Montag, 31. Mai 2010

Sturmjagd am Pitt River


Eine schwarze Wand...

Noch ist alles friedlich...

Es ist totenstill, sogar die Mücken haben sich verzogen...

Der Sturm zieht auf...

Es geht los...

Eine Wasserwand...

Hier kann es leicht zu Überflutungen kommen, es ist Zeit, umzudrehen.

Montag, 24. Mai 2010

Fish 'n' Chips in Steveston


Heute haben wir das gute Wetter ausgenutzt und uns auf eine Zeitreise in die Fischerei-Vergangenheit des Vancouver Lower Mainlandes begeben. Zunächst ging es nach Finn Slough, einer alten Fischersiedlung und danach zum Britannia Heritage Shipyard, einer ehemaligen Fischkonservenfabrik, die heute ein Museumsdorf ist. 




Seeluft macht hungrig, also was gibt es Passenderes, als eine Portion von Pajo's Fisch und Pommes auf dem Steg in Steveston zu vernichten? 



Nach dieser Stärkung drehen wir noch eine Runde im Garry Point Park und geniessen die Aussicht auf den Fraser River und die Inselwelt.

Eine rumänische Bäckerei lockt mit 'bread tasting'. Klar, das wir uns zur Feier des Tages ein (nicht ganz billiges) Steinofenbrot eingepackt haben.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Golden Ears Provincial Park


Obwohl einer der grössten Provincial Parks in BC, ist der Golden Ears Provincial Park dem 08/15 Touristen relativ unbekannt. Jedenfalls haben wir bisher noch nichts von diesem Park mitbekommen, bis uns letzten Montag Abend eine kleine Spritztour in selbigen geführt hat.


Am Alouette Lake legten wir noch einen kleinen Stop ein. Von hier werden wir sicherlich noch häufiger berichten. Es gibt Waldwanderwege, Lehrpfade, Wasserfälle, Bootsverleih und viele andere Freizeitmöglichkeiten, die wir noch erkunden wollen.

Samstag, 15. Mai 2010

Sonja reitet wieder


Samstag um 10 Uhr holt Sonja ihre neue (gebrauchte) Maschine vom Motorradhändler ab: Eine zitronengelbe BMW F650GS von 2004, mit 22,500km auf der Uhr. Moralisch unterstützt wird sie dabei von Roland und Zweiradkumpel Bob.

Nach kurzer technischer Einweisung stürzen sich Sonja und Bob dann in den Vancouver Verkehr.


Mit einer kleinen Fähre geht es nach Barnston Island, eine Insel im Fraser River.

Danach geht es mit gleicher Fähre zurück auf das Festland. In Fort Langley, dem Geburtsort von British Columbia, legen wir eine Mittagspause bei Sandwiches und Yam Fries ein.


Und weiter geht es auf Nebenstrassen durch Vancouver's Lower Mainland zum Wattenmeer und Vogelparadies Boundary Bay.


Knapp 200km und 9 Stunden später triff Sonja glücklich und erschöpft vom ereignisreichen Tag wieder zu Hause ein.

Pleiten, Pech und Pannen, Teil 2

Und hier Teil zwei der Pannenwoche...

2. Der verfrühte R
ückflug
Roland's Training ging schneller als erwartet und war schon am Donnerstag beendet statt am Freitag. Roland hatte seine Reise über expedia gebucht, mit einem Rückflug via Denver für Samstag und einer Flughafenhotelübernachtung von Freitag auf Samstag in Dallas. Sollte ja möglich sein, das umzubuchen! Als Fluggesellschaft für den Rückflug war Air Canada angegeben, aber ein Anruf dort (mit 10 Minuten Wartezeit) ergab, dass American Airlines (mit denen Roland gekommen war) für alle Änderungen verantwortlich wäre, aber am besten würde er expedia anrufen. Gesagt, getan. Der Herr bei expedia benötigte gefühlte 30 Minuten an seinem Computersystem, um Roland dann mit zu teilen, dass er ihm wegen der unglücklichen Zusammensetzung der Flüge (neben Air Canada und American war auch noch United involviert) überhaupt nicht helfen könnte. Keine Änderung, keine Stornierung...

