Mittwoch, 30. Dezember 2009

California Coastline

Das Wetter war heute besser als erwartet (natürlich sind die 12-18 Grad Höchsttemperatur, die wir hier täglich haben, IMMER gut), und so sind wir noch einmal zu einer kurzen Tour an die Küste Nordkalifoniens aufgebrochen. Die Fahrt war wie immer wunderbar und kurvig; wir müssen in den wenigen Tagen in Kalifornien mehr Kurven gefahren haben als in viereinhalb Jahren Alberta. Die Küste selbst ist hier gar nicht einmal SO spektakulär, verglichen mit Oregon oder BC, aber die Wellen brechen sich auf beeindruckende Art und Weise, und jetzt im Winter ist es auch nicht sehr voll. Sonja war mal wieder kaum vom Wasser weg zu bekommen...

Dienstag, 29. Dezember 2009

Am Mount Hamilton

Unsere heutige Tour führte uns auf SEHR kurvigen Strecken hoch zum Mount Hamilton, dem höchsten Berg der das Silicon Valley umgebenden Ketten. Die Strecke allein lohnt sich schon ungemein, aber das Lick Observatorium auf der Spitze des Berges macht sie erst so richtig empfehlenswert. Jetzt im Winter gibt es leider nur eine kurze Besichtigung der originalen Sternwarte von 1879, aber die ist schon beeindruckend genug, wenn man bedenkt, dass das Ding schon 130 Jahre auf dem Buckel hat. Ausserdem liegt der Geldgeber James Lick unter dem Teleskop begraben.

Montag, 28. Dezember 2009

Ain't no Mountain high enough

Um unseren Weihnachtsspeck abzutrainieren, haben uns Andrea und Guido heute in die Kletterhalle 'geschleift'. Für einen Erstversuch sieht das bei Sonja doch schon gar nicht so übel aus. Roland hat sich derweil damit begnügt, das Ganze vom sicheren Grund aus zu verfolgen.

Regen im Wald

Den heutigen regnerischen Tag haben wir ganz einfallsreich dazu genutzt, um den quasi benachbarten Regenwald im Big Basin Redwoods State Park zu besuchen. Der Weg dahin war wunderbar kurvig, sodass wir Andreas und Guidos VW Golf GTI sehr gut ausfahren konnten. Der Park selbst war wunderschön grün und voll mit den schönsten und grössten Bäumen. Einer von ihnen war von innen ausgebrannt (aber immer noch am leben!) und ist deshalb hohl von unten bis oben: der Chimney-Tree!

Freitag, 25. Dezember 2009

Weihnachten in California

Wir sind der Einladung der Ex-Calgarianer Andrea und Guido gefolgt, mit ihnen zusammen Weihnachten in ihrem neuen Domizil in Kalifornien zu verbringen, und natürlich haben wir diese gerne angenommen. So sind wir also dem albertanischen Winter zumindest für ein paar Tage entkommen und geniessen nun Sonne und 15 Grad (plus, wohlgemerkt). Der Weihnachtsbaum strahlt drinnen, der Madarinenbaum trägt im Garten Früchte, und wir sind ziemlich neidisch!

Heute nachmittag sind wir mal eben ins benachbarte San Francisco gefahren, das am heutigen ersten Weihnachtstag tatsächlich einmal recht verschlafen wirkte. Die Sonne schien, das Wasser in der Bay war ruhig, die Papageien zwitscherten, und wir konnten das ganze nicht so wirklich glauben. Beim Mexikaner in der Cannery genossen wir Nachos und Margheritas, und danach amüsierten wir uns noch ein wenig über die "weihnachtlich" geschmückten Vorgärten der Nachbarschaft. Uns geht's gut!


Montag, 21. Dezember 2009

Beach Days

Kurz vor Weihnachten passiert offensichtlich nicht mehr so viel im Beratungsgeschäft. Die meisten Chefs und Projektleiter haben sich bereits in Urlaub begeben, und die 'Indianer' können und dürfen tatsächlich mal die Regelarbeitszeit von 7.5 Stunden einhalten. Im Consulting-Jargon nennt man einen Büro-Tag mit pünktlichem Feierabend Beach Day, und diese Zeiten kommen wahrlich nicht sehr häufig vor, denn heute ist Sonja's erster 'Strandtag', seitdem sie bei dem Unternehmen angefangen hat.

Freitag, 18. Dezember 2009

Frohes Fest!


                                 'Ditto' - Quelle unbekannt
Mit diesem stimmungsvollen Foto wollen wir uns bei unseren lieben Freunden und Freundinnen, LeserInnen und KritikerInnen, KollegInnen in der Blogosphere, Mitgliedern der DeutscheInCalgary Truppe und ganz besonders natürlich bei unseren Familien für ihre Lesertreue bedanken.

Wir wünschen allen ein frohes, friedliches Weihnachtsfest und einen guten und sicheren Rutsch ins neue Jahr. Bleibt bitte gesund (anders wär' nämlich schlecht) und uns gewogen.

Teaser: Und hier ein Ausblick auf das kommende Jahr
Sonja wird live aus Winterpeg Winnipeg berichten und unseren Motorradfuhrpark im Frühjahr wahrscheinlich um ein weiteres Modell bereichern.
Roland wird das Zweiradfahren erlernen (oder auch nicht) und hoffentlich seinen Schwarzen Gürtel in Six Sigma machen.
Unsere Wunschziele wären z.B. Hawaii, Las Vegas, Montreal, der Osten der USA im Indian Summer und das Weihnachtsfest 2010 in Deutschland (sofern es unser Reisebudget erlaubt).

