Freitag, 31. Oktober 2008

Happy Halloween!

Neulich vor unserem Lädchen...

Dienstag, 28. Oktober 2008

Wie gewonnen, so zeronnen?

Die Kapriolen des Ölpreises wirken sich bereits auf die anhängenden Industrien aus. Während sich der eine über sinkende Rohmaterialpreise freut und das Tanken endlich wieder Spass macht, werden anderswo Projekte verschoben oder gestrichen und Budgets gekürzt. Konkret ist ab kommender Woche Sonja's Kollege, dessen Arbeit sie übernommen hat, wieder zurück im Team, da sein neues Projekt auf Eis gelegt wurde. Mal sehen, was da noch so passiert. Zur Erinnerung: die Kündigungsfristen in Kanada betragen zwei Wochen... Liebes SAMS! Komm' bitte zurück und lass' uns eventuell doch ein paar Wunschpunkte da.

Montag, 27. Oktober 2008

Hundsgefährlich

In dem an unser Apartmentgebäude angrenzenden Park ist ein Angler von einem Rudel wilder Hunde angefallen worden. Der Mann konnte sich in den Elbow-River flüchten und das Rudel mit Hilfe eines Bear Bangers (Knallkörper zum Vertreiben von Bären) in die Flucht schlagen.

Obwohl das Rudel aus dem benachbarten Tsuu-Tiina-Reservat angriff, geht die Polizei davon aus, dass die meisten Hunde von Calgarianern im und am Reservat ausgesetzt wurden. Das ist wahrscheinlich die Auffassung des gemeinen Rednecks bezüglich verantwortungsbewusster Entsorgung von Haustieren...


Bericht auf ctv

Freitag, 24. Oktober 2008

Am Sonntag...

schien die Sonne (das tut sie eigentlich fast immer), am Montag kam Herr Mohn (den haben wir aber verpasst), am Dienstag hatten wir Dienst, am Mittwoch war Mitte der Woche, am Donnerstag hat's gedonnert (oder der Nachbar über uns hat etwas Schweres fallen lassen), am Freitag war frei (zumindest für Sonja), na dann muss ja am Samstag das SAMS kommen... das mit den Wunschpunkten... die wir im Moment nicht so dringend brauchen, denn wir sind auch so zufrieden. Ja, und diese Aussage kommt tatsächlich von Deutschen! Noch einmal für die Zweifler: Wir sind in Kanada glücklich und zufrieden und dankbar dafür. Bis auf Kleinigkeiten sind wir gesund geblieben, der Job macht (wieder) Spass und ist genauso (un-)sicher wie in Deutschland. Warum dieses Posting? Haben wir zu viel Gebrauch vom Rotwein aus Nova Scotia gemacht? Mitnichten! Es war einfach eine gute Woche und das Wetter ist immer noch schön und für die Jahreszeit zu warm. Ach ja, und Sonja hat fast jeden zweiten Freitag frei, bringt dann den Haushalt schon mal auf Vordermann, so dass das Wochenende komplett gemeinsam genossen werden kann.

Aufatmen

Des Nordamerikaners liebstes Kind kann endlich wieder sorglos gefüttert werden. Seit kurzem gibt es den Liter fossilen Brennstoff wieder unter 1$ zu haben.

Freitag, 17. Oktober 2008

Another Day in (Cubicle) Paradise

Der Blog-Titel wurde bei Dilbert, dem Sinnbild aller Cubicle Dwellers (Bürozellenbewohner) abgekupfert.
Nachdem Sonja nun in ihre neue (entgültige) Bürozelle umgezogen ist, hat man bei ihr zunächst ein "ergonomic assessment" durchgeführt, d.h. Tisch, Stuhl, Computer und Licht wurden ergonomisch an die persönlichen Bedürfnisse angepasst. Man (frau) soll es eben so gemütlich wie möglich haben. Gratis gab es dazu noch eine Liste für die Cubicle Etikette und Fitnessübungen.

Die wichtigsten Zellen-Regeln sind u.a.:
Warte auf die Erlaubnis des Bewohners, bevor Du eine Bürozelle betrittst.
Don't "prairie-dog", d.h. schau nicht einfach über den Rand und mach' auf Kilroy.
Sperre den Computer und schliesse sensible Akten bei Verlassen der Zelle weg.
Nix anpacken! Als Zellen-Gast nichts benutzen oder wegnehmen.
Sprich mit Deiner "Bibliothek-Stimme". Stelle Telefon und Handy leise oder auf Vibration.
Denke daran, dass die Nachbarn mithören können.
Unterhalte Dich nicht über mehrere Cubicles hinweg.
Höre Musik nur über Kopfhörer.
Nicht Schlürfen, Kaugummiblasen oder andere Ess-Nebengeräusche erzeugen. Wegen möglicher Geruchsbelästigung der Nachbarn besser gar nicht in der Bürozelle essen.

Apropos essen:
Für Sonja's leibliches Wohl wurde heute auch mal wieder gesorgt. Im Rahmen einer Spendenaktion wurde der heutige Tag zum PINK SHIRT DAY erklärt. Für alle TrägerInnen (und das waren etwa 2/3 aller Mitarbeiter) eines pinken Oberteils gab es schon mal eine Tüte pinkfarbener M&Ms. Man erwarb Coupons für das von der Firma gesponserte Oktoberfest, die im Casino (Kantine wäre zu profan) gegen Sauerkraut mit Würstchen oder Rouladen und (alkoholfreie) Getränke eingetauscht werden konnten.

