Sonntag, 29. August 2010

Im verwunschenen Wald

Ein kürzlich erstandener Wanderreiseführer hatte einen "Geheimtipp" im Angebot, nämlich eine als "leicht" ausgewiesene Tour zu den Cypress Falls in West Vancouver. Wir müssen zugeben, dass wir - als Anfänger - die Tour in keinster Weise als einfach empfanden, denn zum einen ging es einige hundert Höhenmeter über Steine, Wurzeln und Baumstämme hinauf über kaum als solche auszumachende Wege, und zum anderen war die Wegbeschreibung kanadisch genug, dass wir uns komplett verlaufen haben. Glücklicherweise gab es genügend hilfreiche Umstände (Rauschen der Fälle; bergab immer gut um zum Auto zu finden; Zivilisation nie weiter als 500 m weg; ach, und natürlich GPS auf dem Blackberry), dass wir niemals Gefahr liefen, in Panik zu geraten. Belohnt wurden wir mit einem wunderbaren verwunschenen Wald mit einigen schönen Wasserfällen und der Möglichkeit, unsere Füsse zu kühlen.

Danach gab es noch einen kleinen Abstecher zur Horseshoe Bay (wo die Fährschiffe nach Vancouver Island ablegen) und zur Belohnung nach den Strapazen des Tages Fish and Chips bei Pajo's in Port Moody.

Samstag, 28. August 2010

Ich bin nicht dick!

Höchstens ein bisschen beleibt!

Dies ist ein XXXXXL-TShirt vom Harley Davidson Store. Da muss Roland noch ein bisschen dran arbeiten, um da rein zu passen...

Freitag, 27. August 2010

Lockruf für die Mütter

Heute möchten wir einmal die Gelegenheit ergreifen, unsere Mütter dazu zu bringen, uns noch einmal in Kanada besuchen zu kommen. Ein typisches Tagesprogramm in Port Moody könnte wie folgt aussehen:

Wir spazieren (noch bei Ebbe) am Burrard Inlet entlang und erfreuen uns an den Blumen und den Palmen im Rocky Point Park:

Danach müssen wir uns dann entscheiden, ob wir im Boathouse guten Fisch essen wollen oder ob uns eher nach Pizza in der Heritage House Pizza Company ist:

Entsprechend gestärkt können wir jetzt (bei Flut) die Schönheit des Inlets vom Steg aus geniessen, ehe wir auf dem Spaziergang nach Hause noch den ortsansässigen Reiher besuchen:

Klingt doch gut, oder? Also, wann kommt Ihr?

Samstag, 21. August 2010

Auf Rambo's Spuren

Heute begaben wir uns in das ca. zwei Stunden entfernte Hope. Berühmtheit erlangte der sonst verschlafene Ort dadurch, dass dort vor fast 30 Jahren der erste (und beste) Rambo Film - First Blood - gedreht wurde.


Wir hatten Lunch im Blue Moose Cafe auf der Wallace Street, auf der einige der Action-Szenen gefilmt wurden. Auch fuhren wir über die Brücke, auf der Rambo vom Sheriff 'ausgesetzt' wurde. Leider wird die Strasse derzeit komplett überholt, und diese Film-Ikone wird wohl für immer aus der Landschaft verschwinden.

Schade drum... viele Touristen kommen auch heute noch nach Hope, gerade weil es sich um den ehemaligen Drehort von Rambo handelt.


Über besagte Brücke geht es nicht etwa, wie im Film, nach Portland, sondern zum Coquihalla CanyonKenner werden sich an Rambo's Sprung in den Canyon und den Fall eines Polizisten aus dem Hubschrauber erinnern. Diese Szenen wurden hier gedreht.

Die Stuntmen hatten damals keinen leichten Job.


Tatsächlich befinden sich im Canyon die Othello Tunnels, fünf ehemalige Eisenbahntunnel, die Anfang des vergangenen Jahrhunderts per Handarbeit und Schwarzpulver in den Granit getrieben wurden. Eine Meisterleistung der Ingenieurskunst.

In den 80er Jahren wurde die seit den 60ern stillgelegte Trasse als Wanderweg erschlossen.


Man kann sich gut vorstellen, dass nicht nur Wetter und Steinschlag, sondern auch wie hier, umgestürzte Bäume den Eisenbahnverkehr immer wieder zum Erliegen gebracht haben.


