Samstag, 30. Oktober 2010

Die höheren Weihen des Wanderns

Wenn im Wander-Ratgeber fuer 7 km, ca. 4 Stunden Zeit empfohlen werden, muss das wohl seinen Grund haben. Das erfahren, oder besser erlaufen wir heute auf dem Brothers Creek Loop. Mit 350m Höhenunterschied auf wechselndem Terrain wird dieser Wanderweg der mittelschweren Kategorie zugeordnet. Mit Sonja's Kollegen Vijay und Brent machen wir uns also an den Anstieg.

Das ist einer der besseren Teilabschnitte.

Oft liegen Hindernisse im Weg, die bewältigt werden wollen.

Den Baumriesen hat es erst kürzlich umgehauen.

Meist sieht der Trail wie ein ausgetrocknetes Bachbett aus. Hier posieren Vijay, Deuce(der Labrador), Brent und Sonja.

Das Allgemeinwissen lies die Herren beim Anblick dieses Pilzes zwar im Stich, allerdings wusste Vijay, dass es sich bei dieser Sorte um die Lieblingsspeise der SuperMario Brothers handelt, und Roland und Brent meinten einstimmig, dass dort die Schlümpfe wohnen würden. Gesehen haben wir aber weder die einen, noch die anderen.

Einer der wenigen Streckenabschnitte, die gerade verlaufen, ansonsten geht es entweder steil bergauf oder bergab.

Aber wir werden immer wieder mit phantastischen Ausblicken überrascht. Letztendlich brauchen wir weniger als zweieinhalb Stunden, und belohnen uns anschliessend für diese Leistung bei Bier und Bison Burgern im Village Tap House.

Samstag, 23. Oktober 2010

Ein Marsch im Marschland


Im Grant Narrows Provincial Park ist der Herbst schon in vollem Gange. Es ist ziemlich windig, aber das hält uns nicht von einer kleinen Wanderung in der Marsch ab.

Noch ist uns das Wetter gewogen, aber die Wolken sehen immer bedrohlicher aus.

Der Weg führt auf schmalen Deichen entlang, die links und rechts steil abfallen. Es ist matschig und rutschig. Ein falscher Schritt, und wir landen im Brackwasser.

Bis auf den Wind in den Bäumen ist es wunderbar still.

Sämtlicher Grossstadtlärm scheint hier ausgeblendet zu werden, obwohl der Park gerade mal 30 km von uns entfernt ist.

Am Aussichtsturm drehen wir um, und kommen gerade noch rechtzeitig vor dem Regenguss wieder am Wagen an.

Während in Calgary die Bäume schon wieder kahl sind, tragen sie hier an der Westküste noch (wenn auch buntes) Laub. Auch sind die Temperaturen mit 13 bis 15 Grad noch mehr als angenehm.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Giganten des Waldes


Zum Pflichtprogramm gehört der Besuch der Regenwald-Giganten in Cathedral Cove. Zwei beschilderte Rundwege erklären die Baumarten, ihr Alter und ihre Geschichte. Im Durchschnitt sind diese Tannen 800 Jahre alt, und man könnte meinen, nichts kann diese Riesen umhauen. Dennoch wurde ein Teil des Waldes bei einem Orkan umgeblasen, und so liegen nun leider viele dieser 70 bis 80 m langen Baumstämme am Boden.

Mit der Kamera kann man die Grösse der Bäume kaum erfassen.

Im Cameron Lake spiegeln sich die Herbstfarben.

Roland vor der Wurzel einer Douglas Tanne.

Wir nehmen die Nachmittagsfähre in Departure Bay um 15 Uhr. Wieder einmal ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen, und so verbringen wir die Überfahrt an Deck.

Wir nähern uns wieder dem Festland. Im Hintergrund ist bereits die Sunshine Coast zu sehen.

Auch der Rückreisetag birgt noch einen letzten Höhepunkt. Kurz vor unserer Einfahrt in die Horseshoe Bay können wir eine Gruppe Delfine beobachten. Leider sind wir nicht nahe genug für einen gelungenen Schuss aus der Kamera, aber wir können den Anblick der eleganten Tiere, wie sie pfeilschnell durch das Wasser ziehen und gelegentlich einen Weitsprungwettbewerb veranstalten, auch so geniessen.

Für Roland heisst es nun, Abschied nehmen von der Westküste bis zum nächsten Wochenende...