Demnächst gibt es dann den JEANS DAY. Da kann man für eine Spende die ganze Woche in Jeans herumlaufen. Für jemanden, der sonst in Kostüm oder Anzug herumlaufen muss, klingt das mächtig verlockend!

Ausserdem Sonja inzwischen das vorgeschriebene CSTS Training der Alberta Construction & Safety Association zu Arbeitsschutz und -sicherheit mit Erfolg bestanden und darf sich nun auch auf Baustellen herumtreiben. Die Begeisterung hält sich noch in Grenzen, da besagte Baustelle etwa 800km weiter im Norden liegt.

Buick Riviera

Photo: wikipedia

Amerikanische Autos der jüngeren Produktion sind ja an und für sich nicht wirklich schön. Ein Auto ist uns in aber seiner aussergewöhnlichen Hässlichkeit - es erinnert uns an eine hockende Hyäne - schon mehrfach aufgefallen, allerdings konnten wir irgendwie nie herausfinden, um was für ein Fabrikat es sich da eigentlich handelt. Als wenn der Produzent am liebsten gar nicht mit diesem Ding in Verbindung gebracht werden wollte, prangt ein grosses "R" auf seinem Kofferraum, ansonsten keinerlei Hinweis auf den Erbauer. Trotzdem ist es Kollegin Alison gelungen, den Unbekannten mittels Internet-Recherche zu identifizieren: es handelt sich einen Buick Riviera, der schon eine erstaunlich lange Geschichte hinter sich hat. Allerdings wurde die Serie 1999 nach 36 Jahren Produktion und acht Baureihen eingestellt, mit Sicherheit als Folge des völlig verunglückten Designs der achten Generation.

Trotzdem könnte die Geschichte ein glückliches Ende nehmen, denn für 2009 ist eine neue Generation geplant, und die scheint doch ein wenig interessanter auszusehen:


Photo: wikipedia

Montag, 13. Oktober 2008

Ungebrochener Trend

Bei Kabel Eins gibt es demnächst ein neues Dokusoap-Format für Emigranten: Der Auswanderer-Coach. Wahrscheinlich gehen dem Sender die "echten" Auswanderer langsam aus, und so werden nun "Möchte-gern"-Kandidaten auf eine einwöchige Probeauswanderung in das Land ihrer Träume geschickt und dort auf ihre Auswanderungstauglichkeit geprüft. Grundsätzlich ist das Konzept aber zu begrüssen, denn es weist zumindest darauf hin, dass gründliche Vorbereitung, ausreichende Sprachkenntnisse, Berufsaussichten und ein finanzielles Polster das A und O jeder Auswanderung sein sollten. Way to go!

Sonntag, 12. Oktober 2008

Langes Wochenende in den Rockies

Wie ein Freund von uns immer sagt: Life is good, and a good life is even better. In diesem Sinne haben wir uns ein Wellness-Wochenende im Rim Rock Resort in Banff gegönnt. Ein Tagesausflug bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt führte uns gestern zunächst zu den Vermillion Lakes, dann genossen wir den Ausblick vom Mount Norquay, und am Emerald Lake wanderten wir um den selbigen. Im Maple Leaf (das ist schon Tradition) und im The Bison wurden unsere kulinarischen Bedürfnisse wieder einmal bestens befriedigt. Besonders ausserhalb der Saison ist Banff doch immer wieder einen Besuch wert.



Donnerstag, 9. Oktober 2008

Scribe Fire

Manche Dinge machen das Leben wirklich einfacher. Für den Firefox-Browser gibt es jetzt ein Add-On namens Scribe Fire, mit dem man ohne irgendwelche Probleme direkt aus dem Browser auf seinen Blog zugreifen kann. Wirklich simpel, genial und, wie üblich bei Firefox, kostenlos! Wir sind begeistert!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Handys am Steuer

...bleiben in Alberta weiterhin erlaubt. Wie der Calgary Herald berichtet, hat sich die regierende konservative Partei mit grosser Mehrheit gegen ein Gesetzesvorhaben ausgesprochen, das die Benutzung von Handys oder sogar Freisprecheinrichtungen während der Fahrt verbieten würde. Die geniale Argumentation: ein solches Gesetz würde zu viele Polizisten beanspruchen und die Gerichte überlasten, wenn die Erwischten die Strafe nicht zahlen wollten. Übrigens steht, soweit uns bekannt, das Pinkeln im Park weiterhin unter Strafe...

Donnerstag, 2. Oktober 2008

2 : 0 für die Bären

Wieder einmal hat es einen Jäger erwischt, und zwar in der selben Gegend, in der schon im letzten November ein Jäger von einem Grizzly erlegt worden war (wir berichteten über die daraus resultierende Bärenjagd). In der Wildnis gilt eben immer noch das Motto 'Fressen oder gefressen werden'.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Preisverfall

Es gibt ein Aufatmen an der Konsum-Front. Die Benzinpreise sind mal eben um ca. $0.20 reduziert worden, der Liter Normal ist wieder um die $1,20 zu haben. Auch die Immobilienpreise verzeichnen einen drastischen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Laut Calgary Real Estate Board sind Häuserpreise um sechs Prozent auf durchschnittlich $440.000, Wohnungen sogar um zehn Prozent auf einen Mittelwert von $265.000 gefallen.