Samstag, 22. Dezember 2012

Was für ein Jahr!


2012 war ein besonders gutes Jahr für uns. Unseren Vorsätzen folgend gönnten wir uns mehr Bewegung und eine gesündere Ernährung. Und so standen die ersten drei Monate ganz im Zeichen von Wanderlust und fettarmer und zuckerfreier Küche.

Im März besuchten wir wieder die alte Heimat. Dabei setzten wir unsere guten Vorsätze weiter um und namen unsere alten Jagdgründe "unter die Füße".

Für April hatten wir uns wieder bei unseren Freunden nach Kalifornien eingeladen. Außerdem gab Thomas Dolby ein Konzert in Vancouver, und unser Stadtviertel wurde zum Drehort für irgend einen drittklassigen Actionfilm.

Im Mai ging es für Sonja mal wieder zum Firmenhauptsitz nach Neuseeland, wo sie neben Motorrad- und Cabriofahren auch noch Segeln gehen "musste".  

Durch viele kleinere Vespa-Touren angefixt, kaufte sich Roland im Juni einen Suzuki Maxi-Roller. Unsere Ausflüge wurden immer grandioser. So ging es im Juli auf den Lillooet Loop, dann auf einen Trip entlang der Sunshine Coast und später eine Woche lang durch Washington und Oregon.

Den August haben wir praktisch in und auf dem Wasser verbracht, wenn wir nicht gerade auf unseren Zweirädern in der Gegend unterwegs waren. 

Im September gönnten wir uns wieder mal ein langes Wochenende mit Konzert (diesmal Diana Krall) am Washington Lake, und in Vancouver spielte Jason Mraz auf.

Oktober brachte uns einen Urlaub auf nordamerikanische Art: Drei Tage Deutschland, drei Tage Norwegen und drei Tage Schweden. Zurück in Kanada erinnerte uns ein starkes Erdbeben vor der Westküste mit Tsunami Warnung daran, dass wir auf unsicherem Boden wohnen.

Obwohl der November mit durchgehend schlechtem Wetter aufwartete, zogen wir auch weiterhin unsere Runden um's Inlet. Durch die fast täglichen Spaziergänge erlebten wir den Wechsel der Gezeiten sowie den Wechsel der Jahreszeiten hautnah (oder auch nass bis auf die Haut) mit. Natur kann schon spannend sein!  

Der Dezember bescherte und ein langes Wochenende im verschneiten Whistler. Nun sind wir schon ganz gespannt, was uns das neue Jahr bringen wird.

Ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr 
wünschen die Magers. 

 Buntzen Lake 22. Dezember 2012

Samstag, 15. Dezember 2012

Ohne Worte, sprachlos...

Nass von oben und unten

Wieder ist Springflut (oder King Tide, wie man hier sagt), diesmal mit einem Höchststand von über fünf Metern.
Es ist kurz nach acht Uhr an diesem Samstag, und es schneeregnet bei 4C. Eigentlich viel zu ungemütlich, für einen Morgenspaziergang.
Trotz des Sauwetters waren zu dieser Uhrzeit tatsächlich bereits Leute unterwegs, die, genau wie wir, mal nach dem hohen Wasserstandspegel schauen wollten.
Die Wasservögel stört das Hochwasser überhaupt nicht, sie genießen wahrscheinlich den temporär erweiterten Lebensraum.
Auf den Holzstegen ist jedenfalls zu dieser Zeit noch kein Durchkommen, und auch der Uferpfad ist überflutet.
So, jetzt wieder flott zurück ins Warme, und auf direktem Wege mit einem dampfenden Pott Tee auf's Sofa.

Montag, 10. Dezember 2012

Es geht wieder los!

