Freitag, 31. Juli 2009

Faul sein ist auch schön

Nach der gestrigen Tour haben wir uns heute Sonne, Strand und Meer verdient. Nur 20 Minuten entfernt liegt der East Sooke Park, ein Naturreservat, in dem man Tiere beobachten, Gezeitenpools untersuchen oder auch einfach abhängen kann. Wir entscheiden uns für letzteres.




Am Abend geniessen wir das bunte, fast südländisch anmutende Nachtleben in Victoria und lassen uns kubanisch/mexikanisch in der Tapa Bar verwöhnen. Life is good, and a good life is even better!




Hochmut kommt vor dem Fall

Ein Artikel im Globe and Mail bringt es auf den Punkt:
Alberta hat die Rezession am schlimmsten getroffen. Derzeit wird hier der Boom nur noch bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit beobachtet. Die lokale Wirtschaft liegt im Koma, die Provinzregierung ist paralysiert, es herrscht Einstellungsstopp allerorten und die ehemaligen Grossverdiener der Ölindustrie reihen sich in die Schlange beim Arbeitsamt ein oder verlassen die Provinz. Natürlich sind solche Zeiten immer wieder ideal für Unternehmensverschmelzungen. So wird erwartet, dass z.B. der Merger zwischen Suncor und PetroCanada (zwei Ölsand-Giganten) für weitere Entlassungen sorgen wird.Hochmut kommt vor dem Fall. Für Alberta passt das wie die Faust auf's Auge.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Coastal Route

Heute nehmen wir die Coastal Route Richtung Nanaimo und Comox unter die Räder. Leider macht es bei einem recht hohen Verkehrsaufkommen nicht so viel Spass, und wir haben noch nicht mal Wochenende. Aber die am Wasser gelegenen Aussichtspunkte entschädigen für den 'Stress'. In Comox machen wir dann eine verspätete Mittagspause am Yachthafen, bevor es dann auf Nebenstrassen wieder zurück nach Victoria geht.


Mittwoch, 29. Juli 2009

Butchart Gardens

Nach einem relaxten Vormittag in Downtown, verbunden mit einem dringend notwendigen Friseurbesuch im Fish Hair Salon, machen wir uns mittags auf nach Butchart Gardens, einem ehemaligen Zementsteinbruch, der vor über 100 Jahren in einen Garten umgewandelt wurde, ein Meisterwerk der Gartenbaukunst. In der Sommerblüte erwartet uns ein wunderbares Farbenspiel und Geruchserlebnis.


Sonja mag den Japanischen Garten besonders gern, während Roland die Italienischen Park bevorzugt, das aber wahrscheinlich wegen der ausgezeichneten Italienischen Eiscreme.



Anschliessend besuchen wir die Sea Cider Farm, auf der (hochprozentiger) Apfelcidre hergestellt und in 'Flens-Flaschen' abgefüllt verkauft wird.

Wir decken uns ein für den Abend, denn wir sind bei Jane's Eltern zum Essen eingeladen. Jane erwartet uns bereits und bei Temperaturen um die 30 Grad plaudern wir bis mitten in die Nacht.

Dienstag, 28. Juli 2009

Circle Route

Heute steht die Circle Route auf dem Programm. Erst geht es in den Norden, an den Lake Cowichan und dann auf einer ehemaligen Holzfällerstrecke in den Süden nach Port Renfrew. Dieses Teilstück muss bis vor kurzem noch eine pure Schotterstrecke gewesen sein, denn unsere "Minna" (unser GPS) erzählt uns permanent, wir seien auf einer Gravel Road. Wir vermuten, dass die Strecke ausgebaut wurde, um den Einwohnern von Port Renfrew im Fall eines Erdbebens und/oder Tsunamis eine Alternativroute zu verschaffen, denn die Strecke nach Sooke wäre in diesem Fall ganz sicher weg.

Auf dem Botanical Beach Loop bei Port Renfrew widmen wir uns ausgiebig der Felskletterei und untersuchen Gezeiten-Pools. Sonja lässt sich schliesslich wieder mal nur operativ von diesem Ort entfernen: Meer UND Geologie sind einfach zu viel!







