Samstag, 29. August 2009

Motorrad-Fahrschule Lektion 1


Nachdem wir uns anhand des Trainings-Videos 'RIDE LIKE A PRO', welches uns Mopped-Kumpel Mike vorbei gebracht hatte, schlau gemacht hatten, ging es am heutigen Abend wieder auf die Baustelle... ähm, auf den Übungsplatz.

Fensterputzer

Diese Woche fand in unserem Gebäude das jährliche Fensterputzen statt! Was für einen Europäer eine simple Sache ist (Fenster auf und putzen), gestaltet sich in Kanada zu einem ziemlich schwierigen Unterfangen, denn die meisten Fenster lassen sich gar nicht öffnen. Im Bild oben ist das linke Fenster eine Art Schiebefenster, der linke Teil ist beweglich und lässt sich in Richtung des rechten Teils schieben. Das rechte, schmalere Fenster ist ein sogenanntes "Picture Window" und lässt sich gar nicht öffnen. In beiden Fällen lassen sich die Fenster nur unter höchster Lebensgefahr vom Laien putzen, man müsste sich nämlich weit aus dem geöffneten Fenster hinaus lehnen, um mit einem verlängerten Wischmob an die Aussenseite zu gelangen.

Deshalb werden jedes Jahr im Spätsommer Fensterputzer engagiert, die die weit über tausend Fenster unseres Appartmentkomplexes sauber machen. Somit seilte sich ein Team unerschrockener junger Männer diese Woche von am Dach befestigten, abenteuerlichen Spezialkonstruktionen ab, um and die Fenster zu gelangen. Sehr fleissige Jungs, und sehr mutig!

Obwohl die Burschen einen ziemlich guten Job machen, sehen manche unserer Fenster immer noch ziemlich übel aus. Einmal im Jahr putzen reicht nun einmal nicht, wenn die Abluft gleich über den Fenstern (im Foto über dem rechten Fenster) regelmässig Schmock vom Wäschetrockner auf die Fenster bläst und die albertanische Sonne besagten Schmock auf den Fenstern fest brennt...

Mittwoch, 26. August 2009

Jodel-Diplom

Immer wieder wird Sonja von Headhuntern (z.B. Anthony oder Tim aus Toronto), auf ihren öffentlich zur Schau gestellten Lebenslauf hin kontaktiert, aber auch Personalvermittler in Calgary wie kürzlich Joleen von E.C. oder Mini von A.R., und sogar IT-Dienstleister (Hallo, H.H.!) beginnen sich, für ihre Dienste zu interessieren.

Erfahrungsgemäss scheint sich aber der Enthusiasmus der professionellen HR Dienstleister nicht immer auf ihre Klienten zu übertragen. Denn während für die Recruiter kanadische Bildungsabschlüsse kein Thema und gerade langjährige, vielseitige, internationale Berufserfahrung ein grosses Plus darstellen, will der potentielle Arbeitgeber unbedingt jemanden haben, der über einen kanadischen Universitätsabschluss, eine CPP Accreditation (Lizenz zum Einkaufen) oder einen PLog (Materialfluss-Zertifikat) verfügt, und seinen Black Belt in Six Sigma umschnallt, mit dem Ziel Prozesse und Kosten zu optimieren, aber bitte schön, ohne etwas dabei zu verändern... Erfahrung in verschiedenen Industrien? Ganz schlecht, am besten hat man ausschliesslich einen beruflichen Hintergund in Öl- und Gas zu bieten, damit man nur nicht in Gefahr läuft, über den Tellerrand zu schauen...

Der geneigte Leser wird nun wissen wollen, warum Sonja diese Weiterbildungen nicht mitmachen will... Erstens: diese Lehrgänge erstrecken sich über mehrere Jahre und sind für Berufsanfänger, die eine Karriere in Einkauf und Beschaffung anstreben wollen. Und zweitens: sind diese Kurse einfach lächerlich teuer.

Hierzu ein Hoch auf das deutsche Ausbildungssystem. Was für ein Privileg, für ein paar Hundert Euro im Jahr studieren zu können, oder eine Lehre mit qualifiziertem Abschluss absolvieren zu dürfen, und dabei als Azubi auch nochbezahltzu werden.

Na gut, den Six Sigma Lehrgang schaut sich Sonja doch mal näher an, der ist auch nicht ganz so teuer. Dann hat sie was Eigenes! In diesem Sinne: Holeri Du Dödl Di.

