Samstag, 31. März 2012

Das Wandern ist der Magers' Lust

Minnekhada Upper Loop


EveryTrail

Wir sind mittlerweile ja auch stolze Besitzer eines iPhones, und eine der vielen sinnvollen Apps ist ein Programm, das auf einer Wanderung metergenau per GPS aufzeichnet, wo man denn da lang gewandert ist. Wir haben das heute einmal auf unserer Runde durch den Minnekhada Regional Park, ein paar Autominuten von uns entfernt, ausprobiert. Zwar war des Wetter besch..., wir haben die Wanderung aber trotzdem sehr genossen.

Wieder zuhause hat Roland die GPS-Daten dann in Internet geladen, das Resultat kann man sich dann auf der everytrail.com website anschauen. Eine sehr schöne Idee, speziell wenn man in Gegenden ist, in denen man sich nicht auskennt. Ein kurzer Blick aufs iPhone, und die Wanderwege von anderen Wanderern werden aufgelistet mit Entfernungsangaben und Tipps.

Aber auch die Statistiken zu den eigenen Wanderungen sind interessant. So kann man sich beispielsweise auch ansehen, wieviele Höhenmeter man auf seinem Trip hinter sich gebracht hat. Wir glauben allerdings, dass sich bei der orangenen Geeschwindigkeitskurve ein Messfehler eingeschlichen haben musst, denn plötzlich zeigt die Kurve eine Geschwindigkeit von über 50km/h an. Wir sind uns sicher, zu keiner Zeit schneller als 35 km/h gelaufen zu sein.


Blick auf den High Knoll
Blick vom High Knoll
Statistik

Freitag, 30. März 2012

Der Himmel brennt...


...zum Glück nicht wirklich, aber es sah tatsächlich fast so aus als wir unseren allabendlichen Spaziergang rund um den Inlett gemacht haben. Unglaubliche Farben, unglaubliche Atmosphäre. Da bekommen wir einfach nie genug davon!

Sonntag, 25. März 2012

Zweistellige Plusgrade

Dieses Wochenende haben wir wirklich Glück. Von Freitag bis Sonntag gibt es blauen Himmel und Sonne satt.
Wir gönnen uns Lachs und Hamburger auf der Terrasse des Restaurants Mandalay (Stimmt, hier waren wir bereits letzte Woche schon einmal zum Test-Essen.)
Endlich hat auch die Kirschblüte eingesetzt.

Auch der Sonntag beginnt viel versprechend, und so machen wir uns auf eine mehrstündige Wanderung. Es wird richtig schön warm, welches nicht nur dem Wetter, sondern auch der Qualität des Wanderwegs zu zu schreiben ist.
Zur Entschädigung für so manche Kletterpartie werden wir dann mit solchen Ausblicken belohnt.
Das Wasser sieht so verlockend aus, dass man am liebsten die Füsse hinein tauchen möchte, aber es täuscht. Der Pazifik ist verdammt kalt.
Die Seeluft, vermischt mit dem Frühlingserwachen des Waldes ergibt einen berauschenden Duft-Cocktail. Schade, dass man so etwas nicht in Flaschen abfüllen kann...
Under wieder einmal sind wir den fast den ganzen Tag an der frischen Luft, zu Fuss, und das freiwillig. Na, wenn das so weiter geht mit unserem Naturfimmel...

Samstag, 24. März 2012

...und Mount Baker thront über allem!

Endlich ist er da, der Frühling, wenn auch nur für ein paar Tage. Wir haben natürlich direkt mal unsere Vespen entstaubt und uns auf eine erste längere Tour ins Hinterland von Vancouver begeben. Trotz des fantastischen Wetters wurde es zwischendurch doch noch empfindlich kühl, aber wir haben die Tour und das wunderbare Licht sehr genossen. Und im Hintergrund thronte Mount Baker, als sei er gerade mal dreissig Scooterminuten entfernt. Grandios!

Donnerstag, 22. März 2012

Ein paar Minuten Ruhm


Im vergangenen Jahr wurde Sonja gefragt, ob ihr Motorrad-Blog Eintrag "Auf der Suche nach Rambo" auf der Webseite der Stadt Hope veröffentlicht werden darf. Es durfte. Sicherlich kein literarisches Meisterwerk, aber wen interessiert das schon.

Vor ein paar Tagen wurde sie zur Abwechslung mal für ein Online-Motorrad-Magazin interviewed. Zum Nachlesen klick hier.

Andy Warhol hatte wohl Recht. So langsam bekommt man frau ihre "Fünfzehn Minuten Ruhm" zusammen.

