Montag, 30. Juni 2008

Kanada's Notendurchschnitt


Zu Ferienbeginn hat auch Kanada sein Zeugnis erhalten. Man sollte meinen, dass ein Land mit Wirtschaftswachstum, starker Währung und niedrigen Arbeitslosenquoten, in dem die Lebensqualität höher als irgendwo sonst ist, auch Bestnoten aufzuweisen hat, aber der Kandidat hat im Vergleich mit 17 anderen Industrienationen tatsächlich gerade mal den Klassendurchschnitt erreicht.
Die Wirtschaft stützt sich fast vollständig auf die Ausbeutung der Bodenschätze, und weil man damit ja schon ganz netten Profit macht, muss man ja auch nicht in Forschung und Entwicklung anderer Wirtschaftszweige investieren. Welche bahnbrechenden Innovationen kennt man aus Kanada, den Blackberry von 1999 mal ausgenommen? Dass sich die Ausbeutung von Resourcen nicht gerade mit Umweltschutz verträgt, und sich das Land entsprechend in der untersten Bewertungskategorie wieder findet, verwundert ebenfalls nicht.
Auch das in der PISA Studie hoch gelobte Ausbildungssystem konnte uns bisher nicht wirklich überzeugen. Wenn die kanadische Bildung so viel besser ist, warum begegnet man nicht wirklich vielen innovativen, smarten, zukunftsorientierten KanadierInnen? Naja, vielleicht bewegen wir uns nur in den falschen Kreisen. Jedenfalls weiss das Conference Board of Canada zu berichten, dass 4 von 10 Menschen in diesem Land nicht einmal über ausreichend Allgemeinbildung verfügen, um mit dem Alltag klar zu kommen. (quote: "7 million adult Canadians—or 4 in 10—do not have the literacy skills to cope with the demands of everyday life and work in modern society.")
Das Gesundheitssystem ist sicher nicht schlecht, es ist preiswert (in Alberta kostet es gar nichts, Zusatzversicherungen zahlt der Arbeitgeber), modernste Ausrüstung und Infrastruktur ist vorhanden. Allerdings fehlt es an Fachkräften und Nachwuchs, aber das ist nicht nur ein kanadisches Problem.
Zuletzt befindet sich die Gesellschaft im Umbruch. Auch kein ausschliesslich kanadisches Phänomen ist die Zuwanderung aus verschiedensten Kulturkreisen, die Überalterung, zu viel Stress durch Arbeitskräftemangel, aber auch der gesellschaftliche Druck, der mit Geld oft verbunden ist (mein Haus, mein Auto etc...). Aber, auch wenn Kanada in der Kategorie Lebensstandard im Ranking der letzten Jahrzehnte vom vierten auf den neunten Platz gefallen ist, den
gefühlten Lebensstandard kann jeder noch für sich selbst festlegen, und wir fühlen uns hier (immer noch) sehr wohl.
Quelle: http://sso.conferenceboard.ca/HCP.aspx

Samstag, 28. Juni 2008

Happy Birthday...

... Calgary Tower! Denn dieser wird am 30. Juni 40 Jahre alt. Daher wird auch das ganze Wochenende die Flamme auf dem Turm gezündet sein.












Ach ja, nebenbei hatte auch Ulli Geburtstag. Wie könnte es auch anders sein, sind wir wieder in Banff gelandet und haben ihren Ehrentag im Fairmont Banff Springs Hotel gefeiert, selbiges Hotel, welches Marilyn Monroe und und Filmcrew zum Dreh "Fluss ohne Widerkehr" beherbergt hatte. Fans und Cineasten werden sich an den alten Schmacht-Western sicher noch erinnern, in dem die Landschaft mindestens eine genauso gute Figur machte, wie seinerzeit MM. Bei einem guten Glas Wein lassen wir nun den Tag auf dem Balkon ausklingen und stossen noch einmal auf uns' Ulli an.
















Freitag, 27. Juni 2008

Durch's wilde Kootenay














All good things must come to an end. Über den Icefield Parkway ging es wieder Richtung Süden, dann nach Westen in den Kootenay Nationalpark mit Endstation in Invermere on the Lake. Dort haben wir uns ein rustikales Abendessen bei Live Musik im schottischen Pub Angus McToogle's gegönnt.














Heute ging es dann über den Highway 93 mit Zwischenstopps
bei den Paint Pots und dem Marble Canyon wieder zurück nach Calgary, wo Barista und Grillmeister Roland bereits mit Cafe Latte und später Cocktails, Steaks und Salat auf uns wartete.