Roland wurde übrigens den ganzen Tag geschimpft, er hatte nämlich seine Kamera im Hotelzimmer vergessen... (gar nicht wahr!)

Am Abend belohnen wir uns im Santiago's um die Ecke mit südamerikanischer Fusion-Küche. Es gibt Sangria und Bier, schwarze Bohnensuppe, Heilbutt und in Knoblauch zubereitete Garnelen. Wieder mal ein Glücksgriff. YUMMY!

Victoria hat laut Reiseführer übrigens die höchste pro-Kopf Restaurant-Dichte in ganz Kanada. So viele tolle Restaurants, so wenig Zeit.

Voller Sonne

Der Wetterbericht für den Rest unseres Urlaubs. Wer braucht da die Karibik?

Montag, 27. Juli 2009

Voller Fisch

Irgendwann muss man ja auch mal bummeln gehen, und das erledigen wir am Morgen auf Victoria's Shopping-Meile, der Government Street. Bei Munro's Bookstore decken wir uns mit Büchern ein, die meisten haben natürlich wieder etwas mit Nahrung zu tun (Einmachen und Indisch kochen). Ausserdem gibt es für Sonja eine neue Batterie für die Kamera. Weil das ganze natürlich wieder hungrig macht, entschliessen wir uns für ein Mittagessen in Victoria's Fischrestaurant Nummer 1, dem Wharfside. G.r.a.n.d.i.o.s!!!! Leider sind die Portionen viel zu gross, so dass wir uns den Rest des Tages nur noch von Obst ernähren (wollen)...

Nachmittags geht es mal wieder an diverse Stadtstrände. Da ein Stadtstrandpark schöner als der andere ist, wissen so langsam nicht mehr, welchen wir als Lieblingsplatz am Wasser erwählen sollen. Anschliessend geht es noch einmal durch's Hinterland, davon bekommen wir nie genug, und abends beobachten wir das Treiben auf dem Wasser im Hafen von Victoria.



PFI - Performance Factor Interview

Morgens um 7 Uhr steht ein weiteres Telefoninterview (50 min!!!) mit besagter Big 5 Consulting Company an, diesmal mit einer Senior-Recruiting-Managerin, die etwas über Sonja's psychologische Eignung für den Beraterposten heraus finden soll. In solch einem Gespräch kann der geschulte Interviewer (offensichtlich) anhand der Beschreibung einiger Fallbeispiele und Situationen aus der beruflichen Vergangenheit Verhaltensmuster, Kommunikationstechniken, Konfliktfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Fähigkeiten zum Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen analysieren. Nach positiver Bewertung soll schliesslich ein Frontalinterview (in Calgary) folgen, in denen anhand fiktiver Fallbeispiele aus Einkauf und Materialwirtschaft Sonja's berufliche Eignung und ihr professioneller Hintergrund abgefragt werden soll.

Nachtrag: Test 'bestanden'! Anthony teilt Sonja am 29. Juli mit, dass im August das Skills Interview stattfinden wird.

Sonntag, 26. Juli 2009

French Day

Heute hatten wir Strandtag! Zunächst sind wir noch einmal zur Lagune zurück gekehrt und haben dort wieder das Strandleben genossen. Anschliessend sind wir weiter in den Südwesten gefahren, eigentlich um einen Weg zu den nördlich gelegenen Seen zu finden. Das ist uns allerdings nicht gelungen, und so sind wir letztendlich am French Beach in Shirley gelandet.Viele mutige Touristen (so auch Sonja) kamen dem Wasser etwas zu nahe und mussten richtig laufen, denn manche der Wellen waren mannshoch!Passend zum French Beach haben wir uns dann mit Baguette, Schafskäse und Chardonnay eingedeckt und den Tag mit einem wunderbaren französischen Abendbrot beendet. Der Sonnenbrand fühlt sich irgendwie auch französisch an...