Montag, 24. August 2009

Altbekanntes neu entdeckt - Teil 2

Bei dem phantastischen Wetter wäre es doch eine Schande, den Tag zuhause zu verbringen. Daher geht es heute auf bekannten Pfaden erst einmal Richtung Cochrane und danach auf den Highway 1A am Ghost Lake vorbei bis ins Bow River Valley. Es herrscht bemerkenswert wenig Verkehr und so kann man bei gemütlichen 70 bis 80 km/h vor sich hin dümpeln.


Ghost Lake
Am Whitefish Picknickplatz im Bow Valley Provincial Park verlockt das türkisfarbene Wasser zu einer Snackpause.


Whitefish Day Use Area
Weil es um die Ecke ist, wird noch ein Abstecher zur Rafter Six Ranch gemacht, wo neben Westernreiten auch White Water Rafting angeboten wird (etwas, das bei unserem in Kürze eintreffenden Gast auf der Wunschliste steht).

Rafter Six Ranch
Das BBQ riecht verlockend und sollte dann vielleicht bei der Gelegenheit auch ausprobiert werden. Anschliessend geht es über den Highway 1 zügig wieder züruck nach Calgary.

Sonntag, 23. August 2009

Gut Ding will Weile haben

Sonja's Recruiting-Agent Anthony berichtet heute, dass die Beratungsfirma, bei der sie vor zwei Wochen Interview Nr. 4 absolviert hatte, immer noch an ihr interessiert sei. Nun wird wohl demnächst eine Einladung zum Senior Executive Interview anstehen, bei dem die strategische Eignung des Kandidaten für bestehende oder neue Beratungsprojekte überprüft werden wird. Das wäre dann Interview Nr. 5. Der Projektstart soll für Oktober/November des Jahres angesetzt sein, was ganz in Sonja's Sinne wäre, denn dann kann sie noch den Rest das (Motorrad- und Kanu-) Saison geniessen.

Freitag, 21. August 2009

Weaselhead Flats

Endlich mal ohne Gegenwind oder Wellen durchqueren wir zügig den Glenmore Stausee und haben dabei die Gelegenheit, diverse Vögel zu beobachten.


Crane
Herons
Common Goldeneyes
Aufgrund der Regenfälle der letzten Wochen lässt sich das Elbow River Delta derzeit hervorragend mit dem Kanu erkunden.


Friedhof der Bäume
Wieder einmal können wir uns glücklich schätzen, Bibern beim 'Hausbau' zuzuschauen.

Donnerstag, 20. August 2009

Nach fünf Monaten (F)unemployment

Like dreams, statistics are a form of wish fulfillment.

Das trifft jedenfalls bei den werten Wirtschaftsexperten von CIBC Economics zu. Heute ist Sonja 22 Wochen ohne Arbeit (das bisschen Haushalt zählt ja nicht). Damit liegt sie weit jenseits der Zahlen, die besagte Wirtschaftsexperten veröffentlicht haben: Der Albertaner ist nämlich im Durchschnitt nur 11 Wochen arbeitslos. Darüber hinaus erfährt der geneigte Leser, dass die die recht stabilen Arbeitslosenzahlen bereits auf eine Erholung der Wirtschaft hindeuten würden. Aha! Gut, dass wir das jetzt auch wissen. Besonders, da eine der Firmen, bei denen sich Sonja gerade beworben hatte, in der selben Ausgabe des Calgary Herald angekündigt hat, dass das Werk in Calgary geschlossen, die Produktion wegen erheblicher Steuervorteile nach Michigan, USA verlegt, und somit 600 Albertaner entlassen werden sollen. Alles kein Problem, denn in 11 Wochen finden die Betroffenen ja laut CIBC einen neuen Job.

Heute erhält Sonja eine Email mit folgendem Inhalt:
Dear applicant, Thank you for your interest in the position of Supply Chain Buyer at xxx. At this time, this position has been cancelled. Once again, we appreciate your interest in xxx.


Noch mehr Statistik: Derzeit schreibt Sonja 10 bis 15 (Email-) Bewerbungen pro Monat. Mehr Stellenausschreibungen gibt der Arbeitsmarkt derzeit leider für ihren Berufszweig nicht her. Auf etwa 2/3 ihrer Bewerbungen erhält sie nicht einmal Feedback.
Bisher hat Sonja 4 telefonische und 4 persönliche Vorstellungsgespräche gehabt, mit dem Resultat, dass sie entweder überqualifiziert ist, die Stellenausschreibung zurück gezogen wurde oder ihr Persönlichkeitsprofil (oder Outfit...?) nicht zur Unternehmensphilosophie passt.
Calgary, es sieht gar nicht gut für Dich aus! Aber wie heisst es so schön: Never give up, and never surrender!