Roland rief also seinen Chef an und schilderte ihm die Situation. Chef zögerte keine Sekunde und wies Roland an, einen neuen Flug am Freitag zu buchen. Nach kurzer Recherche fand sich auch ein einigermassen bezahlbarer Flug von Dallas über Seattle nach Vancouver, Abflug 12.45, Ankunft 17.30.

Roland rief also beim Flughafenhotel an, um die Übernachtung vorzuziehen, bekam aber wieder einmal die mittlerweile schon bekannte Hilfsbereitschaft zu spüren: "Ich kann Ihnen nicht helfen, das müssen Sie mit expedia ausmachen". Toll, also auf der Reservierung nach der Reservierungsnummer geschaut, nur um folgende dick und fett gedruckte Zeilen zu sehen: "Diese Reservierung kann weder storniert noch geändert werden".

Roland entschloss sich also, im Trainingshotel zu bleiben und von dort aus am frühen Freitag Morgen zum Flughafen zu fahren (3 Stunden Strecke). Aus bislang unbekannten Gründen funktionierte die Fahrt reibungslos, sodass er um 9.30 am Flughafen und um 10.00 Uhr durch alle Sicherheitschecks durch war.

Boarding war um 12.15, da war also noch Zeit für ein Frühstück. Roland nahm sogar noch wahr, dass ein paar Regentropfen gegen die Scheiben rieselten, dachte sich aber nichts dabei. Er fand sich nach dem Frühstück also wieder am Gate ein, wo wir pünktlich um 12.15 Uhr erfuhren, dass unser Flug gecancelt wurde. Tatsächlich war der gesamte Flughafen für knapp eine Stunde von einem heftigen Gewitter komplett lahm gelegt. Dutzende hereinkommende und ausfliegende Flüge wurden gecancelt, tausende von Reisenden mussten sich neue Verbindungen suchen.

Roland gehörte nach ausgiebigem Schlangestehen zu den Glücklichen, die einen Direktflug nach Vancouver ergattern konnten (der eigentlich das doppelte von Rolands ursprünglichen Flug gekostet haette). Abflug 17.00 Uhr. Es galt also, fast 5 Stunden totzuschlagen, was vorzugsweise mit Hilfe von Rolands ipod geschah. Roland hatte seine Bordkarte schon und war darüber sehr glücklich, denn in den nächsten Stunden wuchs die Warteliste für den Flug auf 37 Passagiere an! Natürlich hatte der neue Flug ebenfalls Verspätung, und zwischendurch wurde unser Gate von D18 auf D28 geändert (Völkerwanderung), um 10 Minuten später wieder auf D20 geändert zu werden (Völkerwanderung zurück, zum Gate gleich neben D18).

Roland lernte ein freundliches älteres Ehepaar aus Whiterock kennen, das in der Warteliste irgendwo auf paarundzwanzig rangierte. Da er ja immer noch ein Hotelzimmer hatte, hat er dem Paar seine Informationen gegeben, damit sie statt seiner das Zimmer nutzen könnten. Ob das tatsächlich geklappt hat, steht allerdings in den Sternen...

Um 19.45 Uhr ging es dann endlich ans Boarding, um 20.15 Uhr war der Flieger auf der Rollbahn und um 22.00 Uhr Pacific Time landete er in Vancouver. Müssig zu sagen, dass Rolands Tasche
nicht an Bord war. Diese Schicksal teilte er mit einigen anderen Passagieren, also stand noch einmal Schlangestehen an, um die nötigen Informationen abzugeben. Dann endlich raus (23.00 Uhr) und mit Sonja nach hause (24.00 Uhr).

Die gesamte Reise hat also von der Abfahrt vom Hotel bis Ankunft zuhause 20 Stunden gedauert. So macht Reisen Spass! Immerhin kam die Tasche heute mittag an, und ausserdem erwiesen sich die Mitarbeiter von American Airlines als ausserordentlich freundlich und hilfsbereit. Trotzdem ist Roland froh, auf absehbare Zeit nicht mehr in die USA fliegen zu müssen...