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Sonja's Tage sind gezählt

... zumindest die verbliebenen Tage in Calgary, denn heute wurde ihr noch einmal bestätigt, dass sie ab Januar 2010 für ein Projekt beim Kunden zunächst erst einmal zwei Monate Vollzeit nach Winnipeg 'versetzt' wird. Alternativ steht noch ein Projekteinsatz bei einem Klienten in einem Unter-100-Seelen-Ort an, der ca. 1.5 Autostunden entfernt von Edmonton gelegen ist. Tiefste Provinz und Redneck-Hochburg.

Auch diese Woche waren wieder mal drei Tage Training angesagt, in denen Sonja nicht nur Kontakte mit KollegInnen aus der Winnipeg-Zweigstelle knüpfen konnte, sondern auch ein paar Fäden für zukünftige Einsatzmöglichkeiten an der Westküste (Vancouver oder nordwestliche USA) gesponnen hat.

Samstag, 12. Dezember 2009

Reader's Digest 2009

Für Sonja waren die Ereignisse geprägt von Kündigung, Arbeitslosigkeit und monatelanger erfolgloser Jobsuche, aber auch entsprechend viel Freizeit, die sie mit Kanufahren, Motorradfahren und Bloggen ausfüllte.
Für Roland brachte das Jahr die Begegnung mit Kanada's Premierminister Harper, den 'Backwahn', ein erfolgreiches Geschäftsjahr trotz Rezession und erste Übungen auf dem Zweirad.
Unsere Reisen führten uns nach Deutschland, Süd-Alberta und Saskatchewan, Kalifornien und Vancouver Island. 
Im April feierten wir den Beginn des fünften Jahres in Kanada, im September freuten wir uns über lange erwarteten Familienbesuch, und im Oktober erhielten wir positiven Bescheid zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft.

Freitag, 11. Dezember 2009

Kobra, übernehmen Sie!

Montag mittag wird Sonja mitgeteilt: Du kannst auf einem Projekt mithelfen. Pack Deine Sachen, um 18 Uhr geht Dein Bus nach Edmonton. Ja, macht sie doch sofort! Der Red Arrow ist luxuriös ausgestattet, Ledersitze mit Anschnallgurten, Internet und Stromanschluss, "Inflight-Entertainment", freie warme und kalte Getränke plus Knabbergebäck. So kommt keine Langeweile auf der dreieinhalb-stündigen Reise auf. Nicht mal fliegen ist schöner.
Wieder einmal kennt Sonja weder ihren Auftrag, noch Kollegen oder Ansprechpartner, und hat nur eine Firmenadresse, bei der sie am nächsten Morgen aufkreuzen soll. In den kommenden drei Tagen arbeitet das Team unter Hochdruck an einer Problemlösung für den Klienten. Arbeit und Wetter (bis minus 35 Grad) machen ein Sightseeing unmöglich.

Ein Blick aus dem Hotelzimmer: Bonjour Tristesse!

Samstag, 5. Dezember 2009

Völlig losgelöst

Normalerweise ist es Sonja immer recht leicht gefallen, sich in einem neuen Job 'zu Hause' zu fühlen, doch diesmal ist sie auch nach drei Wochen noch nicht wirklich angekommen. Vielleicht liegt es daran, dass sie viel Zeit mit externem Training oder Selbststudium verbringt, statt 'richtig' zu arbeiten. Jedenfalls kennt sie die Schulungsräume im Mariott Hotel, Telus Convention Center und Delta Bow Valley Hotel inzwischen bald besser als ihr eigenes Büro.
Tatsächlich vermisst Sonja aber "the Buzz" mehr, als sie dachte, und meint damit das lebendige und geräuschvolle Umfeld von Produktionshallen, das geschäftige Treiben in Lager und Versand und solide Gespräche mit 'echten' Menschen. Damit sei nicht gesagt, dass es sich bei ihren KollegInnen nicht um reelle und hart arbeitende Personen handelt, sondern dass sich Sonja dabei ertappt, dass es sie viel weniger interessiert, was diese zu sagen haben, weil sie sich mit ihnen einfach nicht so verbunden fühlt.

Baby, it's cold outside!

So sah es gestern Abend auf Calgary's Strassen aus.

Auch heute morgen ging es noch weiter.

Es bläst ein orkanartiger Wind, der dafür sorgt, dass manche Strassen wegen Schneeverwehungen unbefahrbar sind.



Fotoquelle: Calgary Herald

Bereits heute mittag sieht es dann bei uns schon wieder normal aus: die Parkplätze vor den Einkaufszentren sind geräumt und die Strassen wieder befahrbar.


Dienstag, 1. Dezember 2009

Eiskalt erwischt

Schon mal bei minus 11 Grad (minus 18 Grad gefühlte Windchill-Temperatur) auf den Bus gewartet? Das (ohnehin) zugige Wartehäuschen war bereits wegen Überfüllung geschlossen, da der vorherige Bus bereits wegen Wetter ausgefallen war. Mit 15 Minuten Verspätung traf dann aber doch noch der nächste Bus ein. Zudem war in Downtown ein Wasserrohr geplatzt und die Einfahrtstrasse in die Stadt überschwemmt, bzw. halb gefroren, und so musste der Verkehr umgeleitet werden, das sorgte dann noch für zusätzliche Verzögerungen. Wenigstens war es im Bus einigermassen warm; also Ipod angeworfen, Augen zu und Nickerchen. Mit anderthalb Stunden Verspätung ist Sonja dann schliesslich im Büro angekommen. Wenigstens gestaltete sich die Rückfahrt gegen 18 Uhr als angenehm kurz, weil wahrscheinlich schon alle zuhause waren...