Samstag, 23. Februar 2013

Im Sumpf ist es auch schön

Nach einer schrecklich verregneten Woche mit Hagel- und Schneeeinlagen werden wir am Samstag mit Trockenheit verwöhnt. Es ist zwar sehr windig, aber nicht besonders kalt, als wir auf den Deichen im De Boville Slough (= Sumpf) entlang spazieren.
Die Berge haben zwar nach jedem Regen immer noch mal wieder Schneemützen auf, aber im Tal haben wir für diese Jahreszeit angenehme 7 bis 10 Grad.
Der Pitt River fließt träge daher. Die aus dem Wasser ragenden Holzpfosten sind Zeichen alter Anlegestellen aus der Zeit, als der Fluss noch kommerziell genutzt wurde.

Sonja spottet mal wieder Geflügel. Diesmal ist es eine Kormoranart mit witzigem deutschem Namen. Aus dem elegant klingendem double crested cormorant wird im Deutschen eine Ohrenscharbe.
Von der Gegend Pitt Meadows umrahmt von schneebedeckten Bergen, mit dem See, den Flüssen, den Deichen, seiner Natur, den Wäldern und Feldern werden wir wohl nie genug bekommen können.
Und wieder einmal können wir einen weiteren Kandidaten für unsere Geflügel-Kollektion gewinnen: diesmal ein Hooded Merganser, oder unter seiner lustig klingenden deutschen Bezeichnung: Kappensäger. Wer kommt nur immer auf solche Namen?
Das Besondere an diesen Entenvögeln ist die die ungewöhnliche Federhaube, die jeden Außerirdischen vor Neid erblassen lassen würden.
Und wieder haben wir etwas dazu gelernt!

Montag, 18. Februar 2013

Geflügel Sammelbildchen

Oft besucht Sonja die Webseite vom Vogelmann. Dort gibt es immer viel zu sehen und zu lernen.
Fast jeden Tag besucht sie dann den nahe an ihrer Arbeitsstelle gelegenen Burnaby Lake, und versucht, die auf seinem Blog genannten Vögel wieder zu erkennen. Manchmal gelingt das auch.
 Hier haben wir Stockenten im Stau.
 Dazwischen ein paar Krickenten und rechts eine Büffelkopfente.
Hier üben sich Spatelenten im Synchron-Tauchen.
Etwas näher, bitte.
 Rotschulterstärlinge und ganz im Hintergrund oben eine Brautente.
Ein Helmspecht bei der Arbeit.
 Große Schlammläufer beim Herumsitzen.
Noch mehr von diesen Schnepfenvögeln.

Und wenn man (Frau) mal nicht weiter weiß, hilft diese Internetquelle bei der Bestimmung des Geflügels.

Sonntag, 17. Februar 2013

Fischkopp!

 Huh? Wer? Ich?
Nee! Gemeint ist natürlich die da!
Heute sind wir im Stanley Park spazieren, lassen aber die üblichen Sehenswürdigkeiten links liegen. Die Totem Poles und Downtown Vancouver haben wir schon so oft vor die Linse genommen.
Das Wetter ist durchwachsen, aber die Wolken sehen bedrohlicher aus, als sie sind. Es gibt nur ein paar Tropfen von oben. Wir vermuten mal einen Fall von Inkontinenz.
Ein Strandspaziergang! Gibt es etwas Besseres, um die Seele baumeln zu lassen? Hier am Westende des Parks bläst der Wind etwas stärker und wir ziehen uns die unvermeidlichen Mützen tiefer ins Gesicht.
Neugierig stöbern wir nach Strandgut, aber außer Muscheln, Treibholz und einem Seestern finden wir nicht viel. Doch was wir finden, ist... Ruhe, Entspannung und viel frische Seeluft.
Wir haben's schon gut!

Sonntag, 10. Februar 2013

Sonntags-Spazierfahrt

Bei uns will sich der Winter immer noch nicht recht einstellen. Gut für uns! Wir satteln Bella und machen uns zu zweit auf dem Roller auf nach Pitt Lake.
Obwohl es unsere erste Tour zu zweit ist, machen sowohl Fahrer als auch Mopped ihre Sache ausgesprochen gut.
So kann sich Sonja zurück lehnen und die Fahrt mal aus der zweiten Reihe genießen. Hier in der Nähe des Pitt Lake gibt es noch keine Anzeichen von Frühling. Die Bäume sind kahl, die Felder brach.
Am See selbst war einiges los. Boote wurden ausgesetzt, und auch Fahrradfahrer und Fußgänger genossen das milde Wetter.
Und während der Osten von Nordamerika oder auch weite Teile Europas im Schnee versinken, rollern wir hier bereits dem Frühling entgegen (hoffentlich!).

Samstag, 2. Februar 2013

Tage wie Dieser!

Da möchte man doch lautstark mit den Toten Hosen singen: 
An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit 
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit 
Wünsch ich mir Unendlichkeit
Nach dem Nebel kam die Sonne und brachte uns einen herrlichen Nachmittag mit zweistelligen Plusgraden.
Das Wasser war glasklar, und wir glaubten uns mit all den Seesternen, Muscheln, Korallen, Fischen und Seehunden in einem Aquarium. Nur, dass wir für die natürliche Pracht keinen Eintritt zahlen mussten.
 Harbour Seal
 Links: normaler Seestern - Rechts: Sunflower Starfish

Der wie ein Alien anmaßende gelb-orangene Sonnenblumen-Seestern kommt laut Wiki nur in unseren Gefilden, den Pazifischen Gewässern von Kalifornien bis Alaska, vor. Diese Sorte kann Spannweiten bis zu einem Meter aufweisen und bewegt sich mit seinen bis zu 24 Armen recht flink (einen Meter pro Minute) von der Stelle.
War es herrlich, einfach in der Sonne zu stehen, und dem Treiben in und auf dem Wasser zu zu sehen. Das fanden offensichtlich auch die Möwen, hier John, Paul und Ringo. George war gerade auf'm Klo.
Wir entdeckten die ersten Knospen und konnten es kaum glauben. Auch der Wald schien sich aus seinem Winterschlaf befreien zu wollen.
Die Sonne kämpfte noch mit den restlichen Nebelschwaden und brachte uns ein Schauspiel für die Augen.
Auf unserem Spaziergang begegneten uns Gleichgesinnte, die, wie wir, bei dem herrlichen Sonnenschein ebenso strahlende Gesichter hatten. Immer wieder gab es ein fröhliches "Hallo!" und "Ist das Wetter nicht wundervoll?" auf unserem Weg.