Gestern noch Eisenbahn, heute Teil des Transcanada-Trails, wir finden, eine gelungene Transformation.



Ausführliche Informationen zu den damaligen Drehorten zum Film gibt es übrigens auf diesem fantastischen Blog von Herve Attia.

Samstag, 14. August 2010

Der Mann und das Meer

Der Gatte hatte heute Lust auf Strand, daher sind wir kurzerhand zu Vancouver's Stadtstrand in Kitsilano gefahren, nach Jericho Beach. Mit 1$ pro Stunde oder 6$ Parkgebühren für den ganzen Tag kommt man im Vergleich zu anderen Orten in der Stadt wirklich preiswert davon.

Der weisse Sand sorgt für entsprechende Südsee-Atmosphäre, und eine leichte Brise macht die angesagten 34 Grad einigermassen erträglich.

Bei den Surf- und Segelschulen kann man sowohl seinen Segelschein machen, als auch entsprechendes Equipment ausleihen.

Vor der Kulisse von Downtown windsurfen... warum auch nicht.

Der Hunger und das mediterrane Flair treibt uns schliesslich zu einem Restaurant in Point Grey, welches zu unseren Gelüsten nach mediterraner Küche passt, das Provence. Hier vernichteten wir mit Prosciutto und Schafskäse belegte Panini und Crepes, gefüllt mit Hähnchenfleisch und Pilzen. Yummy!

Freitag, 13. August 2010

Kleiner Grenzverkehr


1846 wurde in der sog. Oregon Treaty die Grenze zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich auf den 49. Breitengrad festgelegt. Überbleibsel dieser Regelung ist heute noch Point Roberts, ein Landzipfel, rund 40km südlich von Vancouver gelegen, der nur über Kanada oder über das Wasser zu erreichen ist.

Es herrscht durchaus Grenzverkehr, und Grund dafür ist (neben billigem Tanken) nicht etwa die Kuriosität des Ortes oder touristische Attraktionen, sondern pure Logistik. Hierher lassen sich Kanadier schicken, was sie nicht im eigenen Lande, oder weitaus preiswerter bei den Nachbarn im Süden besorgen können. Wir waren für den Tipp der Einheimischen mehr als dankbar, haben wir doch beim Einkauf von Sonja's neuer Kamera (einer Panasonic Lumix DMC-ZS7) 140$ gespart, und nicht nur das, aufgrund des relativ geringen Einkaufswertes wurde uns beim Zoll sogar die GST erlassen.
Geliefert wurde das Paket an TSB Shipping. Man registriert sich online als Empfänger, und lässt die Ware hierhin schicken. Die Warenannahme und Lagerung bis zur Abholung hat gerade mal 3 US$ gekostet. Nun denkt Roland schon fleissig darüber nach, was er noch alles in den USA bestellen 'muss'.

Da wir schon einmal hier waren, drehten wir auch noch eine kleine Runde und machten im Lighthouse Marine Park halt, einen Leuchtturm haben wir jedoch nicht gefunden, sieht man mal von dem kleinen Ding auf dem Eingangsschild ab.

Die Brise, das Meer, ein leichter Geruch von Holzfeuer in der Luft, das Reetgras und die Architektur der Holzhäuser erinnerten uns stark an Dänemark.

Die Strände waren fast leer und wurden nur von den wenigen Einheimischen genutzt. Sicherlich ein Geheimtipp, sollte man gerade seinen Reisepass dabei haben. Im Hintergrund ist Mount Baker zu sehen.

Boundary Bay zeigt sich wieder von seiner besten Seite, "Watt" will man "Meer"...

Sonntag, 1. August 2010

Mal wieder bei den Dinosauriern


Sonja war auf Geschäftsreise in Calgary, und da sowieso gerade mal wieder langes Wochenende ist, haben wir das schöne Wetter für einen (letzten?!) Ausflug in den Dinosaur Provincial Park genutzt. Die Anreise war genauso langweilig wie immer (Felder, flach, keine Kurven), aber wie jedesmal waren wir wieder beeindruckt, wie plötzlich sich die Erde auftut und diese grossartige Landschaft zum Vorschein kommt. Der Dinosaur PP ist zweifellos einer der schönsten Orte Albertas und sollte eigentlich auf keinem Reiseplan deutscher Touristen fehlen!