Sonntag, 30. März 2008

Unsere eigene Strasse mit Bushaltestelle

Kollegin Alison, kürzlich auf Osterurlaub in Winnipeg gewesen, hat's dort gefunden und freundlicherweise gleich fotografisch fest gehalten. Wir warten nun noch auf jemanden, der uns ein Magerville oder den Mager Peak findet...

Ausgelycost

Heute erhielten wir eine ziemlich blöde mail unsere Web-Providers lycos, wir hätten eine "verdächtige" Datei auf unserer Homepage und sie hätten diese Datei gesperrt. Leider ist dies genau die Datei, auf die man zuerst trifft, wenn man unsere Homepage ansteuert, und deshalb war unsere Seite heute nicht erreichbar.
Von lycos gab es - auch auf Nachfrage - keine weitere Information, was diese Datei denn nun so schlimmes anstelle, deshalb haben wir uns entschlossen, das freundliche Angebot unseres Freundes Guido anzunehmen und zwischenzeitlich auf seinen Server umzuziehen, bis wir eine neue Heimat für unsere Seite gefunden haben. Vielen, vielen Dank dafür!
Deshalb seht Ihr jetzt also eine neue Adresse oben im Browser. Wir werden uns bemühen, schnell einen neuen Provider zu finden, damit alles wieder aussieht wie gewohnt. Bei lycos werden wir nicht mehr landen...

Freitag, 28. März 2008

Nicht billig...

... ist das Leben in Calgary. Laut einer KPMG Studie befindet die Präriestadt inzwischen auf Rang Zwei der teuersten Städte Kanadas. Vancouver - wen wundert's - ist auf Platz Eins. Aufgrund seiner Stellung als "wirtschaftlicher Umschlageplatz" (quote: hub of economic activity) scheut Adam Legge, Chief Economist bei Economic Development Calgary auch den Vergleich mit anderen Wirtschaftszentren wie New York und London nicht. Wir würden Calgary's Stellung vielleicht eher mit Houston oder Düsseldorf gleichsetzen. Aber London oder New York?

Freitag, 21. März 2008

Frohe Ostern!

Karfreitag ist auch in Kanada ein Feiertag, aber geschlossene Geschäfte sucht man vergeblich. Im Gegenteil, denn gerade an den Feiertagen hat der potentielle Kunde doch viel mehr Zeit und Ruhe, einzukaufen. Wenn man dazu den Artikel im Kölner Stadtanzeiger gegenüberstellt: Ostersonntag keine frischen Brötchen!
dann sagen wir uns: Bei uns aber schon! Und zwar jeden Tag! Danke Kanada, dass es dieses elende Ladenöffnungszeitengesetz hier nicht gibt. Hier entscheiden die Geschäftsinhaber noch selbst, wann und wie lange sie geöffnet haben.

Auf dem Weg aus der musikalischen Krise?

Dass wir hier in Calgary musikalisch nicht gerade verwöhnt werden, haben wir ja bereits mehrfach beschrieben. Neben den durchaus interessanten Konzerten auf der Stampede, einem netten Folk-Festival und einem mittelmässigen Jazz-Festival, dass allerdings im Vergleich zum Beispiel mit dem Leverkusener Jazz-Fest maximal zweitklassig ist, gab es hier bislang wirklich nicht viel zu sehen. Police im letzten Jahr haben einen weiten Bogen um Calgary geschlagen, Yes machen es dieses Jahr genauso, aber Besserung ist in Sicht: im Juli kommt Mark Knopfler (ausverkauft), im Mai gibt's Dream Theater (zu laut für uns alte Leute), Dave Brubeck kommt zum Jazz Festival, und für April konnten wir Karten ergattern für Lyle Lovett, einen unserer Lieblingsmusiker.

Solch gute Konzert-Aussichten hat es hier noch nicht gegeben, seit wir in Calgary sind. Wenn jetzt noch die Bands auf der Stampede stimmen, könnten wir tatsächlich mal wieder gute Live-Musik zu hören bekommen!

Donnerstag, 20. März 2008

Alles wird gut!

Seit etwa zwei Jahren litt Sonja unter schmerzhaften Beschwerden und ist damit von Doktor zu Doktor getingelt, oder auch mal in der Notaufnahme gelandet (in Calgary ein besonderes Erlebnis, denn die Wartezeit auf den Arzt betrug "nur" acht Stunden...). Immer wieder wurden Pillen verschrieben, die natürlich nichts halfen, da sie nur die Symptome, jedoch nicht die Ursache bekämpften. Es wurde getestet, geschallt, geröngt, biopsiert, jedoch kam man der Ursache nicht näher. Positiv gesehen, wurden gleichzeitig wenigstens auch viele Krankheiten ausgeschlossen.

