Sonntag, 11. September 2011

Kitschig!


Und sowas müssen wir uns hier seit Wochen jeden Abend 'reinziehen... oft bei einem Glas Wein und Gegrilltem.


Life is good!

Freitag, 9. September 2011

...doch nicht besoffen!


Source: USGS

Erst dachte Roland, er wäre betrunken, weil plötzlich um ihn herum alles für ein paar Sekunden schwankte. Dann aber bekam er von Sonja per skype die Bestätigung, dass bei ihr im Büro auch alles gewackelt hat, denn vor der Küste von Vancouver Island hatte es ein Erdbeben der Stärke 6.7 (spaeter auf 6.4 korrigiert) gegeben. Passiert ist offensichtlich nichts, zumindest ist in den Stunden danach noch nicht von irgendwelchen Schäden berichtet worden. So ziemlich der einzige Effekt ist so weit, dass die Hunde, die hier in Suter Brook normalerweise ununterbrochen kläffen, sich seitdem ziemlich ruhig verhalten. Also alles bestens bei uns!

Sehr peinlich ist allerdings, dass seit dem Beben die website der kanadischen Behörde NRCAN, die für Erdbeben zuständig ist, wegen Überlastung nicht mehr erreichbar war. Das muss wohl schon beim japanischen Beben so gewesen sein. Wahrscheinlich denken die sich, wenn "The Big One" kommt, hat sowieso keiner mehr Verbindung zum Internet...


Daher haben wir uns (zwei Minuten nach dem Beben) direkt bei dem amerikanischen Pendant mit Informationen versorgt.

Sonja's patentierter Zahnbürsten-Seismograph hat übrigens nicht angeschlagen.

Donnerstag, 8. September 2011

Wir sind ja so uncool!


Quelle: Calgary Herald, Getty Images

Laut Calgary Herald hat eine weltweite Umfrage unter 30,000 Befragten die coolsten Länder der Welt herausgefunden, und diese Nachricht ist nun wirklich einer genaueren Betrachtung wert.

Die Definition von "cool" wurde - zumindest im Artikel - nicht weiter spezifiziert. Es scheint einzig und allein klar, dass es nicht um mittlere Jahreshöchsttemperaturen ging, aber was macht ein Land cool? Die Bevölkerung? Die Landschaft? Ein paar Superstars?

Also, zunächst einmal völlig überraschungsfrei befindet sich Deutschland ziemlich weit unten in der Liste, nämlich auf dem fünftletzten Platz. Da hat dann auch nicht die weltweit begeistert aufgenommene Herzlichkeit während der Fussball-WM 2006 geholfen. Möglicherweise hat das aber auch damit zu tun, dass Deutschland nicht gerade mit coolen Persönlichkeiten in Verbindung gebracht wird (Angela Merkel). Bezeichnend ist in jedem Fall, dass stellvertretend für deutsche Uncoolheit ein Foto von David Hasselhoff gezeigt wird (siehe oben), der zwar nun wirklich kein Deutscher ist, aber jede weitere Diskussion im Keim erstickt...

Was uns aber wirklich überraschte ist, dass Kanada noch uncooler abschneidet als Deutschland. Und das kann man ja nun so gar nicht stehen lassen: die Landschaften sind fantastisch, die Vancouverianer haben ihre eigene Stadt zertrümmert, bevor die Briten überhaupt an sowas gedacht haben, wir haben Michael J Fox, James Cameron und Steve Nash, und jeder liebt die Kanadier. Warum also uncool? Die Antwort kann nur heissen: Stephen Harper und Celine Dion...

Übrigens das Land, dass alle anderen an Uncoolheit übertrifft, ist Belgien. Das ist allein schon von daher erwähnenswert, dass statistisch gesehen kaum einer der 30,000 Befragten jemals einem Belgier begegnet sein kann. Wir haben lange Zeit in ganz Europa gearbeitet und Ferien gemacht, aber wir haben niemals einen Belgier getroffen! Allein dieser Umstand beweisst doch, dass Belgier eigentlich ziemlich cool sein müssen!