Kanada ist weltweit ein beliebtes Einwanderungsziel für jedermann(-frau). Das passt gut, denn es boomt schon wieder kräftig und plötzlich fehlen mal wieder (billige) Arbeitskräfte. Und da das Abwerben von Arbeitskräften ja viel preiswerter ist und schneller geht, als die Ausbildung des ortansässigen "Human Capitals", wie es ja so schön in der Konzernsprache heißt, und es ja so einfach ist, diese Immigranten wieder nach Hause zu schicken, sobald der Aufschwung vorbei ist, gibt es jetzt für Handwerker und andere skilled worker ein ganz tolles, neues beschleunigtes Bewerbungsverfahren

Der Bewerber darf also nun das allgemein gültige Punktesystem umgehen, wenn er ein Arbeitsangebot in der bevorzugten Berufsgruppe vorlegen kann. (Das ist im Bewerbungsverfahren für ein Workpermit auch zwingend.) Darüber hinaus reicht es aus, ein Minimum von zwei Jahren Berufserfahrung in der gewünschten Sparte gesammelt zu haben. (Im Normalverfahren gilt: je mehr Erfahrung desto besser.) Des weiteren braucht er/sie nur noch über Basiskenntnisse in einer der Landessprachen verfügen. (Bei der normalen Bewerbung gibt es extra Punkte für Sprachkenntnisse, wenn man diese zertifizieren lässt.)


Für den Unternehmer ist das natürlich besonders schön, denn er bekommt recht schnell, und oft zu viel niedrigeren Lohnkosten seine offenen Stellen mit Immigranten besetzt, für deren Ausbildung er selbst nicht einen Cent ausgeben musste. 

Nur darf man sich jetzt wahrscheinlich schon darauf einstellen, dass die fehlende Berufserfahrung kombiniert mit mangelhaften Sprachkenntnissen unweigerlich zu Missverständnissen von Anweisungen, zu Qualitätsmängeln oder im schlimmsten Falle zu vermehrten Arbeitsunfällen führen wird. Ganz toll!

Samstag, 8. Dezember 2012

Ein ruhiger Tag

Frost auf den Dächern, zu kalt, um die Motorräder auszuführen, aber nicht zu kalt, um einen Spaziergang am Wasser zu machen.
Die Saison in Steveston ist vorbei, und wir geniessen die Ruhe, die der Fischerort ausstrahlt, wenn der Tourismus einschläft.
Der Ort muss immer mal wieder as Drehort für die Serie Once upon a Time - Es war einmal... herhalten, die im fiktionalen Storybrooke, Maine statt findet, und so hat sich die rustikale Bäckerei inzwischen sogar auf den Namen Storybrooke Country Bread umgetauft.
Hier ist ein Bild vom Studio-Set, in dem Steveston teilweise nachgebaut wurde.
Quelle: klick hier
 Wir hatten einen wunderschönen relaxten Tag am Meer.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Enten im Baum

Beim Mittagsspaziergang im Burnaby Lake Regional Park (in Arbeitsplatznähe) fand Sonja heute tatsächlich Enten im Baum, sogenannte Wood Ducks, oder zu deutsch: Brautenten.
Im Park kann man das ganze Jahr über das 'wilde Leben' beobachten, und dieses bunte Geflügel ist an so einem grauen Tag ein besonderer Blickfang.
Weiblein mit Erpel nach dem Ehekrach
Wer sagt, dass man (frau) in der Mittagspause nicht noch was lernen kann...

Sonntag, 2. Dezember 2012

In den Schnee!

Ein Wochenende im Schnee hatten wir sowieso geplant, umso besser, wenn so ein Ausflug im Rahmen einer Weihnachtsfeier von Sonja's Firma finanziert wird. Wer kann dazu schon nein sagen. So machten wir uns am Freitag nachmittag auf zur Summit Lodge in Whistler.
Das Wetter war durchwachsen, um den Gefrierpunkt, mit Regen und Schneeregen, der später in Schnee über ging.
Das hat uns - wie immer - nicht davon abgehalten, auf Wanderschaft zu gehen. Während die KollegInnen am Samstag Ski fahren waren oder sich im Wellnessbereich verwöhnen ließen, sind wir also um den Lost Lake herum durch den Schnee gestapft.
Am Green Lake
Am Abend fand man sich dann im Wildwoods Bistro ein, um das doch recht erfolgreiche Geschäftsjahr zusammen zu feiern. Anschließend machten wir noch einen romantischen Mitternachtspaziergang durch die schneeweiße, weihnachtlich geschmückte Fußgängerzone von Whistler.
Sonntag morgen ging es dann wieder gemütlich zurück nach Hause, wo wir dann mit dem üblichen Dauerregen empfangen wurden. Schnee kann ja doch schön sein.