Mittwoch, 19. August 2009

Altbekanntes neu entdeckt


Der Kananaskis Provincial Park ist ideal, um die Silver Wing einmal unter Strassenbedingungen auszutesten. Im Gegensatz zum gestrigen Gewitter mit Platzregen und Hagel, bei dem Mike, ein 'Mopped-Freund' auf seiner V-Strom patschnass wurde, ist das Wetter heute perfekt.

Der Tripp durch die klare Bergluft ist fantastisch. Zugegebenermassen lässt es sich auf dem saubequemen Sitz im Windschutz der Tourenscheibe auf dem Automatik-Scooter bei gemütlichen 70 bis 80 km/h perfekt cruisen. Sorry, liebe LadyHawk, aber auf Dir ist das Fahren viel anstrengender, auch wenn Du puren Fahrspass versprichst, das Tourenfahren ist nichts für Dich.

Am Forget-Me-Not Pond haben sich ein paar andere Zweirad-Enthusiasten versammelt, und alle waren gleich interessiert an den Fahreigenschaften der Silver Wing. Im Gegensatz zu unseren Erfahrungen in der Heimat, werden Scooter-Fahrer von Motorradfahrern hier nicht als 'Aussätzige' behandelt. Man grüsst sich und fachsimpelt gemeinsam über die Bikes.


am Elbow River


am Forget-Me-Not Pond

Abschiede

Viele verlassen inzwischen Calgary, weil sie hier keine mehr Arbeit finden oder ihren Job verloren haben und nicht mehr bleiben können oder dürfen. Besonders traurig ist es jedesmal, wenn man sich dabei von guten Freunden verabschieden muss.

Den Anfang hatten zu Beginn dieses Jahres Andrea und Guido gemacht, die zu neuen Abenteuern (und Jobs...) nach Kalifornien aufgebrochen waren.
Dann haben wir von Pam und Kirk erfahren, dass sie nach British Columbia gehen wollen, da Kirk seine Arbeit im April verloren hatte, und keine neue finden konnte.
Unsere Nachbarn (und Rolands Ex-Kollegin) Alison und ihr Partner Manuel haben sich entschieden, im September zurück nach Deutschland zu gehen.
Und gerade erfährt Sonja, dass ihre Ex-Kollegin Doina mit ihrem Lebensgefährten Tom (beide haben ihren Job vor ein paar Monaten verloren) nun nach Toronto, Ontario umziehen wird.

Wir haben bereits das Gefühl, das wir zu denjenigen gehören werden, die hier das Licht ausmachen...

Dienstag, 18. August 2009

Born to be mild

Der rasende Roland ist auf seinem rasanten Roller unterwegs. Es geht also doch!

Samstag, 15. August 2009

Auf silbernen Schwingen


Nachdem Roland mit Sonjas Ladyhawk ja nun überhaupt kein bisschen klar gekommen ist (zum Vergleich: jonglieren mit vier Bällen und gleichzeitig auf einem Kinderfahrrad fahren), hatte Sonja nun gleich noch einen Trumpf im Ärmel: eine vier Jahre alte, kaum gebrauchte Honda Silver Wing mit 600 ccm, Automatik und zwei Handbremsen mit ABS zu einem Spottpreis. Der Besitzer residiert momentan auf einem Campingplatz in Cochrane, in einem 2 Millionen Dollar teuren Wohnmobil mit selbstkonstruiertem Anhänger, der Platz hat für drei Motorräder (2 Harleys und besagte Silver Wing) und ein Honda SUV. Haus und Hof wurden verkauft, im Sommer lebt man in Alberta, den Winter verbringt man selbstverständlich in Florida.

Sonja konnte eine kleine Probefahrt auf dem Campingplatz machen und war sofort begeistert. Eine kleine Verhandlung weiter können wir uns jetzt stolze Besitzer eines Scooters nennen. Jetzt brauchen wir nur noch besseres Wetter!