Mittwoch, 25. Juni 2008

Strahlen und Staunen

Nach einem ausgezeichneten Frühstück im Cafe Mondo sind wir bereits eine Strasse weiter im Whistle Stop Pub wieder eingekehrt, um beim Konsum diverser Big Rock Produkte unseren Jungs beim Gewinnen zuzuschauen.













Die Zitterpartie war noch nicht ganz zu Ende, als plötzlich die Satelitenverbindung zusammenbrach und wir vor schwarzen Bildschirmen sassen. Wie war es nun ausgegangen? Die Spannung war unerträglich. Ein gewitzter Landsmann rief in Deutschland an und verkündete dann unter johlendem Beifall das erleichternde Ergebnis. Alles wird gut und wir sind im Finale!


























Nach dem Spiel waren wir voller Tatendrang und statteten der einzigen Sanddüne Albertas am Talbot Lake einen Besuch ab. Anschliessend ging es noch zum Angel Glacier am Mount Edith Cavell, wo wir etwas ausser Puste, aber vom An- und Ausblick grenzenlos begeistert, ankamen.






































Bei Earl's war schliesslich wieder Cocktailstunde angesagt, danach entfachten wir noch einmal ein Feuer im Kamin und liessen den Abend gemütlich ausklingen.

Dienstag, 24. Juni 2008

Hüttenzauber

Und weil es so gemütlich ist, (und es bei Earl's jeden Tag Happy Hour gibt...) bleiben wir wohl noch ein Weilchen.

Ja, wo laufen sie denn?

Heute haben wir uns einen relaxten Tag in Jasper und Umgebung gegönnt und Birgitt ist wieder ihrem Lieblingshobby "Shoplifting" nachgegangen.

Auf dem Weg zum Maligne Lake haben wir am Nachmittag dann mal wieder einiges Wildlife beobachten können (oder umgekehrt...)





























Montag, 23. Juni 2008

Das Juwel unter den Bergseen














Das ultimative Ziel des Kanada-Reisenden ist der Emerald Lake, eigentlich nur noch zu übertreffen durch eine Übernachtung an dem selbigen. Ohne mit der Wimper zu zucken, zahlten wir den verlangten Preis in der gleichnamigen Lodge… und wurden mit erstklassigem Licht, atemberaubendem Seeblick, absoluter Stille, einem Regenbogen und einem vorzüglichen Essen am Kaminfeuer belohnt. Was will man mehr? Bären vielleicht? Ja, haben wir auch gesehen. Nebenbei haben wir auch noch den zweithöchsten Wasserfall Kanadas besichtigt, die Takakkaw Falls,
und damit unserer Kanada-für-Geniesser-Reise einen weiteren Höhepunkt zugefügt.
















Nach einem gediegenen Frühstück und einem Morgenspaziergang am See machten wir uns auf den Weg zum Icefield Parkway. Vorbei ging es am Bow Lake und Peyto Lake, dann hinauf auf die Columbia Icefields.























Vor dem Ende der Tagesetappe in Jasper haben wir noch die Athabasca Falls "mitgenommen", bevor wir uns dann eine Blockhütte für zwei Nächte im Becker's Chalet gebucht haben.











Bear in mind: 10 bear sightings and counting! Als wenn sie nur auf uns gewartet hätten.

Samstag, 21. Juni 2008

Vom Winde verweht































































Nach Sonja's wiederholten Schwärmereien über den Waterton Nationalpark waren die Ladies endlich davon überzeugt, dass man diesen gesehen haben musste. Bei strahlendem Sonnenschein ging es zunächst nach Ford Mcloud, wo ein Tag der offenen Tür mit Antiquitäten, Einwohnern in historischen Kostümen und Oldtimern stattfand. In Waterton war es zwar windig, aber warm, so dass wir unser Picknick am Seeufer machten und uns mit den Füssen ins (kalte) Wasser wagten. Am späten Nachmittag kam ein heftiger Wind auf und peitschte das Wasser auf. Der Himmel wurde schwarz und es sah aus, als wenn die Welt untergehen würde. Wir ergriffen die Flucht, bzw. mussten uns sowieso auf den Heimweg machen. Das Gewitterwetter mit Wechselspiel von Sonne und Wolken bescherte uns noch einen Regenbogen und tauchte die Foothills in ein wunderbares Licht.

