Samstag, 27. Oktober 2012

Erdbeben vor der kanadischen Westküste

Heute kurz nach acht Uhr, wir saßen gerade mit Hagen und Petra beim Abendessen, bemerkte Roland, dass sich die Jalousien leicht bewegten, dachte aber, dass läge an der warmen Heizungsluft. Sekunden danach meldete Sonja's iPhone app eine Erdbebenwarnung, und Roland, der sonst nie auf Sonja's Mobiltelefon schaut, entdeckte diese Meldung:
Wiederum kurze Zeit danach gab es eine Eilmeldung auf der Tagesschau App auf Rolands iPhone und die ersten emails trafen bei uns ein, ob es uns gut ginge.

Wir hatten inzwischen den Fernseher eingeschaltet, konnten aber keinen kanadischen Sender ausmachen, der von diesem Ereignis berichtete, also surften wir das Netz, um weitere Informationen zu finden.
Das US Geological Service meldete Magnitude 7.7, Earthquake Canada hingegen Stärke 7.1. USGS hat wahrscheinlich Recht (Inzwischen hat Earthquake Canada seine Meldung auch angepasst.)

Google hat inwischen eine Tsunami Warnung für den Nordwesten von British Columbia ausgegeben. Auch auf der Webseite des Canadian Weather Office finden wir mehr Informationen zu einer möglichen Flut. Obwohl die betroffene Region relativ dünn besiedelt ist, hoffen wir, dass die Warnungen die Leute erreichen, und sich diese in höher gelegene Gebiete begeben können.

Vancouver liegt in Zone E dieses Events, und es sieht bisher nicht so aus, als wenn unsere Gegend etwas von dem Tsunami merken wird. Vielleicht wird der Tidenhub sich etwas verändern, wie wir es im März letzten Jahres nach dem schweren Erdbeben vor Japan während unseres Urlaubes auf Maui haben beobachten können.

Derzeit füllen sich die online Nachrichten mit aktualisierten Meldungen, und es sieht so aus, als wenn bisher keine Personen- oder Sachschäden verzeichnet werden. Hoffentlich bleibt das so.

Wir werden inzwischen weiter die Kurznachrichten verfolgen, da wir für's erste nicht schlafen können. Emergency Info for BC.

Tsunami Travel Map, Quelle 

Nachtrag: Am frühen Morgen gab es Entwarnung für alle Küstenregionen.

Freitag, 26. Oktober 2012

Die Lachse wandern

Letztes Wochenende waren wir dank trockenen Wetters noch einmal mit den Rollern unterwegs. Die Saison nähert sich dem Ende, auch die Zweirad-Saison ist fast vorbei.
Wegen der starken Regenfälle der letzten Tage liegt sogar schon Neuschnee auf den Bergen, und der kalte Gegenwind beisst einem am Pitt Lake kräftig ins Gesicht.
Der Herbst ist auch Lachs-Saison. Im Minnekhada Regional Park gibt es einige gute Beobachtungsstellen. Das Wasser brodelt, während sich die Fische ihren Weg gegen den Strom bahnen.
Oft streiten sie um die beste Pole Position, und gehen dabei recht rücksichtslos und brutal miteinander um.
Dieser hier ruht sich aus und sammelt Kräfte für den nächsten Sprung stromaufwärts.
 Und los geht's!
Bären haben wir diesmal keine gesehen, aber eines ist sicher, sie waren bestimmt nicht allzu weit weg von diesem Buffet.

Montag, 15. Oktober 2012

Deutschland Nachlese

Drei Tage, in denen neben dem Familienbesuch wieder unglaublich viel passiert ist...
Wie z.B. der Besuch der INTERMOT in Köln.
Roland auf einem Elektro-Roller von BMW, 
und Sonja auf einer Moto Guzzi mit konventionellem Antrieb.
Wir fanden Asyl bei den Hösel-Schnöseln (O-Ton Frank),
wo Sonja mit einer grossen Auswahl veganer Produkte beglückt wurde.
(Danke, Eva!).
Wir schlenderten durch die Innenstadt von Ratingen.
Wir fuhren ein schnuckeliges Auto. (Danke, Christa!)
Und wir genossen die (ähm) lokale Küche...  
... oder beim Türken in Wuppertal 
(Danke and die Familie für den tollen Abend)
Und irgendwie schaffte es Sonja sogar noch, bei Birgitt und Ulli vorbei zu springen (Danke an Ulli für's Kochen!), bevor es dann weiter nach Skandinavien gehen sollte. UFF!

