Montag, 30. April 2012

Kurze Zwischenmeldung

Ja, ich lebe noch. Es wird zwar viel gearbeitet, aber es gibt auch eine Menge Spass, wie man an diesen Bildern sehen kann:
 Wandern auf dem Rangitoto Vulkan
 Segeln vor Auckland
Motorradfahren auf der "falschen" Seite

Mehr Bilder gibt es dann, wenn es die Zeit erlaubt. Es geht schon wieder auf Mitternacht zu, und um sechs muss ich schon wieder 'raus...

Samstag, 28. April 2012

Kanada... in ein paar Worten


Quelle unbekannt, aber dieses Bild ist von hier

Seit ein paar Tagen begegnet man überall im kanadischen Internet einer wirklich netten "Infografik", die dem werten Leser alles wissenswertes über Kanada in ein paar Worten vermittelt. Sehr gelungen, und sehr aussagekräftig, finden wir!

Dienstag, 24. April 2012

Das albertanische Wahlwunder


Die Albertaner haben bei der gestrigen Provinzwahl mal wieder alle überrascht und die seit 41 Jahren in der Regierung stehenden Progressive Konservatives (PC) für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

In den letzten Wochen hatten sich einige dunkle Wolken am albertanischen Demokratiehimmel zusammen gebraut, und die hatten eher eine braune Färbung. Viele Albertaner hatten die Skandale und Skandälchen der völlig verfetteten Konservativen leid und liebäugelten - ausgerechnet - mit der noch viel weiter rechts stehenden Wild Rose Party. Deren Anführerin ist die sehr charismatische Danielle Smith, die die Albertaner komplett um ihren Finger gewickelt hatte; zumindest haben bis zur letzten Sekunde alle Wahlvorhersagen auf einen Erdrutschsieg der Wildrosen hingedeutet.

Dann kam der Knall: 61 von 87 Sitzen gingen an die alteingesessenen Konservativen, 'nur' 17 an die Wild Rose Party, und den Rest teilten Liberale und Neue Demokraten unter sich auf. Roland hat noch nie so viele leichenblasse Wahlforscher auf einen Haufen gesehen. Der immer und immer wiederkehrende Tenor: "wir haben ALLE daneben gelegen!"

Roland glaubt an vier Gründe für diese Überraschung:
1. Obwohl die Albertaner den Konservativen eins auswischen wollten, haben sie sich über die Wahlvorhersagen dann doch sehr erschreckt. So sind viele potentielle Wild Rose-Wähler am Ende doch wieder bei den PC geblieben.
2. In der letzten Woche vor der Wahl - den sicheren Sieg vor Augen - haben einige der Wild Rose-Kandidaten ein paar unvorsichtige Äusserungen von sich gegeben, die den Wählern bereits eine gute Idee der tatsächlichen Gesinnung dieser Leute gab.
3. Die Links- und Mittewähler in der Provinz scheinen taktisch gewählt zu haben und gaben ihre Stimme - entgegen ihrer Überzeugung - den Konservativen.
4. Am Ende wollen Albertaner per Definition dann doch keine Veränderungen.

Roland hatte im Büro vielfach vor der Wild Rose Party gewarnt (schliesslich haben wir Deutsche ja doch etwas aus der Geschichte gelernt) und ist jetzt wirklich erleichtert, dass Alberta noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Wir hoffen jetzt, dass die Wildrosen in den nächsten vier Jahren in der Opposition ihr wahres Gesicht zeigen und sich damit für die Zukunft unwählbar machen.

Sonntag, 22. April 2012

Gelandet

Mit besten Gruessen aus Neuseeland!

Mittwoch, 18. April 2012

Unser ganz persönlicher Canada Day

Am 18. April 2005 kamen wir nach Kanada und... wir sind immer noch hier. Fünf Jahre haben wir in Calgary, Alberta gelebt, gearbeitet und gefroren. Nun haben wir mittlerweile zwei Jahre an der Westküste hinter uns und sagen, dass wir uns daran gewöhnt haben, dass im Lower Mainland von British Columbia

... es im allgemeinen etwas länger dauern kann.
... für die meisten Rücksicht und Höflichkeit Fremdwörter zu sein scheinen.
... ein etwas anderes Verständnis von Arbeitsmoral und -qualität herrscht.
... Baustellen endlos, und für immer und ewig da sind.
... es regnet, regnet, regnet.

Dafür entschädigt die fantastische und immer grüne Landschaft, das gute Essen, die Nähe zum Meer, das kulturelle Angebot und die Temperaturen, und nicht zu vergessen, unsere neu bzw. wieder entdeckte Leidenschaft für das Vespa fahren.


Ist also alles gar nicht so schlimm! Nebenbei pendelt Roland immer noch zwischen Vancouver und Calgary hin und her, bekommt also von oben genanntem gar nicht viel mit, während Sonja für ihre Company um die halbe Welt jettet und demnächst wohl mal wieder aus Neuseeland berichten wird.