Immigranten stärker von Arbeitslosigkeit betroffen

Im Globe and Mail wird berichtet, dass Immigranten häufiger und länger mit den Auswirkungen der Rezession zu tun haben. Sie sind oft die ersten, die ihre Arbeit verlieren und unter den letzten, die einen neuen Job im Rahmen ihrer Qualifikation finden werden. Gerade bei Neuankömmlingen (unter 5 Jahren) in Kanada ist die Arbeitslosenquote besonders hoch, da ihnen kanadische Berufserfahrung und kanadische Qualifikationen fehlen. Leider kann ich dieses nun aus eigener Erfahrung bestätigen.

Die blaue Lagune




Vor acht Jahren waren wir das erste Mal an der Lagune in Colwood und haben uns prompt in diesen Flecken Erde verliebt. Hier wollten wir bleiben! Inzwischen werden genau an diesem Ort Häuser unter Beachtung von umweltschonenden, energieeffizienten und kulturellen (man hat hier frühre Siedlungsspuren von Ureinwohnern gefunden) Gesichtspunkten gebaut. Wir machen (nur mal zum Spass) eine Besichtigungstour mit und sind begeistert von dem Projekt, auch wenn dies wohl nur ein Traum bleiben wird.



Wir verbringen viel Zeit an 'unserer' Lagune, Roland fotografiert Vögel, während Sonja durch das Wasser watet und Steine und Muscheln sammelt. Als wir Hunger verspüren, suchen wir das MyChosen Cafe in Metchosin auf und bestellen leckere Krabben-Sandwiches.



Das "Opera House" in Sidney :O)

Dann geht es auf (äussert Motorad-geeigneten) Nebenstrassen Richtung Norden, am Prospect Lake vorbei und dann in die Brentwood Bay für einen Kaffee-Stop im Blues Bajou Cafe. Danach schauen wir kurz in Sidney vorbei, properes Städchen, auch wenn der Fluglärm etwas stört, und lassen uns wieder nach Süden Richtung Victoria fallen.

Plötzlich zieht ein Gewitter auf und es wird rapide zehn Grad kühler, aber wir freuen uns über den Regen, die Vegetation kann es gebrauchen. Während ein paar Minuten später wieder die Sonne durchkommt und uns noch mit einem Regenbogen belohnt, irritiert uns im Gegenlicht etwas, dass wie die Landung eines Ufo's aussieht: Gleich drei grosse Kreuzfahrtschiffe haben im Hafen angelegt.

Freitag, 24. Juli 2009

Reif für die Insel

Wir verlassen Redneck-Capital um 8 Uhr morgens und machen uns auf nach Vancouver Island. Am Flughafen Sidney (BC) übernehmen wir einen Chevrolet HHR.

Bei näherer Betrachtung läuft dieses Modell sogar dem Dodge Caliber (siehe Vancouver Aufenthalt zu Neujahr) in seiner Hässlichkeit den Rang ab, allerdings ist der Fahrkomfort des Chevy's weitaus besser als beim Dodge.
Wir steuern das Oswego Hotel in Victoria an und beginnen dann sofort nach dem Einchecken mit der Erkundung Downtowns. Einen Stadtplan brauchen wir nicht, wir kennen uns hier aus.

Zur Mittagszeit nehmen wir einen Snack bei
Willie's Bakery ein, der ältesten Bäckerei British Columbia's. Am Nachmittag geht es zur Mile 0 (dem Anfang des HWY No. 1) und an den Pazifik.

Eine Scenic Route führt uns durch Victoria's Osten bis nach Saanich, wo wir uns in einem Bio-Laden mit den nötigen Basislebensmitteln eindecken, denn das Hotelzimmer verfügt über eine komplett eingerichtete Pantry-Küche, in der wir uns prima selbst versorgen können.
Nach einem klassischem Abendbrot (Schnittchen und Tee) machen wir noch einen Spaziergang am Wasser, bewundern den Sonnenuntergang und beschliessen dann bei einer Flasche Chardonnay vom Weingut Mount Boucherie aus dem Okanagan einen gelungenen ersten Urlaubstag.