Das coolste Land der Erde ist laut dieser Umfrage die USA. Landschaftlich hat das sicherlich eine Berechtigung, aber was ist darüber hinaus cool an Amerika? Das Haushaltsloch? Die Einreisekontrollen? Chuck Norris?

Für uns stellt sich abschliessend natürlich die Frage, wie uncool wir als Deutsch-Kanadier sein müssen. Bildet man da den Mittelwert oder addiert man das auf?

Montag, 5. September 2011

Jazz auf dem Berg

Jazz on the Mountain, so heisst das Motto des neuen Open Air Jazz Festivals in Whistler, und als Fans dieses Genres wollten wir natürlich dabei sein, besonders, da Spyro Gyra, eine amerikanische Funk-Jazz Truppe, spielen sollte.Es ist das letzte lange Wochenende vor Schulbeginn und Ende des Sommers: Tag der Arbeit (an dem eben alles andere, nur nicht gearbeitet wird).So machten wir uns gestern morgen auf (Roland im Wagen, Sonja auf der Harley). Ein sauberes, preiswertes Zimmer hatten wir am Abend zuvor bereits im Hotel Aava gebucht, und konnten es - da bereits verfügbar - schon mittags beziehen.Nach dem 150km langen Ritt hatte Sonja Heisshunger... auf italienisches Essen, und Roland fand prompt ein Gourmet-Restaurant, das Il Caminetto, welches unsere Vorstellungen bei weitem übertreffen konnte. So genossen wir dann bei einer guten Flasche Weisswein den exzellenten Heilbutt und das butterzarte Kalbsfleisch a la parmigiana. Zum Nachtisch gab es dann unitalienisch Pistazien Creme Brulee. Es war köstlich!Etwas angeheitert ging danach es zurück zum Hotelzimmer... erstmal ein Mittagsschläfchen abhalten.Spyro Gyra war das Event des Abends, ein Ohrenschmaus der besonderen Kategorie. Die Band spielt seit 35 Jahren zusammen und hat in der Zeit über 30 Alben veröffentlicht! Bühne und Equipment waren erstklassig, die Akustik - trotz open air - fabelhaft. Ausserdem gab es endlich mal wieder keine bescheuerten Fotografierverbote, so dass sich Roland zeitweise direkt vor der Bühne aufhalten und die eine oder andere Nahaufnahme machen konnte. Wir waren begeistert.Am nächsten Morgen traten wir bereits gegen 8 Uhr morgens die Heimreise an, da mit hohem Rückreiseverkehrsaufkommen (manchmal vermissen wir diese zusammen gesetzten Substantiv-Ketten richtig!) gerechnet werden musste.Aber feiertags um diese Zeit waren die Strassen schön leer, und wir konnten die Fahrt entsprechend geniessen.

Samstag, 3. September 2011

Ein Hoch auf Obst aus BC!


Schmecken so gut wie sie aussehen, die Nektarinen aus British Columbia! Nach Jahren des fast geschmacklosen Obsts in Calgary geniessen wir hier jede Frucht, die uns unter die Finger kommt...

Am Sasamat Lake

Neben dem schon mehrfach erwähnten Buntzen Lake haben wir noch einen weiteren See quasi vor der Haustür, den Sasamat Lake. Da dieser als einer der wärmsten Seen des Lower Mainlands gilt, ist er an Sommerwochenende von Familien und Ausflüglenr bevölkert. Wer will, kann auch nach Forellen angeln. 

Wir haben uns stattdessen auf die 3.5 km kurze Fusstour um den See herum aufgemacht. Da der Weg fast ausschliesslich durch schattigen Wald führt (mit Ausnahme eines Betonstegs am Südufer), ist die Strecke gerade an heissen Sommertagen sehr zu empfehlen. Ausserdem gibt's - das ist wirklich sehr ungewöhnlich in Kanada - ein Büdchen, wo man notfalls Hunger und Durst stillen kann!