Pleiten, Pech und Pannen, Teil 1

Hinter uns liegt eine Woche, in der so gut wir gar nichts funktionierte... Hier eine Zusammenfassung der ersten von zwei der Pannenserien während Rolands Reise zu seinem vierten Six Sigma Training in Longview, TX:

1. Die vergessenen Medikamente
Vor lauter Aufregung hatte Roland beim Einpacken seine letztendlich lebenswichtigen Medikamente vergessen. Ihm fiel beim Landeanflug auf Dallas ein, dass die Sachen noch auf dem Waschtisch im Badezimmer lagen. Also flugs Sonja angerufen, damit sie die Pillen "overnight" nach Longview, Texas schickt.

Am nächsten Morgen ging Sonja also zu ups, um dort zu erfahren, dass Medikamente nur dann in die USA geschickt werden können, wenn eine Kopie des Reisepasses und eine Kopie des Rezeptes beigelegt sind. Glücklicherweise hatten wir tatsächlich eine Kopie des Reisepasses zuhause, und für das Rezept hat sie unsere Apotheke in Calgary um eine Faxkopie gebeten. Das Paket mit 10(!) Tabletten ging also für einen Preis von 70 Dollar auf den Weg, aber ups konnte nicht garantieren, dass der US-Zoll die Sendung auch passieren lassen wuerde.

Mit dem ausgezeichneten ups-Trackingsystem konnten wir jederzeit verfolgen, wo das Päckchen war, und um 2 Uhr am nächsten Morgen befand es sich bereits in Louisville, Kentucky. Nun kam jedoch der Zoll ins Spiel, und damit war jedes Tempo raus. Nun hiess es nur noch warten auf dies, warten auf das, warten auf... whatever!

Roland wurde nun langsam ziemlich nervös und entschied sich, zu Plan B zu greifen, nämlich ebenfalls mit einer Faxkopie des Rezeptes bewaffnet einen Arzt zu finden, der ihm ein amerikanisches Rezept für ein paar Pillen ausschreibt. Beispiel einer Unterhaltung mit der Sprechstunde: "Bin aus Kanada, nur hier für eine Woche, Medikamente vergessen, dringend, habe kanadische Rezeptkopie, können Sie helfen?" - "Sind Sie denn Patient bei uns?" - "Nein, Kanada, eine Woche hier, wie soll ich da Patient sein?" - "Da können wir nicht helfen, wenn Sie kein Patient sind." - "Also, Sie würden mich eher sterben lassen, als mir zu helfen?" - "Tut mir leid!"
Nach ungefähr sechs vergleichbaren Gesprächen (allerdings meist mit hilfsbereiteren Sprechstunden) gab Roland auf und entschloss sich zum Rückflug, falls das Paket bis zum nächsten Tag nicht da wäre.

Und tatsächlich, am nächsten Morgen zeigte der ups-Tracker Bewegung an! Das Paket war mittlerweile im 100 km entfernten Shreveport gelandet. Kurze Zeit später war es schon in Longview und auf dem Auslieferfahrzeug. Die Rezeption war informiert, Roland sofort aus seinem Training zu holen, da konnte ja nichts mehr schief gehen. Roland checkte regelmässig den Tracking-Status auf seinem Laptop und... plötzlich erschien die Meldung "Anlieferung versucht; konnte die Bezahlung nicht eintreiben, wird es später noch mal versuchen"...

Roland sofort zur Rezeption, was das nun wieder soll, um dort eine andere Empfangsdame als zuvor zu finden, die natürlich nichts davon wusste, dass er alarmiert werden sollte. Aber der Bote hatte gesagt, dass er noch weitere Pakete für das Hotel in seinem Wagen hätte, an die er im Moment schlecht heran kommen würde, er wäre bald also wieder da und würde dann das Geld eintreiben. Roland hinterliess also weitere 21.25 USD als Bezahlung und bat erneut um Info, wenn das Paket ankommt.