Freitag, 13. April 2012

Grosses Kino in Suter Brook


Der Drehplan (Bild anklicken zum Lesen)

Die letzten Tage waren (vermeintlich) aufregend in unserem Viertel, denn es hatte sich ein Filmteam angekündigt, um über die gesamte Woche Filmaufnahmen zu machen. Gedreht wurde eine Episode der uns völlig unbekannten Serie "True Justice" mit - ausgerechnet - Steven Seagal, der sich in der Top 5 mit Roland's meistverabscheuten Schauspielern befindet (neben Chuck Norris, Eric Roberts, Charles Bronson und Jar Jar Binks).
Eingeplant waren Innenaufnahmen im Foyer des Nachbarhauses und im Steakrestaurant gegenüber sowie Szenen in unserer Parkgarage und - quasi als abschliessendem Höhepunkt - Aussenaufnahmen mitten in Suter Brook mit einem Schuss aus einem Auto. Letztere Szene hat Roland vom Balkon einfangen können, allerdings ist nicht wirklich etwas Spannendes zu sehen oder zu hören, abgesehen von der Tatsache, dass das Auto, das ganz zum Schluss unten ins Bild fährt, wirklich unser Audi mit Sonja am Steuer ist:


Was wir gelernt haben:
1. Filmen besteht aus 10% Inspiration, 20% Transpiration und 70% Warten. Die meisten Mitarbeiter sassen den ganzen Tag gelangweilt herum, um dann für wenige Minuten sehr hektisch zu werden
2. Autos, die man im Hintergund in Filmen sieht, sind tatsächlich dort platziert. Das konnte man daran sehen, dass während der Dreharbeiten alle geparkten Autos amerikanischer Produktion waren - bis auf den Wagen des Bösewichts, der war selbstverständlich ein BMW. Nur wenige Minuten nach Abschluss der Aussenaufnahmen und Freigabe der Parkplätze füllten sich diese sofort wieder mit der hier üblichen Mischung aus deutschen, japanischen und schwedischen Autos.
3. Man sollte besser keine Nahaufnahmen von Steven Seagal mehr machen.

Da ist er, unser Star! Rechts daneben: Steven Seagal


Aufgeregtes Treiben am Filmset (ausnahmsweise mal)

Mittwoch, 11. April 2012

In der Zeitmaschine

Thomas Dolby hat in Vancouver Station gemacht mit seiner 'Time Capsule'-Tour, der ersten seit 25 Jahren (da er in der Zwischenzeit eine Elektronikfirma in Kalifornien betrieben hat, die über Jahre sämtliche Handys der Welt mit Synthesizern für Klingeltöne ausgerüstet hat). Das Konzert im Rio Theatre (eigentlich ein Kino) fühlte sich dann tatsächlich an wie eine Zeitreise in die Achtziger Jahre, obwohl es Thomas Dolby glücklicherweise gelungen ist, der Musik deutlich mehr Wärme zu verpassen, als man es von damals gewohnt war. Einen grossen Einfluss darauf hatte der Gastmusiker Aaron Jonah Lewis, der mit Banjo und Geige der Elektronik einen akustischen Farbtupfer aufsetzte. Ein sehr schönes Konzert!


Dienstag, 10. April 2012

Jede Menge Wildlife


...hatten wir auf unserem langen Wochenendtrip über Ostern zu Besuch bei Guido und Andrea in Kalifornien. Fast hätten wir ja den Flug von Bellingham ein paar Minuten südlich der Grenze verpasst, weil nur zwei amerikanische Grenzbeamte auf hunderte von Autos kamen, aber mit ein bisschen Glück hat dann doch noch alles geklappt.

Wir hatten ein wunderschönes Wochenende, und haben jede freie Minute an der frischen Luft verbracht. Dabei gab es dann die eine oder andere Begegnung mit Wildlife, wie zum Beispiel unserem ersten lebenden Skunk (finden wir sonst nur immer überfahren am Strassenrand), der sich allerdings nicht fotografieren liess. Auch die Mountain Lions hielten sich versteckt. Dafür gab es dann Pelikane, Elephant Seals, Blue Jays oder eine kleine Spinne, die gerade eine Biene gefangen hat. Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch in Kalifornien!

Nochmals vielen Dank an unsere 'Herbergseltern', und sorry für Roland's Unfälle in der Küche!












Samstag, 7. April 2012

Frohe Ostern!

...aus Kalifornien wünschen die Magers!

Dienstag, 3. April 2012

In die Wildnis

Sonntag morgen im Golden Ears Provincial Park werden wir mit solchem Wetter begrüsst. Allerdings kämpft sich bald die Sonne durch. Dennoch bleibt die in einen Schotterpfad über gehende Strasse schlammig und rutschig.
Schlimmer geht's nimmer auf dem Wanderpfad. Wir versinken knöcheltief im Schlamm.
Nur gut, dass wir entsprechendes Schuhwerk dabei haben. Die Füsse bleiben trocken.
Es geht den Gold Creek (Creek = Bach) entlang. Für uns sieht dieser eher wie ein ausgewachsener Fluss aus.
Die Landschaft ist mal wieder atemberaubend. Die Berge sehen frisch 'gepudert' aus, während die Natur so langsam ausschlägt und das erste Grün zeigt. Die Luft ist klar und wir haben all diese Pracht ganz für uns.
Nach einer guten Stunde Schlammbad erreichen wir den Wasserfall. Was für ein Anblick.