Samstag, 16. Oktober 2010

Symphonie in Blau und Gruen

Wir koennen unser Glueck kaum fassen, schon wieder scheint die Sonne, dabei war heute wechselhaftes Wetter angesagt. Heute ist es zudem windstill und mit 14 Grad angenehm warm. Also wieder 'rein in die Wanderschuhe, und auf den Wild Pacific Trail, durch dichte Waelder und an schroffen Klippen vorbei. Ein weiterer Wanderweg bringt uns dann spaeter am Tag auf einen alten Transportweg zwischen Ucluelet und Tofino.

Hier wird die Wanderung zur feuchten Angelegenheit. Ueberall tropft es von oben, obwohl die Sonne scheint.

Vor hundert Jahren ist hier ein Schiff bei schlechtem Wetter in Seenot geraten, und mit Mann und Maus untergegangen.

Bei normalerweise steifer Brise ist es fuer die Vegetation unmoeglich gerade zu wachsen. Eigentlich wundert man sich, dass hier ueberhaupt etwas waechst.

Mittagspause am Kennedy Lake. Wir lassen uns von der Herbstsonne waermen, waehrend wir gemuetlich unseren mitgebrachten Kaffee und Tee schluerfen.

Auf unserem zweiten Wander-Trip geht es 170 Stufen (wir haben gezaehlt) hinab zum Strand (die wir natuerlich auch wieder hinauf muessen...).

Hier bekommen wir einen Eindruck von der echten Wild Coast. Ausser uns und ein paar Seevoegeln ist hier niemand. Und gerade jetzt erinnern wir uns natuerlich an die Warnungen vor Woelfen und Cougars.

Ein Abenteuerspielplatz fuer klein und gross. Morgen reisen wir ab, Roland muss mal wieder nach Calgary, und Sonja wieder an ihre Arbeit. Wir werden die wilde Westkueste jedenfalls vermissen.

Freitag, 15. Oktober 2010

Draussen

Wir werden von strahlendem Sonnenschein geweckt. Der stahlblaue Himmel steht mal wieder in krassem Gegensatz zur Wettervorhersage, die uns Regen bescheren wollte. Nach ausgiebigem Fruehstueck machen wir uns wieder auf zum Strandlauf, und machen das oertliche Moor und den Regenwald unsicher. Das gute Wetter bleibt uns erhalten, und so bleiben wir den ganzen Tag an der frischen Seeluft und geniessen einen weiteren spektakulaeren Sonnenuntergang. Was will man mehr?























Donnerstag, 14. Oktober 2010

'Zwangsurlaub' am Pazifik

Sonja war (wie ihre anderen Kollegen auch) von ihrem Chef angewiesen worden, Urlaub zu nehmen, da die Auftragslage ruhig war, und alle noch so viele Urlaubstage uebrig hatten. Kurz entschlossen nahm sich der Gatte ebenfalls frei und organisierte mal eben fuer den Fischkopp in der Familie ein langes Wochenende in Ucluelet auf Vancouver Island.

Herrlich, wenn der Urlaub fast vor der Haustuer beginnt: Eine 45 min Autofahrt auf dem HWY 1 bringt uns zur Faehre. Von der Horseshoe Bay geht es nach Nanaimo, und dann noch einmal 200 km quer durch fantastische Landschaften and das Westende von Kanada.

Zimmer mit Aussicht

Obwohl Regenwetter angesagt war, klart das Wetter am fruehen Nachmittag (prompt bei unserer Ankunft) auf. Wir checken ein im Waters Edge Resort, wo wir ein kleines Apartment mit Kueche gemietet haben, und begeben uns dann ohne weitere Umwege direkt zum Strand, machen einen Rundgang in Tofino und geniessen dann am Leuchtturm in Ucluelet einen fantastischen Sonnenuntergang.


Am Ende des Regenbogens... Tofino

Eine steife Brise weht uns am Long Beach um die Nase.

Aber solange noch Surfer unterwegs sind, kann es ja nicht sooo kalt sein.

Unser Resort liegt auf der anderen Seite des Hafens auf einer kleinen Halbinsel.

Die wilde Westkueste

Am Wild Pacific Trail

Wir wandern ein Stueck den Weg entlang...

...und werden mit solch einem Ausblick belohnt.

So sieht sie aus, die unbezaehmbare Westkueste.

Ein Beweisfoto.

Reflexionen am Hafen in Ucluelet.

Wieder mal geht ein traumhafter Tag zu Ende.