Sonntag, 27. Februar 2011

Muss das sein?


Dicke Schneeflocken haben die Westküste unter einer weissen Decke begraben.

Bei milden Temperaturen um den Gefrierpunkt ist Frische-Luft-Schnappen angesagt.

Der Boardwalk war ziemlich glatt, aber da gerade Ebbe war, wäre man bei einem Ausrutscher nur in Schnee und Watt gefallen.

Enten und Gänse haben bei diesem Wetter keinen Bock auf Ausflüge.

Die Bäume brechen fast unter der Schneelast zusammen.

Es wird wohl noch ein paar Wochen dauern, bis diese Bank wieder ihrem natürlichen Zweck nachkommen kann.

Die Palmen finden das ganze Wetter überhaupt nicht lustig.

Der Geselle dort im Hintergrund lächelt hingegen (noch).

Es ist wunderbar still am Inlet. Alles wirkt wie in Watte verpackt.
 
Ein Pärchen Common Goldeneyes, welches in Port Moody überwintert.


Dieser Teil von Kanada bleibt zwar oft vom Schnee verschont, aber diesen Winter haben wir unseren Teil abgekommen. Ein Grund mehr, sich auf den baldigen Frühling zu freuen. Wenigstens werden ja die Tage schon wieder länger.

Dienstag, 22. Februar 2011

Nun ist es offiziell!


Unsere Einwanderung ist hiermit endgültig abgeschlossen. Nun sehen wir gespannt neuen Abenteuern entgegen.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Wir sind Kanadier!

Vor fast sechs Jahren sind wir als Permanent Residents und German Expats nach Kanada eingewandert. Und seit heute dürfen wir uns kanadische Staatsbürger nennen.


Hier nahm alles seinen Anfang: Vor dem Service Canada Gebäude in Calgary.

Vor einer Woche (Roland weilte gerade mal wieder in Vancouver) bekamen wir Post vom Government, mit der Einladung, uns in Calgary zum Einbürgerungstest einzufinden.


Wir stimmen uns auf die Hymne ein.

Nur eine Woche Vorbereitung auf hunderte von möglichen Testfragen, und das inmitten einer stressigen Arbeitswoche! Also wurde tagsüber gearbeitet, und nachts gepaukt. Wir fühlten uns in unser Studentenleben zurück versetzt und haben mehrfach das Gefühl gehabt: wir werden einfach zu alt für diesen Mist...

Für Roland ging es Montag morgen bereits nach Calgary zurück, während Sonja einen 500$ Flug für Mittwoch buchen musste (ARGH!).

Ja, wir geben zu, wir waren ein wenig aufgeregt. Vor der Zulassung zur Prüfung wurden noch einmal sämtliche Papiere (von Immigrationsdokumenten bis zu abgelaufenen Reisepässen!) und die Identität überprüft.
Danach erhielten wir einen Zettel, auf dem später die Antworten auf 20 Multiple Choice Fragen zur kanadischen Politik, dem Wahlsystem, dem Rechtssystem, der Geschichte und der Kultur markiert werden mussten. Eine halbe Stunde hatten wir Zeit, nach zehn Minuten und doppelter Kontrolle der Antworten, wir konnten es selbst kaum glauben, waren wir fertig.


Alle warten auf den wichtigsten Moment des Tages.

Die erfolgreichen Kandidaten des heutigen Tages wurden bereits für den gleichen Nachmittag zur Einbürgerungszeremonie eingeladen, und dazu gehörten eben auch wir.

Nach der Mittagspause fanden wir uns also im Zeremoniensaal des Harry Hays Gebäudes ein. Neben den neuen Kanadiern waren auch etliche Familienmitglieder und Freunde eingeladen, diesem Ritual beizuwohnen.


Die Richterin, ihr Beisitz und die Mountie nehmen ihre Positionen ein.


Es geht los!

Insgesamt wurden 106 Personen aus 45 Ländern eingebürgert. Das ist Kanada!
Der Richter war eine asiatische Dame, der Beisitz eine Frau aus dem Nahen Osten, und der Mountie eine blonde Amazone. Auch das ist Kanada!
Die Rede der Richterin war ergreifend, besonders da sie heute selbst ein Familienmitglied vereidigen konnte. Es war sehr feierlich, viele Leute hatten sogar Tränen in den Augen.


Oh Canada!

Wir haben Königin Elisabeth II unsere Treue in französischer und englischer Sprache geschworen (das ist nun mal Teil dieser Angelegenheit), und dann wurden uns feierlich die Einbürgerungszertifikate überreicht. Am Schluss wurde dann die kanadische Nationalhymne eingespielt, bei der wir (sichtlich stolz auf unsere neue Staatsbürgerschaft) tatsächlich mit gesungen haben.


Hier posieren wir mit Richterin Joan May Way.

Sichtlich erschöpft und überwältigt von den Ereignissen der letzten Tage haben wir mit Thomas und Jane zu Hause erst einmal eine Flasche Schampus geköpft, und sind dann anschliessend noch ins Moxie's, um dort (ganz kanadisch) Meatballs und Spareribs zu vernichten.

Wir sind ein bisschen stolz auf uns, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Danke, Kanada! Und ein besonderes Danke gilt auch unserem Heimatland, welches uns (wie dem Papst) das Privileg der doppelten Staatsbürgerschaft gewährt hat.

WE. ARE. CANADIAN! Life is good!

Für alle, die dieses noch vor sich haben: die Webseiten, die uns bei der Prüfungsvorbereitung geholfen haben:

http://www.v-soul.com/
und
http://www.apnatoronto.com/canadian-citizenship-quiz.html