Sonntag, 20. April 2008

In der Aufregung fast vergessen...

Dass es ein Junge würde, wussten wir ja bereits, aber wann er denn nun endlich ankommt, war noch nicht ganz klar. Wir sind mal wieder Tante und Onkel geworden. Am 19. April erblickte J.P. mit 49cm und 3,460g die Welt. Gratulation nach Wuppertal, liebes Schwesterlein mit Schwager. Wir sind schon ganz neugierig auf den zukünftigen Geschäftsführer der W.-Unternehmensgruppe.

Darüber haben wir total vergessen, dass unser Kanada-Jubiläum war. Unser VIERTES Jahr in the wild hat begonnen, und das haben wir dann gestern im Sorrentino's mit unseren Freunden Guido und Andrea gefeiert.

Donnerstag, 17. April 2008

Amen!

Foto von LyleLovett.com

Ein Grund in die Kirche zu gehen, war das gestrige Konzert (nein, nur eine kleine Vorstellung, wie der Künstler immer wieder richtig zu stellen versuchte) von Mr
Lyle Lovett. Die Veranstaltung fand downtown in der Knox United Church statt, die eine erstaunlich gute Akustik besitzt. Grossartig! Den haben wir nicht zum letzten Mal gesehen.

Die Knox United Church hat sich übrigens auf die Fahnen geschrieben, dass Menschen aller Rassen dort genauso willkommen sind wie Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. Darüber hinaus wird einmal pro Woche ein "Inn from the Cold" angeboten, bei dem obdachlosen Familien ein freier Schlafplatz mit Abendessen und Frühstück gewährt wird, wobei das Kochen, Vorbereiten und Aufräumen von Freiwilligen erledigt wird. Weiterhin gibt es in der Kirche ein
Labyrinth, dass man für Entspannung und Meditation benutzen kann. Tolle Sache, so stellen wir uns christliche Gemeinschaft vor!

Sonntag, 13. April 2008

Frühling in Banff

Das wunderschöne Wetter hat uns heute hinaus gelockt, und so haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr einen Ausflug nach Banff unternommen. Unterwegs haben wir viele Schwäne (aber noch mehr Schwanbeobachter) gesehen, offenbar machen die im Moment Zwischenstopp in Alberta. Banff selbst hat sich ja neu herausgeputzt, denn im letzten Jahr ist die Hauptstrasse, die Banff Avenue komplett renoviert worden. Sie ist leider immer noch vierspurig, aber die Bürgersteige sind jetzt deutlich breiter als zuvor. Wir hätten uns allerdings eine zweispurige Strasse mit viel Platz für Strassencafés gewünscht. Ein bisschen Shopping, einen schönen Kaffee bei Second Cup, danach noch eine Runde zum Lake Minnewanka, und schon fühlten wir uns wie im Urlaub!

Samstag, 12. April 2008

Wetterkapriolen... Fortsetzung

Kein Wunder, dass das Wetter (neben Hockey) des Kanadiers liebstes Thema ist, es gibt eben immer etwas Neues zu berichten. Heute 11.00 Uhr, sonnig, 18 Grad plus und steigend, und nein, das Foto ist nicht gestellt.

Donnerstag, 10. April 2008

Wetterkapriolen

In den letzten 90 Minuten hat es ein bisschen geschneit...

Update: Es ist jetzt zwei Stunden später (11 Uhr) und der Schnee türmt sich weiter auf (10 inches = 30 cm). Der Unterschied lässt sich am besten am Aussenspiegel und am Hinterreifen erkennen:


Übrigens soll in Okotoks, 20 km weiter südlich, überhaupt kein Schnee liegen! Und für Sonntag sind 20 Grad und Sonne angesagt... Dieser Schneesturm hat Calgary völlig überraschend getroffen, in keiner Wettervorhersage ist auch nur ansatzweise damit gerechnet worden. Laut
gab es in den letzten 24 Stunden über 200 Unfälle im Stadtgebiet.
ist deren Fotogalerie vom Tage.

Sonntag, 6. April 2008

Wir sind so global!