Freitag, 14. August 2009

Testfahrt




Nachdem nun endlich unsere Sicherheits-Ausrüstung aus den USA eingetroffen ist, wollen wir unsere Lady Hawk endlich einmal ausprobieren. Bei leichtem Nieselregen (egal!) fahren wir in ein noch im Bau befindliches Wohngebiet, um dort zu üben, ohne den Strassenverkehr zu stören oder gefährdet zu werden. Für Sonja ist es wie Fahrradfahren, man verlernt es eben nicht. Kuppeln, Schalten, Bedienung der Hand- und Fussbremse läuft noch alles wie am Schnürchen, als wenn es niemals eine 11 Jahre andauernde Zweirad-Enthaltsamkeit gegeben hätte. Slalom- und Kreisfahren gestalten am Anfang noch etwas wackelig, da die Hawk recht aggressiv beschleunigt. Hier ist Fingerspitzengefühl und ständiges Wechseln zwischen den unteren Gängen gefragt.

Roland's erste Fahr-(Geh-)versuche

Schliesslich wollte es auch Roland wissen, aber leider schleift er fast mit den Knien über den Boden. Ergonomisch ist das Bike zum Üben für ihn völlig ungeeignet, dazu kommt, dass ihm die Hand-Fuss-Koordination noch nicht recht gelingen will. Moped- und Fahrraderfahrung reicht wohl doch nicht ganz aus, hier ist definitiv ein professionelles Fahrtraining angesagt.

Dienstag, 11. August 2009

Die Ereignisse überschlagen sich

Ein auf SAP Implementierung spezialisiertes Recruiting Unternehmen kontaktiert Sonja auf Empfehlung einer ihr unbekannten Quelle. Diese Firma inseriert weder online noch in anderen Medien, sondern selektiert seine Kandidaten ausschliesslich aufgrund von Referenzen. Wer immer diese Empfehlung gab, dem/der sei schon mal auf diesem Wege gedankt.

Das heutige Job-Interview für den SAP Business Systems Analyst Material Management ist mal erfrischend unkonventionell. Mini arbeitet keine Checklisten ab, verwendet keine buzz words und erwartet auch keine und ist trotzdem in der Lage innerhalb von 90 Minuten eine recht lebensnahe Zusammenfassung von Sonja's beruflichen und charakterlichen Profils wieder zu geben. Zudem hat das Gespräch Spass gemacht und lief völlig stressfrei ab. Zum Abschluss erhält sie die Stellenbeschreibung und wird aufgefordert, weitere Fragen zu überlegen und darüber nachzudenken, ob sie diesen Job machen möchte. Ein reizvoller Gedanke, den Sonja neben der Consulting Position gern weiter verfolgen wird.


Immer wieder wird Sonja nach ihrem Reisepass gefragt, da diese Jobs naturgemäss auch Auslandsaufenthalte (besonders in den USA) mit sich bringen werden. Auf die konkrete Frage, ob eine Beantragung der kanadischen Staatsbürgerschaft geplant ist, hat Sonja erklärt, dass diese von der Entscheidung Deutschlands zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft abhängig sein wird. Den entsprechenden Antrag dazu hat sie vor drei Monaten eingereicht und hofft, dass sie bald mit einem positiven Bescheid rechnen kann.

Sonntag, 9. August 2009

Hochzeit auf Asiatisch

Rolands ehemalige Kollegin Liya hat geheiratet, und wir waren deshalb eingeladen auf eine chinesisch-kambodschanische Hochzeit! Die traditionelle Tee-Zeremonie hatte bereits am Freitag im engsten Familienkreis statt gefunden, für Samstag stand dann noch die standesamtliche Trauung und die Feier an.

Die standesamtliche Hochzeit überraschte uns ein wenig, denn zum einen sah das Ganze fast genauso aus wie in Deutschland (wenn man davon absieht, dass sie in einem Golfclub statt fand, nicht im Rathaus), zum anderen gab es zum Mittagessen Rouladen mit Rotkohl und Spätzle?!

Abends ging es dann aber richtig zur Sache: im Harbour City Restaurant in Calgary's Chinatown fanden sich fast 200 Leute ein, grösstenteils natürlich Chinesen und Kambodschaner. Wir wurden freundlicherweise an einen Tisch mit sehr netten Weissen gesetzt, fast alle mit mitteleuropäischer Herkunft und alle sehr weltoffen.