Sonntag, 18. März 2012

Seeluft

Wieder einmal entfliehen wir dem Nieselregen, indem wir die knapp vierzig Kilometer zu unserem Lieblingsort am Wasser, dem Ortsteil Steveston unter die Räder nehmen. Die Roller bleiben bei Temperaturen um den Gefrierpunkt weiterhin in der Garage. Kaum nähern wir uns dem Wasser, strahlt uns auch schon Sonne und blauer Himmel entgegen.
Das Fischerei-Museum Britannia Heritage Shipyard ist leider heute geschlossen, aber bei dem prächtigen (wenn auch kühlen) Wetter, sind wir sowieso lieber an der frischen Luft.
Frische Luft macht bekanntlich hungrig, und so stehen wir vor der Entscheidung, entweder noch eine Stunde im Auto besagten Hunger zu schieben, oder eines der vielen ausgezeichneten Restaurants unsicher zu machen. Der Hunger siegt, wir entscheiden uns für das Mandalay, und werden nicht enttäuscht.

Samstag, 17. März 2012

Grenzgänger

Es ist Samstag morgen, und wir 'müssen' mal wieder über die Grenze. Eigentlich hatten wir mit den Rollern fahren wollen, aber das Wetter liefert uns nur ein Grad Celsius und Schneeregen, und so muss dann doch der Audi 'ran. Da wir nun mal unterwegs sind, fahren wir kurz in Lynden, WA vorbei, einem Örtchen, welches auf seine holländischen Wurzeln recht stolz ist und dieses im Stadtbild entsprechend fest hält.
Der Ort hat vor ein paar Jahren eine etwas peinliche Berühmtheit durch den kanadisch-amerikanischen Drogentunnel erlangt. Gauner meinten wohl, es wäre besonders smart, eine Canabis Pipeline unter dem Grenzgebiet her zu legen...
Der Hunger treibt uns weiter nach Bellingham, wo wir im Skylark mal wieder ein hervorragendes Frühstück serviert bekommen. Wir streifen noch ein wenig durch den Fairhaven Distrikt bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.

Sonntag, 11. März 2012

Auf der Suche nach dem Frühling


Steveston am Südende von Richmond ist etwa eine Fahrstunde von uns entfernt, aber immer wieder eine Reise wert, vor allem in der Nebensaison. In der Hoffnung, mal wieder ein paar Sonnenstrahlen ab zu bekommen, haben wir uns deshalb heute auf den Weg dorthin gemacht. Und wir hatten Glück! Nicht nur haben wir endlich die ersten echten Vorboten des Frühlings gefunden, sondern neben unseren seit Wochen verschollenen Schatten auch - wie immer wenn wir in Steveston sind - die besten Fish & Chips der Welt!


Sonja findet ihren Schatten



Steveston wird übrigens immer wieder für Film- und Fernsehaufnahmen benutzt, zuletzt als Setting für die Serie "Once Upon A Time" , die ab Herbst 2012 in Deutschland auf RTL laufen wird.

Samstag, 10. März 2012

Karl der Kojote isst kein Beef


Er würde sich zwar wirklich gerne mal ein Stück Rindfleisch gönnen und schaut dementsprechend immer wieder schmachtend in Richtung des Kalbs, das mit der Gruppe Kühe auf der Weide im Pitt River Gebiet grast. Sein Realitätssinn kommt jedoch schnell wieder durch, und so setzt Karl seine Suche nach Erdhörnchen oder sonstigen Nagetieren fort. Was man hier nicht alles zu sehen bekommt!

Wulff-ähnliche Zustände in Kanada


Zu unserer Überraschung (nicht wirklich... schliesslich handelt sich es um Politik) hat auch Kanada seine politischen Skandale. So gibt es zum Beispiel in Alberta ein Komitee mit 21 Mitgliedern des albertanischen Parlaments, wo jedes Mitglied monatlich 1,000 Dollar erhält, obwohl das Komitee seit 2008 nicht mehr getagt hat. Alberta's Premier Alison Redford war entsprechend entrüstet, als sie davon erfuhr und meinte, dass sei nun wirklich nicht die Art und Weise wie Albertaner ihre Politiker bezahlt wissen wollen. Peinlich nur, dass der Calgary Herald nur einen Tag später heraus fand, dass Redford selbst in diesem Komitee sitzt...

Ein Skandal von möglicherweise grösserer Tragweite ist jedoch der sogenannte Robocall-Skandal: während der letzten kanadischen Parlamentswahl erhielten mehrere tausend Wähler Anrufe, bei denen ihnen eine elektronischen Stimme die - falsche - Mitteilung gab, dass sich die Adresse des Wahllokals wegen Überlastung kurzfristig geändert hätte. Die Polizei fand schnell heraus, dass das Telefon, von dem die Anrufe ausgingen, einem 23-jährigen Mitglied der konservativen Partei gehört. Der will davon - genau wie Prime Minister Stephen Harper und der gesamte Rest der Konservativen - aber nichts gewusst haben. Die konservative Partei gibt bei diesem Skandal kein sehr gutes Bild ab, und Harper's Zustimmung bei der Bevölkerung steht momentan (Ende Februar) nur noch bei 31%. Es ist möglich, dass es in manchen Bezirken zu Neuwahlen kommen wird, die gegebenenfalls Einfluss auf die Regierungszusammensetzung haben könnten.