Erst der vierte Arztwechsel brachte die Erlösung. Dieser Doktor überwies Sonja endlich zum richtigen Facharzt, der gestern besagtes Problem per Operation aus der Welt schaffte. Der Service in der Tagesklinik des Foothills Hospitals (dort wo auch Cliff seine Erfrierungen kurierte) war excellent und professionell. Sonja wurde in den OP-Raum geführt, allen Beteiligten vorgestellt, dann wurde die Prozedur erklärt, bevor sie schliesslich auf den OP-Tisch hüpfen durfte. Alles ging sehr offen und transparent zu und dient dazu, das Vertrauen der Patienten zu gewinnen, wie man erklärte. Bei Sonja hat's jedenfalls funktioniert. Der Assistenzarzt hatte zwar noch seine Nöte, die Vene zu treffen (er brauchte drei Versuche) aber wir brauchen ja den medizinischen Nachwuchs, also hat sie stillgehalten. Drei Stunden danach wurde sie dann nach Hause entlassen. Natürlich leidet Sonja noch unter den "Nachwehen" des Eingriffs und muss wohl ein paar Tage zu Hause bleiben (das ist schlimmer als die eigentliche OP), aber es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Es gibt also nicht nur schlechte Nachrichten an der Gesundheitsfront in Calgary (es sei denn, man ist ein Notfall...). Wie gesagt, alles wird gut.

Montag, 17. März 2008

Spring Cleaning

Beim Ausmisten sind wir auf ein paar alte Schätze gestossen. Am Anfang war ja bekanntlicherweise das Wort, und da sich selbiges in Kanadaforen noch nicht so stark etabliert hatte, verbargen sich im alten Jahrtausend die Geheimnisse der Auswanderung meist noch in Büchern. Bereits 1996 (da kannten wir uns noch gar nicht) kaufte Roland Karin Leja's "Handbuch für Auswanderer", welches uns 2003 bei unseren Vorbereitungen immer noch gute Dienste geleistet hat. Das Millenium brachte uns den "Traum von Kanada" von Heliane Klingelhöfer -Grundel, das durch im Internet aktuell abrufbare Informationen leider völlig überholt ist, und ein Freund schenkte uns 2004 Ulrich Laux "Abenteuer Kanada... ist anders", damit sich unser Realitätsschock in Grenzen hielte. Letzteres ein Werk, geschrieben aus bierernstem deutschem Blickwinkel, welchem wir so manches Mal zustimmen konnten, das uns aber oft genug auch zum Schmunzeln bis hin zu hysterischem Gelächter veranlasste.
Wir können jedenfalls immer wieder allen potentiellen Immigranten empfehlen, lest alles, was Ihr zur zum Thema Immigration in die Finger bekommen könnt, lernt die Landessprache und akzeptiert, das Kanada "anders" ist (auch wenn's manchmal schwer fällt), dann klappt's nicht nur mit dem Auswandern, sondern auch mit dem Wohlfühlen in der neuen Wahlheimat. GOOD LUCK!

Samstag, 15. März 2008

Wir verkaufen unsere Wohnung in Leichlingen!

Blick vom Balkon

Da wir uns entschieden haben, noch eine Weile in Kanada zu bleiben, haben wir uns dazu durch gerungen, unsere schöne Wohnung in Leichlingen im Bergischen Land zu verkaufen. Die 3-Zimmer Wohnung verfügt über eine sehr schöne Hanglage mit Blick über Leichlingen und ist sehr, sehr sonnig
!

Kanada ändert die Regeln für Immigration

Wie auf der cic-Seite nachzulesen ist, ändert Kanada die Bestimmungen zur Bearbeitung von Skilled Worker Applications, da man mittlerweile über 600,000 Anträge im Rückstand ist. Die einschneidende Neuerung ist, dass Kanada in Zukunft nicht mehr verpflichtet ist, JEDEN Antrag zu bearbeiten, sondern nur noch diejenigen, die am besten zu den Bedürfnissen des kanadischen Arbeitsmarkt passen.

Die neuen Regeln gelten nur für Bewerbungen ab dem 27. Februar 2008, alle älteren Bewerbungen werden in jedem Fall bearbeitet - im Laufe der nächsten sechs Jahre...

Sonntag, 9. März 2008

Kobra, übernehmen Sie!

Da wir zum Freiwilligen-Heer (auch Impossible Missions Force - kurz IMF genannt) unserer Community gehören, war unser Geheimauftrag diesmal die Akquisition von Unterschriften der Wohnungseigentümer für einen zweiten Rettungsweg zum Gelände. Wir haben den Auftrag und auch die damit verbundenen Risiken (plattgelaufene Füsse und Riesendurst nach endlos wiederholten Erklärungen) akzeptiert und heute Phase Eins abgeschlossen. Wir geben zu, "Klinken putzen" ist nicht unsere Lieblingsbeschäftigung, aber schliesslich sind wir ein Team von neun Agenten, und wir werden diese Mission unter Einsatz unseres Lebens zum Erfolg führen.

"Should any of your IM Force be caught or killed during this mission, the secretary will disavow any knowledge of your actions. This Posting won't self-destruct in 10 seconds, though. Um, however, good luck, Jim."