Spannend wurde es dann, als das Essen anrollte: Insgesamt galt es, zehn (!!!) Gänge zu bewältigen. Neben einigen "normalen" Gängen wie Reis mit Shrimp, Hummer, Pilze, Hühnchen, Karpfen und Nudeln mit (Schweine-?)Fleisch gab es doch auch das ein oder andere, dass etwas Überwindung kostete wie Qualle, Haifischflossensuppe oder Krabbenfüsse. Wir haben aber alles probiert! Die trockenen Kekse haben wir mit Jasmintee heruntergespült, und die Mango-Tapioca (Fruchtsuppe mit Sago) zum Abschluss war ganz lecker.


Die Braut wechselte während des Abends vier mal ihr Kleid, unter anderem trug sie traditionelle Kleider aus China und Kambodscha. Und natürlich strahlte sie den ganzen Abend wie verrückt!

Ein paar weitere, grandiose professionelle Fotos gibt's beim Hochzeitsfotografen Rafal!

Freitag, 7. August 2009

Es grünt so grün

Auch wenn wir unserem Aufenthalt in Victoria etwas nachtrauern, ein Spaziergang in 'unserem' Park ist immer wieder ein Vergnügen und hilft bei der Integration in den Alltag. Die reichhaltigen Regenfälle der letzten Wochen haben uns einen ungewöhnlich grünen Sommer beschert.

Skills Interview

Freitag morgen 8 Uhr. Die nächste Hürde für den Beraterjob ist das (erste) persönliche Gespräch. Anhand eines Fallbeispiels sollen einem weiteren Interviewer (Nummer Drei) die beruflichen Fähigkeiten vorgeführt werden. Hier sind Erfahrung, Fachwissen und strukturiertes Vorgehen gefragt, daher kann frau sich auf so ein Interview nicht wirklich vorbereiten.

Wieder zuhause, macht Sonja ihren fälligen Online-Arbeitslosenbericht, doch übewältigt und etwas erschöpft vom Interview checkt sie irgendwo die falsche Box. Das merkt sie natürlich erst, nach dem sie den Bericht abgeschickt hat. Es ist Freitag nachmittag, kann man da noch beim Amt anrufen? In Deutschland doch sicherlich nicht... aber frau ist ja in Kanada.

Sonja ruft bei der Canada Service Hotline an und ist für etwa 10 min in der Warteschlange, als sie einen freundlichen (jungen?) Mann an die Strippe bekommt, dem sie das Problem schildert und der darauf hin selbiges fixt. Danach fragt er: "Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie behilflich sein oder haben Sie noch weitere Fragen, meine Dame?" Und als Sonja (noch verblüfft über die ausgesprochen freundiche Behandlung) verneint, wünscht er mir noch "...Have a nice day and a great weekend." Service Canada's Telefon-Hotline ist im Übrigen auch samstags zu erreichen. Das nennt man Dienst am Bürger!

Nachtrag zum Interview: Anthony berichtet, dass Sonja mit 'flying colors' bestanden hat!!! Einziger Kritikpunkt, und man sollte kaum glauben, dass das eine Rolle spielt: Sie war in ihrem Leinen-Anzug zu 'casual' angezogen. Na, dann wird sie jetzt wohl mal in einen edleren Hosenanzug investieren müssen... seufz.

Samstag, 1. August 2009

Fata Morgana

Unsere letzten Stunden auf der Insel verbringen wir an 'unserer ' Lagune und werfen noch einmal einen wehmütigen Abschiedsblick auf unser ganz persönliches Luftschloss.


Am Horizont beobachten wir eine Landmasse mit 'Raketenbasis', wo vorher keine war. Beim Blick auf die Karte stellen wir fest, dass es sich hierbei eigentlich nur um eine Fata Morgana handeln kann.


Auch ein monströses Gefährt taucht plötzlich auf, und stellt sich später als Container(?)schiff heraus.

Das Abschiedsessen nehmen wir im italienischen Restaurant Fiamo ein, die Suppe und Vorspeisenplatte lassen keine Wünsche offen, das Hauptgericht (für Sonja vegetarisch, für Roland ein perfekt gebratenes Beef) ist perfekt, allein die Nachspeise (angeblich italienisches Eis) hält dem Niveau nicht stand. Als wir dieses erwähnen, erhalten wir unsere Espressi auf Kosten des Hauses und der Tag ist gerettet ;-)

Wir können uns nur schwer von der Insel trennen und haben Victoria von seiner besten Seite erlebt. Uns bleibt wohl nichts anderes übrig, als immer mal wieder hier vorbei zu schauen...