Montag, 5. März 2012

Auf den Spuren des Frühlings

Versteckte Anzeichen sind vorhanden, aber man muss schon genau hin schauen. Als wir im Regen (Kann das mal bitte aufhören, wir haben genug davon!) die Deichpfade in den Pitt Meadows entlang schlendern, entdecken wir ein paar zaghafte Pflänzchen. Doch bevor wir uns diesen näher widmen können, werden wir von diesem Vogelpaar abgelenkt.
Familie Weisskopfseeadler ist immer noch im Lande. Und wie jedes Mal sind wir baff und beobachten diese wundervollen Tiere mit grosser Ehrfurcht. Plötzlich war das Prasseln der Regentropfen auf unsere Kapuzen vergessen.
Eigentlich kann das schlechte Wetter dieser Landschaft auch nicht wirklich etwas anhaben. Die Meadows sind bei jedem Wetter toll, und mit der Sichtung von Wildlife noch viel schöner.

Sonntag, 4. März 2012

Impressionen aus unserer anderen Heimat

Deutschland 2012. Mit Blick ins Portemonnaie hatten wir uns für die Route Vancouver - Seattle - Amsterdam - Köln entschieden, die uns pro Nase 'nur' rund 800$ kosten, allerdings auch 22 Stunden dauern sollte. Entsprechend gerädert kamen wir auch in der kalten (!) Heimat an, aber wenigstens lag dort kein Schnee mehr.
Unsere Chauffeuse gabelte uns vom Flughafen auf und brachte uns ins 'Haus Ulli', unserem Domizil für die Zeit unseres Heimaturlaubs. Einen ganz besonderen Dank an dieser Stelle noch mal an B&U für ein weiches Bett, ein Mobiltelefon, einen vollen Kühlschrank und viele tolle Gespräche, und an die Besitzerin des Lexus für die Überlassung ihres Vehikels für 800km auf immer vollen und hektischen deutschen Strassen. Mann, haben es die Leute alle eilig hier!
 Müngstener Brücke
 Schloss Burg
 Burg
 Am Wipperkotten
Altenberger Dom

Die Tage vergingen wie im Fluge, und ein Termin jagte den nächsten. Brunch hier (Danke, Dani!), Kaffee und Kuchen dort und Abendessen wieder woanders. Ein Treffen mit der ganzen Familie, ein geselliger Abend mit alten Freunden, und lange Gespräche mit dem Ex-Boss. Wanderungen im Bergischen, ein Panne, ein Geburtstag, Grünkohl (Danke, Mom!) und Indisch-Italienische Fusion
Über Langeweile konnten wir uns nicht beklagen. Bei unserer Reiseplanung hatten wir leider den Karneval total verdrängt vergessen... welcher uns dann so manches Mal in die Quere kam: Umwege, geschlossene Geschäfte, jecke Leut in komischen Kostümen. Das haben wir nicht wirklich vermisst.
Begeistert haben wir die schier unendliche Auswahl an Käse und Backwaren genossen. Wir hatten fast vergessen verdrängt, wie günstig dort Lebensmittel sind. Ein ALDI Prospekt brachte uns glatt ins Schwärmen. Nicht vermisst haben wir die Benzinpreise, besonders als wir den Lexus für 100 EUR aufgetankt hatten.
 Fast 100EUR
Autsch!

Gewundert haben wir uns darüber, wie schmutzig alles war, Müll auf den Strassen und 'Tretminen' auf den Gehwegen. Erschreckt haben uns die Muffelgesichter auf unseren Spaziergängen. Obwohl das Wetter trocken und die Gegend nett war, wurde kaum gegrüsst oder sich wenigstens mal lächelnd in die Augen gesehen. Gefreut haben wir uns über die spontane Hilfe bei einem Ford Händler (Theis in Linnich), als sich bei unserem 'Leihwagen' eine Bodenabdeckplatte löste. Deutschland ist wohl doch nicht so eine Servicewüste.

Viel zu schnell war der 'Einsatz an der Heimatfront' auch wieder vorbei... Nach durchgemachter Nacht und 20 Stunden Rückflug kamen wir dann bei einem sonderbaren Mix aus strahlendem Sonnenschein und sehr lokalem Schneefall wieder in Vancouver an. Ade, Deutschland. Bis zum nächsten Mal.