Ein normaler Tag in Kanada. Der Wecker aus Taiwan beept. Man schält sich aus der türkischen Bettwäsche und beginnt den Morgen mit kalifornischem Obst, ausgepresst auf der chinesischen Obstpresse, dazu ein Kaffee aus der italienischen Espressomaschine im Becher made in Thailand. Nach dem Duschen greift man zum Handtuch aus Deutschland, sucht sich passende Kleidungsstücke aus dem asiatischen Raum (Kambodscha, Vietnam, Korea), wahlweise auch Mittel- oder Südamerika (Mexico, Chile) und wählt dazu die passenden italienischen Schuhe aus. Schnell noch die emails auf dem Computer made in China gecheckt, bevor es dann im Fahrzeug made in Germany zur Arbeit geht. Ja, und in der Firma werden dann von den Kollegen, die zum Grossteil aus Korea, China, von den Philippinen, aus Indien, Sri Lanka, Jamaika, Kenia, dem Iran oder aus Mittelamerika stammen, Produkte MADE IN CANADA hergestellt. Auf dieser Seite findet man ein - leider nicht sehr umfangreiches - Verzeichnis kanadischer Hersteller. Aber wenn man den Umsatzzahlen von Walmart und Konsorten Glauben schenken darf, ist es offensichtlich dem Kanadier genauso wie uns Deutschen grundsätzlich egal, wo das Produkt hergestellt wurde, solange es nur preiswert ist.

Samstag, 5. April 2008

Aus dem Häuschen...

Die
(etwa vergleichbar mit dem
Verleih in Deutschland) werden dieses Jahr in Calgary verliehen. Das Medienspektakel im Saddledome macht die Stadt an diesem Wochenende zum Nabel der (Musik-)Welt (in Kanada). Yeah, fine, sure, whatever, letztes Jahr fand die Verleihung in Saskatoon statt, auch so ein Nabel der Welt. In der Tat scheint nicht mal der
das Gehabe wirklich ernst zu nehmen.
Die Ähnlichkeit des Juno-Logos mit dem Standard "Herren"-Piktogramm, welches auf öffentlichen Toiletten zu finden ist, ist rein zufällig und nicht beabsichtigt und steht sicherlich auch in keinem Zusammenhang mit der Qualität dieser Veranstaltung.

Manch einer der
wird sicherlich auch überregional bekannt sein, und leider ist auch die Anwesenheit des Aliens Celine Dion wohl bei solchen Ereignissen unvermeidbar.
Host (oder auf deutsch: Showmaster) ist der anglo-indisch-kanadische Comedian
, der ungeachtet aller kanadischen
besonders gern die verschiedenen ethnischen Gruppen auf's Korn nimmt, hier ein Beispiel:

Karriereaussichten in Calgary

Dieser Bericht des Calgary Economic Development gibt einen Einblick in die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes der Region wieder. Besonders interessant für uns persönlich sind natürlich die Aussichten im Logistik-Sektor. Wenn wir diesem Report Glauben schenken dürfen, wird es uns wohl in den nächsten zehn Jahren hier nicht langweilig werden...

Freitag, 4. April 2008

Heisshunger auf Steak

Seit einiger Zeit befassen wir uns schon mit dem Gedanken, uns einen Barbeque-Grill zuzulegen und damit der kanadischen "Koch-Kultur" näher zu kommen. Ein Modell hat der Herr des Hauses (Grillen ist schliesslich Männersache) dank Erfahrungsberichten (Quote: "wir grillen eigentlich jeden Tag.") bereits ins Auge gefasst.

Als nächstes werden wir uns dann noch den für Alberta zwingend vorgeschiebenen Bumper Sticker (I love Alberta Beef)


auf die Stossstange (mit drei s) kleben. Dieser Aufkleber wurde vor ein paar Jahren wegen eines BSE-Falles von der Fleischindustrie in Umlauf gebracht und wird heute offensichtlich bei Pick-up Trucks bereits serienmässig mitgeliefert.

Ganz hoch auf unserer Prioritätenliste für den bevorstehenden Heimaturlaub steht jedoch eher ein argentinisches Steak in unserem spanischen Lieblingsrestaurant.