Freitag, 15. Februar 2008

Pulling a P.

Es war einmal vor langer Zeit im fernen Heimatland… da gab es in unserer beruflichen Vergangenheit einen Vorgesetzten, der von uns sehr geschätzt wurde und von dem wir viel gelernt haben, der aber eine nicht immer ganz einfache Persönlichkeit besass. Mit ihm geführte Diskussionen endeten oft mit der eigenen Schlussfolgerung, dass man für den Job eigentlich viel zu blöd ist, denn der Mann war einem nicht nur geistig immer drei Schritte voraus (was die Kommunikation und das Verständnis für die Sache schon einmal verkomplizieren konnte), sondern behielt mit seinen Aussagen auch noch (fast) immer Recht.

Unsere heutige Zusammenarbeit mit kanadischen KollegInnen erinnert uns manchmal an diese Zeiten, mit dem Unterschied, dass wir uns heute schon mal in der Situation wieder finden, in der unser Ex-Chef damals war. Und wenn denn einer dieser Tage damit endet, dass wir unsere werten KollegInnen mit ihrer Unfähigkeit konfrontieren, an der Vermittlung von Sachverhalten verzweifeln oder unsere Mitarbeiter auf wiederholte Fehler aufmerksam machen müssen, mit der Aufforderung diese doch bitte abzustellen, dann sprechen wir davon, “einen P.” gemacht zu haben…  

Aufgrund des uns wohl angeborenen autoritären Tonfalls endet dieses dann so manches Mal vor dem Personalchef oder sogar vorm Geschäftsführer, da sich die harmoniebedürftigen Eingeborenen gern über den Stil der Ausübung konstruktiver Kritik beschweren. Bloody arrogant German Jerks we are! Und wer ist schuld? Herr P. natürlich!

Bei dieser Gelegenheit senden wir herzliche Grüsse nach Aachen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen