Sonntag, 26. August 2012

Reise in die (motorisierte) Vergangenheit

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen des motorisierten Vehikels. Wir fuhren 'runter nach Tacoma in Washington, um die vom ACE CAFE London gesponsorten Ausstellung antiker Motorräder zu besuchen, welche vor dem LeMay Automobil Museum statt fand.
Und so verabredeten wir uns mit Brad&Brandy, unseren Mopped-Kumpels aus Oregon. Wir kamen im Best Western Dome unter, und konnten so zu Fuss zur Veranstaltung gehen. Oben der Blick aus unserem Hotel-Zimmer auf Tacoma Downtown.
Im Hintergrund der Dome, angeblich einer der grössten Holzdomstrukturen der Welt, welche gleichermassen für Sportereignisse oder Konzerte genutzt wird.
Wir (vor allem Sonja) waren davon aber weniger beeindruckt, da uns die klassischen Motorräder in ihren glitzernen Bann geschlagen hatten.
Wie so oft, kann Sonja auch diesmal nicht an Triumph vorbei gehen. Irgendwann wird sie sicherlich einmal ein Modell dieser Marke besitzen (wollen/müssen).
Roland interessierte sich eher für die Roller. Hier bestaunt er einen Goggo-Roller. Man lernt doch immer wieder etwas Neues, kannten wir doch nur das vierrädrige Goggomobil.
Lambrettas sind auch immer wieder schön anzusehen.
Im Eintrittsgeld für die Ausstellung war auch der Besuch des LeMay Museums inbegriffen, und das war gut so.
Auch wenn uns amerikanische Automobile als solches wenig faszinieren können... die älteren Modelle machen schon etwas her.
Ob es nun "Gangster" Auto ist, oder ein klassisches Kabriolet...
 ... es waren Fahrzeuge aus allen Epochen zu bestaunen.
Ab und zu hat sich auch einmal ein Europäisches Modell dazwischen gemogelt. wie oben der Mercedes.
Doch auch wenn diese Privatsammlung manchen Kenner der Materie zum Sabbern bringt,
und auch wir waren zum Teil beeindruckt von der Vielfalt der gesammelten Fuhrwerke...
... so richtig begeistert haben wir uns für diese Ausstellungsstücke:

Stunden später...
Nach einer notwendig gewordenen Ruhepause begaben wir uns noch in den Stadtkern von Tacoma und liessen den Rest des Abends bei einem köstlichen vietnamesischem Essen ausklingen.
Am Sonntag ging es dann nach einem Starbucks Frühstück auf direktem Wege wieder Richtung Heimat. Wieder einmal ein gelungenes Wochenende mit Freunden (die wir so nennen wollen und können, auch wenn wir uns nur zwei bis drei Mal im Jahr sehen).

Samstag, 18. August 2012

A-maze-ing Laughter!

Wir freuen uns riesig, denn mittlerweile haben sich mit Chip und Shannon Wilson zwei Mäzene gefunden, die die wunderbaren Statuen an der English Bay gekauft und der Stadt vermacht haben. Das Projekt, das zur Vancouver Biennale 2009 installiert worden war, stand zum Verkauf und drohte, die Stadt zu verlassen. Jetzt bleiben die Bronzemänner an ihrem (perfekten) Standort und werden noch viele weitere Jahre Touristen und Einheimische begeistern, verzücken und... zum lachen bringen!


Sonntag, 12. August 2012

Hundstage

Diese Woche zieht es uns wieder in die Stadt. Diesmal ist es Roland's Vespa, die zur Inspektion muss.
Die Wartezeit verbummeln mit einem Besuch in Downtown. Wir nehmen den Aquabus über den False Creek, schlendern am Ufer entlang, und dann drehen wir eine Runde um den Block (ok eher zehn Blocks), bevor wir wieder nach Granville Island übersetzen. Knapp neun Kilometer werden das.
 Inukshuk in der English Bay.
Wir suchen uns ein Schattenplätzchen und beobachten das Treiben auf dem Wasser.
Dann besuchen wir Sonja's 'Freunde', solange sie noch da sind.
Wenn wir einen Garten hätten, würden wir uns einen dieser Gesellen in den selbigen stellen.
 Inzwischen ziehrt eine neue Ausstellung die Stadt: 33 Terracotta Warriors.
Ein Springbrunnen auf Granville Island läd zum Verweilen ein.
Gegen halb sechs Uhr nachmittags ist der Roller endlich fertig. Gerade genug Zeit, um nach Hause zu fahren, uns frisch zu machen, ein paar spirituelle Flüssigkeiten an Bord zu nehmen, und bei Hagen und Petra zum Grillen aufzuschlagen.

Sonntag treffen wir Cliff und wir machen uns mit unserem kuriosen Mix von Motorrädern auf nach Harrison Hot Springs.
Das Wetter ist traumhaft, es ist heiss und der Harrison Lake leuchtet in sattem Türkis.
Wenn es doch bloss immer ein sonniger Sommer-Sonntag wäre...

Ein US-Cop in Calgary

Ganz Kanada lacht momentan über einen US-amerikanischen Polizisten aus Kalamazoo in Michigan, der nach einem Calgary-Urlaub während der Stampede folgenden (hier leicht gekürzten) Leserbrief an den Calgary Herald schickte:

Kürzlich habe ich [...] Calgary besucht. Seit 20 Jahren bin ich Polizist, und es fühlt sich seltsam an, wenn ich meine Waffe ausserdienstlich nicht trage. Viele sagen, ich brauche keine Waffe, wenn ich in Kanada bin.
[...]
Kürzlich, während eines Spaziergangs im Nose Hill Park wurden meine Frau und ich - am hellichten Tage und auf einem asphaltierten Weg - von zwei jungen Männern angesprochen. Die Männer bauten sich vor uns auf und fragten in einem aggressiven Ton: "Schon bei der Stampede gewesen?"
Wir ignorierten sie. Die beiden kamen näher und wiederholten: "Hey, wart Ihr schon bei der Stampede?"
Sofort stellte ich mich schützend zwischen diese beiden und meine Frau, und antwortete: "Ich möchte mich nicht mit Ihnen unterhalten. Auf wiedersehen".
Die beiden sahen verblüfft aus, und wir passierten sie.
Ich nehme an, sie hatten keine guten Absichten, da sie uns in einer derart aggressiven und respektlosen Art angesprochen haben. Ich danke dem Herrn Jesus Christus, dass sie nicht irgendeine Waffe gezogen haben, und stattdessen zu dem Schluss kamen, dass es in ihrem besten Interesse war, uns in Ruhe zu lassen.
Wir würden doch von einem Polizisten erwarten, dass er in einer lebensbedrohlichen Situation seine Waffe zieht, um sich oder andere zu schützen. Warum sollten wir dies also nicht von kanadischen Bürgern oder von Touristen erwarten? Achso ich weiss, in Kanada tragen nur die Polizei und Verbrecher Waffen.

Auf der einen Seiten sind die Kanadier amüsiert über so viel Dummheit (in Ermangelung eines deutlicheren Wortes), auf der anderen Seite bleibt uns das Lachen hier im Halse stecken. Man stelle sich vor, der Mann hätte tatsächlich eine Waffe bei sich gehabt, dann hätte er die beiden womöglich erschossen, nur weil sie ihn angesprochen hatten. Dass sie offensichtlich keine bösen Absichten hatten, zeigt sich ja schliesslich daran, dass die zwei "verblüfft" waren ob seiner Reaktion und ihn und seine Frau ohne weiteres ziehen liessen.

Die Reaktionen auf diesen Leserbrief sind natürlich entsprechend schroff: man muss sich fragen, ob man einer solch paranoiden Person wirklich eine Waffe anvertrauen sollte und ob Polizist wirklich der richtige Beruf ist. Die meisten Leser bitten den Mann, nach Möglichkeit nicht mehr nach Kanada zu kommen. Das halten wir auch für die beste Lösung!

Sonntag, 5. August 2012

Wasserratten

Samstag sind wir wieder 'raus auf's Wasser. Diesmal haben wir die Gelegenheit, viele Robben zu beobachten oder besser, die uns, denn sie sind sehr neugierig. Hier stecken Mama und Baby den Kopf aus dem Wasser.
Mit der herein kommenden Flut geht es zunächst bis an das Ende des Inlets, und dann an der Nordseite entlang entgegen der Strömung, das ist schon ein bisschen anstrengender.
Die Zeit vergeht wie im Flug, und wieder einmal bekommen wir einen 1A Bilderbuchsonnenuntergang.
Dann wird es dunkel, und wir sind immer noch auf dem Wasser...
Die Paddler setzen ihre Stirnlampen auf, weniger, um etwas zu sehen, als gesehen zu werden.
Nachdem sich die Sonne verabschiedet hat, wird es schnell kühler, also wirft sich Sonja ein Sweatshirt über die Schwimmweste.
Wir warten ein vorbei fahrendes Boot ab, bevor wir das Inlet kreuzen. Es herrscht einiger Bootsverkehr, und in unseren kleinen, unmotorisierten Wasserfahrzeugen müssen wir doppelt aufpassen...
Man kommt sich ganz schön klein vor, wenn man an solch einem Tanker vorbei kommt. Es ist fast schon gruselig, and diesem Monster entlang zu gleiten.
Direkt vom Wasser sieht das Ungetüm noch gewaltiger aus. Die Bugwelle dieses Schiffes könnte uns und unsere Kayaks sicherlich in Schwierigkeiten bringen.
Nun verlässt uns auch das Restlicht, und so gleiten wir bei Mondschein auf dem seidig wirkenden Wasser zurück zum Steg.
Zur Belohnung gibt es (im Preis der Tour inbegriffen) einen Nachtisch im Boathouse Restaurant. Roland wählt die Creme Brulee, während Sonja sich ein Apfel/Preiselbeere Krokant aussucht.
Wieder einmal geht ein wunderschöner Tag an der pazifischen Westküste zu Ende, und leider auch schon das Wochenende, denn Roland muss bereits am Sonntag in das (langweilige und schwülheisse) Indiana reisen.
Das nächste Wochenende kommt bestimmt!

Donnerstag, 2. August 2012

Wir paddeln in den Sonnenuntergang

Was sollen wir denn mal mit einem sonnigen Donnerstag Abend anfangen? Genau! Kayak fahren. Wir schlendern also 'rüber zu Rocky Point Kayak, nehmen an einem Einführungskurs teil, und dann geht es ab auf's Wasser.
Das Einsteigen hat offensichtlich schon mal geklappt, aber elegant haben wir uns dabei bestimmt nicht angestellt.
Erst einmal paddeln wir alle drauf los, denn Kayakfahren ist grundsätzlich eine sehr intuitive Sportart. Dann verrät unsere Kursleiterin uns, wie man es richtig macht.
Das geht schon viel besser, und man macht sich auch weniger nass dabei. Danach lernen wir das Manövrieren des Kayaks durch verschiedene Ruderschläge.
Nach der Pflicht kommt die Kür, und wir paddeln dem Sonnenuntergang entgegen.
An 'unserem' Strand lernen wir noch das Einsteigen und Aussteigen. Das geht hier viel einfacher als am Anlegesteg.
Roland wird gerade erklärt, wie er einen Seiteneinstieg machen soll. Sonja wäre dabei bestimmt neben, aber bestimmt nicht im Boot gelandet.
Nach drei Stunden kehren wir zum Ausgangspunkt zurück. Wir sind einmal um's Inlet gepaddelt und haben damit unsere tägliche Laufstrecke mal aus anderer Perspektive kennen gelernt.
Das machen wir jetzt öfters!