist grandios und wir können bis nach Vancouver Island hinüber schauen.
Obwohl wir keine Schneehasen sind, erfreuen wir uns trotzdem an dem Kontrast zwischen der weißen Pracht und dem blauen Himmel.
Es war stellenweise noch glatt, aber unser treuer allradbetriebener Gefährte bleibt spursicher.
Die ersten Blumen haben sich bereits an die Oberfläche gekämpft, doch ein bißchen wärmer werden darf es bitte noch.
Wieder auf Höhe des Meeresspiegels angekommen schauen wir bei einem Kaffee dem Treiben an der Anlegestelle in der Horseshoe Bay zu.
Dann geht es weiter zum Whytecliff Park. Hier verweilen wir an unserer Lieblingsstelle.
Der Wind sorgt für unruhigen Wellengang und pfeift durch die Bäume, aber wir sitzen windgeschützt und lassen uns von der Sonne verwöhnen.
Anschließend zieht es uns zu der Strandpromenade von Dundarave Village. Hier sind wir dem Wind direkt ausgesetzt, der die Wellen an den Strand wirft.
Wo das Meer ist, da ist auch der Fischkopp nicht weit. Sonja kann von der Brise gar nicht genug bekommen.
Wir finden diesen kleinen Brunnen, der German Friendship Globe, welcher in 2004 von der Deutsch-Kanadischen Gemeinde gespendet wurde. Die Granitkugel wiegt etwa 2,5 Tonnen und 'schwimmt' auf einem Wasserfilm.
Natürlich macht diese ganze Herumlauferei rechtschaffen hungrig und so kehren wir im The Beachhouse am Pier ein. Natürlich gibt es Fisch, was auch sonst? Schließlich sind wir ja am Meer.

Samstag, 9. März 2013

Ein Wiedersehen in Seattle

Unsere Freundin Andrea war auf einer Tagung in Seattle und brachte ihren Gatten Guido im Schlepptau mit, der die Stadt noch nicht kannte. Somit bot sich eine gute Gelegenheit, die beiden mal wieder persönlich zu treffen. Die letzte Begegnung war ja schon wieder fast ein Jahr her.

Donnerstag nachmittag fuhren wir also nach Süden und trafen uns bei hervorragendem Essen im Bahn Thai, welches nur einen Block von unserem schicken Hotel The Maxwell entfernt lag.
Am Freitag hatten wir, wie auf Bestellung, fantastisches Wetter. Es war fast windstill mit strahlend blauem Himmel und Sonne ohne Ende. Diese Zeit mussten wir einfach draußen verbringen. Nach einem gesunden Frühstück im Cafe Bella erkundeten wir, angezogen von den tollen Farbspielen das EMP Museum an der Space Needle. 
Danach liefen wir hinunter zum Ozean und flanierten am Wasser entlang. Inzwischen war es so warm geworden, dass wir uns aus unseren Jacken schälen konnten.
Ein Muss ist in Seattle immer der Pike Place. Wegen massiver Bauarbeiten war es dort leider recht ungemütlich. Dennoch, die Kaffeepause im ersten Starbucks Cafe ließen wir uns nicht nehmen.
Und weiter ging es dann durch die sonnendurchflutete Stadt, bis wir uns die Füße platt gelaufen hatten. Das Highlight war das Abendessen im Serafina, dem wahrscheinlich besten italienischem Restaurant der pazifischen Westküste. Es war köstlich.

Samstag gabelten wir die beiden Kalifornier an ihrem Hotel auf und fuhren ein wenig durch das Hinterland von Seattle Richtung Mount Rainier. Wieder wurden wir von grandiosem Wetter begleitet. 
 Es hatte noch gegen Mittag immer noch Bodenfrost.
 Diese Brücke würde nach deutschem Standard als unpassierbar gelten.
Wir fuhren nicht nur darüber, wir wagten uns sogar zu Fuß auf diese Konstruktion, welche durch vorbei fahrende Fahrzeuge mächtig anfing zu vibrieren. Uns war etwas mulmig dabei.
 Der Blick hinab in die Schlucht des Carbon River
Am Fluss
Da Guido's Rückflug für den Nachmittag gebucht war, war unsere Ausflugszeit zwar begrenzt, aber wir haben dennoch eine monumentale Aussicht auf den Berg genießen können, bevor wir Guido dann am Flughafen und Andrea wieder an ihrem Downtown Hotel absetzen mussten. 
 Überwältigende Panoramabilder
Danach fuhren wir wieder Richtung Kanada und kamen dank Nexus-Karte bereits drei Stunden später zu Hause an. Was für ein schöner Tag mit Freunden.