Verzweifelte Suche

In ihrer Verzweiflung, ausreichend Arbeitskräfte zu rekrutieren, greift die Regierung von Alberta nun zu drastischeren Massnahmen. Inzwischen ist es im Nominierungsprogramm der Provinz gestattet, nicht nur Eltern oder Kinder zu sponsorn, sondern auch Onkel, Tanten, Nichten und Neffen, solange sie zwischen 21 und 45 Jahre alt sind und einen in Alberta gesuchten Beruf ausüben. Also, liebe Geschwister, falls Ihr doch noch Lust verspüren solltet, nach Kanada zu kommen, jetzt wäre die Gelegenheit da.

Freitag, 20. Juni 2008

Der Bär ist los!













Nachdem Uli schon tagelang davon gefaselt hatte, unbedingt Bären sehen zu wollen, hat sich die Reiseleitung zum Besuch des Kananaskis entschlossen, in dem gerade an diesem Morgen die Warnung vor selbigem ausgegeben worden war. Die Route #40 ist nur einige Monate im Jahr durchgängig befahrbar, so waren wir quasi unter den ersten, die die Strasse in diesem Jahr unter die Räder nahmen und wie der Zufall es wollte, haben sich neben den üblichen Rocky Mountain Sheep, auch besagter Bär blicken lassen. Timing ist eben alles! Fotos sponsored by guests.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Exploring the hole














Da die Mädels heute morgen nicht "aus dem Quark" gekommen waren, konnten wir nur einen Kurztrip (äh, etwa 600km retour) zum Dinosaur Provincial Park machen. Bei Brooks wurde noch ein kurzer Tim Horton's Pit Stop eingelegt und Kaffee und Timbits (die Löcher der Donuts) getankt, danach fuhren wir zum eigentlichen Loch... in der Erde, dem Canyon des Red Deer River.













Kilometerweit ging es dann über flaches, einsames Land, dann wieder am Fluss entlang, an der Geisterstadt Dorothy vorbei, an Hoodoos und stillgelegten Bergwerken, bis Drumheller. Dort sackten wir ein paar Sandwiches ein und legten am Horseshoe Canyon ein abendliches Picknick ein.












Schliesslich fuhren wir wieder Richtung Calgary und konnten noch einen wunderbaren Sonnenuntergang vor der Skyline beobachten.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Abgehakt













Heute haben wir den nächsten Punkt auf der Liste der üblichen touristischen Attraktionen abgehakt: Lake Louise und Moraine Lake, die noch nicht zu überlaufen waren. Auch mit dem Wetter hatten wir wieder Glück.

Dienstag, 17. Juni 2008

Das Übliche... Banff














Das Geburtstagskind Birgitt durfte sich heute aussuchen, wo es hingehen sollte, und das Ziel war (natürlich) Banff. Bei strahlendem Wetter ging es mit der Gondel auf den Sulphur Mountain.












Dann gab es eine Mittagspause im Starbucks mit anschliessendem Bummel durch Banff. Inzwischen waren dunkle Gewitterwolken aufgezogen und haben für ein tolles Licht gesorgt, welches den Blick über das Tal des Bow River an den Hoodoos für die leidenschaftlichen Fotografinnen besonders spannend machte.













Danach fuhren wir den Lake Minnewanka Loop und sahen Wapitis, Bergschafen und Groundsquirrels "bei der Arbeit" zu.



























Zum krönenden Abschluss gönnten wir uns ein Abendessen im Maple Leaf und fuhren bei Sonnenuntergang, Mondlicht und Gewitter (ja, alles gleichzeitig) erschöpft von all den Eindrücken nach Calgary zurück. Ein gelungener Tag!

Lang erwartete Gäste

Seit Sonntag Abend haben wir Birgitt und Uli bei uns im Hotel Waldesruh zu Gast, seitdem zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite.

Am Montag stand Calgary Downtown auf dem Programm, welches durch kulinarische Zwischenstopps (Palomino, Starbucks, jeweils mit Blick auf's Fussballspiel Deutschland - Österreich) unterbrochen wurde.

Dann wurde der Mietwagen (ein brandneuer schwarzer Ford Explorer 4WD mit nur 15km auf dem Tacho) abgeholt, und noch ein kurzer Abstecher ins Kananaskis gemacht. Dort wurden wir dann auch zum ersten Mal, seit wir in Calgary leben, von der Polizei angehalten... sind aber mit einer Verwarnung davon gekommen. Wir haben Cowboys beim Viehtrieb zugeschaut, Bergschafe und Rehe beobachtet und den Abend schliesslich bei Moxi's ausklingen lassen.