Samstag, 8. März 2008

Triumpf für die PC's

... mal wieder. Frei nach dem Motto: "Stellt Euch vor es sind Wahlen, und keiner geht hin" haben es die Konservativen (wir lassen das mal mit dem progressiv) geschafft, an der Regierung zu bleiben. Mit einer negativen Rekord-Wahlbeteiligung von 41% ist das auch kein Wunder. So kann Demokratie nach hinten los gehen, wenn der Wähler, statt sein Wahlrecht wahrzunehmen, von seinem Nichtwahlrecht Gebrauch macht. Das verstehe wer will, denn genau diese Nichtwähler werden unberechtigterweise in der nächsten Regierungsperiode nichts besseres vor haben, als an der Situation herum zu mäkeln. Das Phänomen gibt's also nicht nur in Deutschland.

Ist Paranoia ansteckend?

Von unserem Nachbarn im Süden sind wir ja einiges gewöhnt, was "Waffenkultur" angeht, doch nun scheint sich das Bedürfnis zur bewaffneten Selbstverteidigung auch mehr und mehr in Kanada auszubreiten. Kanada's Park Wardens (Wildhüter im Nationalpark, in den USA auch Park Ranger genannt) sollen nun wohl mit Handfeuerwaffen ausgestattet werden. Obwohl das Leben in der Natur sicherlich nicht ungefährlich ist, und sich die Wardens des öfteren mit Wilderern oder auch extrem auffälligen Touristen auseinander setzen müssen, halten wir diese Massnahme doch für etwas überzogen. Beruhigend ist jedoch, dass sich wohl einige der Nationalparkangestellten weigern werden, diese Aufrüstung mitzumachen. Quelle: CBC

Mittwoch, 5. März 2008

Häh?

"...jeder muss im job permanently seine intangible assets mit high risk neu relaunchen und seine skills so posten, dass die benefits alle ratings sprengen, damit der cash-flow stimmt. Wichtig ist corporate-identity, die mit perfect customizing und eye catchern jedes Jahr geupgedatet wird!"
Hilmar Kopper, vormaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen... danke Rita!
Also ich weiss gar nicht was Ihr habt, so oder so ähnlich klingen wir auch meist, wenn wir gerade von der Arbeit kommen...

Sonntag, 2. März 2008

Aus gegebenem Anlass

Immer wieder erreichen uns zahlreiche Anfragen zur Einwanderung, mit der Bitte um Hilfestellung, Tipps oder einen Rat. Zu diesem Zwecke teilen wir auch gern unsere persönlichen Erfahrungen mit unseren LeserInnen und haben diese für jedermann lesbar ins Netz gestellt.
Dennoch bitten wir um Verständnis, dass wir nicht individuell bei der Einwanderung behilflich sein und auch keine Jobs vermitteln können und wollen. Dafür fehlt uns die Zeit und das Fachwissen, und das dürfen wir auch gar nicht. Dafür gibt es professionell zugelassenene Dienstleister, und diese sind - mit Recht - kostenpflichtig.
Will man sich diese Kosten sparen, empfehlen wir zur Vertiefung der Materie neben dem Besuch der
Seite der kanadischen Botschaft regelmässige Besuche von Auswanderer-Foren sowie eine umfassende Recherche der weiterführenden Links auf unserer Webseite.

Live long and prosper!

Pam und Sonja lernten sich 2003 in einem Internetforum für Serienjunkies kennen. Mit Pam's Hilfe verbesserte Sonja durch den ständigen Austausch von Email-Korrespondenz und später auch via Skype ihre Englischkenntnisse vor der Auswanderung. Am Freitag waren wir also zu Pam's Hochzeit eingeladen, eine kleine Zeremonie, die nur im engsten Familien- und Freundekreis in einem typisch Calgarianischen Restaurant abgehalten wurde. Es gab Prime Ribs und Salatbuffet. Ein Kuriosum: Ehegatte Kirk, der dänischer Abstammung ist, besteht darauf, ein Cousin von Viggo Mortensen zu sein. Dieser wäre wohl auch beinahe zur Hochzeit erschienen. Yeah, right, sure, whatever... die Ähnlichkeit ist ja auch nicht zu verleugnen.

Viggo (kleines Bild), Kirk links, dann Pam und Kirk's Adoptivmutter (75 Jahre alt, bekennende Trekkie mit Starfleet Rank eines Corporals, coole Lady)

 Am Samstagmorgen haben wir uns dann (wieder mal eben) nach Edmonton zu Christiane und den Pänz aufgemacht. Es hat nur anfangs ein wenig gehagelt, danach sind sind wir gut vorangekommen (nur dreieinhalb Stunden). Während die Frauen sich den ernsteren Dingen des Lebens zugewandt hatten, durften die Kids Playstation spielen, und Roland wurde zu einer ernsten Konkurrenz für die Jungs. Am Abend ging es dann in ein erstklassiges europäisches Restaurant - das
Vicky's - unter griechischem Management. Die Zeit verging wie immer im Fluge, die Nacht wurde zum Tage gemacht und dann ging es trotz nächtlichem Schneefall am späten Sonntagvormittag innerhalb von drei Stunden zurück auf's heimische Sofa.