Und diesmal klappte es! Eine halbe Stunde später klopfte es im Trainingsraum, und Roland konnte seine Medikamente entgegen nehmen. Aber: der ups-Mann nahm weder Bargeld noch Kreditkarte an, ein Scheck müsste es schon sein!!!!! Den schleppt anscheinend jeder Amerikaner mit sich herum, aber Roland natürlich nicht. Glücklicherweise fand sich ein Hotelmitarbeiter, der einen Scheck ausstellte und im Gegenzug Rolands Bargeld an sich nahm.

In Summe hat uns Rolands Vergesslichkeit fast 100 Dollar für 10 Pillen mit einem Wert von 25 cts gekostet. Aber aus Schaden wird man ja bekanntlich klug, und wir haben gelernt, dass der hypokratische Eid in den USA durch den hypokritischen (heuchlerischen) Eid ersetzt wurde. Das wird noch ein paar Jahrzehnte dauern bis zu einem funktionierenden sozialen Gesundheitssystem.

Freitag, 14. Mai 2010

Abschied


Ein Not-Kater, aus der Mülltonne gerettet und aufgepäppelt. Einst adoptiert von Sonja, ist er später umgezogen zu Sonja's Mom (bzw. wollte nach einem längeren Besuch nicht mehr weg...), führte Felix (genannt Kelly) ein ausgefülltes Dasein. Nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen, ausser dem Geräusch von Plastiktüten, und der Anwesenheit von Kindern oder anderen (männlichen) Wesen.
Ein Draussen-Kater, der oft von Revierkämpfen gezeichnet war, und seine besten Kumpel mit nach Hause brachte.
Ein Schmuse-Kater, wenn es um die Gunst der Hausherrin ging. Bei Mom hörte und gehorchte er sogar. 
Eine Mensch-Kater Symbiose, wie sie nur das Leben schreiben kann. Kelly wurde 13 Jahre alt.

Montag, 10. Mai 2010

Weisser Stein


Ein Samstagnachmittagsspaziergang in White Rock, dem Kalifornien Kanada's, und einem beliebtem Drehort von Hollywood North a.k.a. Vancouver. So z. B. für die Serie Psych, die in Santa Barbara spielen soll.

Wir mögen den 'wilden' Strand lieber.

Sandstrand ist etwas für Anfänger.

Show off!

Der Gatte geht wieder einmal seiner Lieblingsbeschäftigung nach.


Am Abend hatten wir dann prominenten Besuch, denn die Pflügers kamen als erste offizielle Besucher vorbei. Nicht nur, dass die beiden gerade mal 'über den Berg' wohnen, demnächst rücken sie uns sogar noch näher 'auf die Pelle'. Das kann ja heiter werden ;-) Bei Bier und BBQ erfuhren wir dann, dass Hagen inzwischen das Red Seal (kanadischer Handwerkerbrief) bestanden hat, während Petra erfolgreich an einer Umschulungsmassnahme zur Buchhalterin teil nimmt. Gratulation und viel Erfolg Ihr beiden!

Montag, 3. Mai 2010

Warum Westküste?

Darum! Es ist Mai, und in Calgary gibt es die nächste Wintersturm-Warnung...

... während in Vancouver milde Temperaturen und Sonne angesagt sind.

Samstag, 1. Mai 2010

Tulpen, Palmen und frische Seeluft

Die Sonne lacht, wir strahlen auch... sind wir doch endlich dort angekommen, wo wir seit Beginn unserer Auswanderungspläne hin wollten.

Das finden offensichtlich auch diese Gesellen lustig...

Angesagt war eigentlich Dauerregen, und der Tag begann auch grau in grau. Doch nach dem Frühstück klarte es auf, und wir 'mussten' unbedingt eine Spritztour Richtung Downtown zum Stanley Park unternehmen.

Berge und Meer

Südsee-Atmosphere...

Seeluft macht hungrig. Taktisch klug ist da der Hotdog-Stand platziert und lockt mit 'Bavarian Sausage' a.k.a. Thüringer. Köstlich!

Natürlich drehen wir eine Traditionsrunde im Stanley Park, das gehört dazu. Der Touristenandrang hält sich noch in Grenzen, und wir finden ganz in der Nähe der Totempfähle einen Parkplatz.

Ein guter Tag, den wir in vollen Zügen geniessen!