Sonntag, 14. Oktober 2012

Schwedenhochzeit

Bevor wir über die schwedische Grenze hüpfen, müssen wir noch einmal bei Oslo auf eine Fähre.
Noch ist uns das gute Wetter treu, und wir können die Überfahrt geniessen.

Eine Stunde später erreichen wir ganz unspektakulär die schwedische Grenze.
Die Landschaft ist hügelig und bewaldet und ändert sich bis zum Eintreffen in Budalen auch nicht mehr.
Für die letzten 25 km verlassen wir den Asphalt, und geht es über Stock und Stein zum Ziel.
Es hat sich viel getan seit unserem letzten Besuch. Inzwischen gibt es sogar warmes Wasser und Elektrizität hier...
Unser Domizil für die nächsten drei Tage ist dieser gelbe Palast im Hintergrund.
Leider schlägt pünktlich zum Hochzeitstermin das Wetter um.
Es fängt an zu regnen, aber das tut der Feiergemeinde keinen Abbruch.
In der Dorfkirche von Glava werden Sylvie und Stephan, ein Jahr nach der standesamtlichen Hochzeit, getraut. Die Zeremonie war erfrischend kurz und schmerzlos.
Sylvie wirft den Brautstrauss.
Und ein paar ältere Herren schauen an diesem Abend ein bisschen zu tief ins Glas.
Leider ist auch dieser Aufenthalt viel zu kurz. Die Zeit verfliegt, wir fliegen mit, und zwar über Oslo und Amsterdam zurück nach Vancouver. Schön war's!

Freitag, 12. Oktober 2012

Norwegen - Fortsetzung

Unsere kleine Tour geht weiter. Schon früh brechen wir auf, um die erste Fähre hinter Bergen zu bekommen und werden mit einem grandiosen Sonnenaufgang begrüsst. Dass die Temperaturen gerade mal um den Gefrierpunkt liegen, stört uns hierbei nur wenig.
Der Morgennebel gibt die Landschaft nur zögerlich frei, aber muss den Sonnenstrahlen letztendlich weichen.
Die Gegend wirkt rauh, fast schon wie wir es aus Neufundland kennen gelernt haben.
Aber nur wenig später glaubten wir, an der Ostküste Nova Scotias zu sein.
Archäologische Funde bestätigen Spuren der Völkerwanderung des ersten Jahrtausends in dieser Gegend.
Immer wieder tun sich atemberaubende Landschaften vor unseren staunenden Augen auf. Wir können von Norwegen gar nicht genug bekommen.
Es hilft natürlich ungemein, dass wir, mal abgesehen von den Temperaturen, ein tolles Wetter haben.
Wir übernachten in dem netten Städtchen Kristiansand und kommen in den Genuss des spektakulären Abendlichtes.
Ein wirklich netter Ort. Hier gefällt es uns sogar noch besser als in Bergen. Das mag aber eben auch am Wetter liegen...
Der Norwegen-Trip ist hiermit leider schon wieder vorbei, denn die nächsten drei Tage wollen wir bei Stephan in Schweden verbringen.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Postkarte aus Norwegen

Bergen, Norwegen

Es hatte zwar geregnet, aber das hat unserem kleinen Ausflug keinen Dämpfer versetzen können.
Die Landschaft erinnerte immer mal wieder an British Columbia, aber auch Neufundland. Schön war's! 

Freitag, 5. Oktober 2012

Alberta sitzt wieder fest im Sattel

Yeehaw! Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich Alberta wieder von der Rezession erholt hat. In 2009, als auch Sonja (zum ersten Mal in ihrem Arbeitsleben) ihren Job verloren hatte, stiegen die Arbeitslosenzahlen extrem schnell, und viele verliessen die Provinz oder mussten sie verlassen, da sie nur mit einem Workpermit im Land waren.

Nur drei Jahr später heisst fast schon wieder: Arbeitskräftemangel in Alberta. Während die landesweite Arbeitslosenquote noch bei 7.4% liegt, zählt man beim 'Klassenbesten' in Alberta nur 4.4%. Ein echtes Stehaufmännchen.

Quelle: hier

Vielleicht sollten die Verantwortlichen wieder den Slogan der Alberta Advantage heraus kramen, den man in 2009 (verschämt) mit einem geistfreien neuen Spruch ersetzt hatte.

Der Grund für die schnelle Erholung liegt (leider) fast ausschliesslich in dem Industriezweig, der sich mit der Förderung und Verarbeitung fossiler Brennstoffe befasst. Gut für den Arbeitnehmer, nicht so toll für die Umwelt...