Montag, 29. Dezember 2008

Unsere Stadt!

... oder: Was tut man nicht alles für einen neuen Reisepass.


Der Winter hat Kanada fest im Griff, und nebenbei hat Air Canada mal wieder Personalprobleme (Die Feiertage kommen halt immer so plötzlich.). Daher wurden sowohl am 24. als auch am 25. Dezember etliche Flüge nach Vancouver storniert. Zum Glück für uns hatten wir den richtigen Abflugzeitpunkt gebucht und trafen fahrplanmässig mit lediglich einer halben Stunde Verspätung am Flughafen Vancouver ein. Obwohl am Gepäckband bereits ein grosses Durcheinander mit irregeleiteten Gepäckstücken bestand, wurden unsere Taschen aus Calgary ohne Verzug ausgeladen, und wir stolperten direkt in den Airporter Bus, der uns zum Pan Pacific Hotel brachte. Hier der Blick aus dem 19. Stock:

Statt des erwarteten Regens gab es auch in Vancouver Unmengen von Schnee, der den Verkehr downtown fast zum Erliegen brachte, so war es wunderbar weihnachtlich still im Stadtkern.


Das Abendessen haben wir uns dann nach einem kleinen Spaziergang in Gastown bei Cocktails und Sushi in der Cascade Lounge im Hotel gegönnt, u.a. da am Weihnachtstag ausser ein paar Fastfood Buden nicht viel anderes geöffnet hatte.

Am Boxing Day stellten sich hartgesottene Schnäppchenjäger stundenlang im Schneetreiben vor Markenläden an, während wir das Ganze von unserem warmen Plätzchen im Cafe Crepe auf der Robson Street beobachteten. Nach Shopping war uns in dem Gedränge nicht, und so sind wir später fast allein im Stanley Park herumgestapft und haben u.a. einen Koyoten bei der Entenjagd beobachtet.
Am nächsten Tag haben wir uns mit dem Skytrain nach Metrotown aufgemacht und uns auf der Suche nach Schuhen für Roland die Füsse platt gelaufen. Ohne Erfolg, man lebt hier wohl nicht auf so grossem Selbigen... Den Abend haben wir dann rustikal im Steamworks verbracht.
Bei unseren diversen Spaziergängen hat es uns am False Creek wieder besonders gefallen. Wir sind ja doch im Herzen echte City Slickers. Vom Science Center aus ging es, unterbrochen von "ist das schön" Seufzern und einer stärkenden Mahlzeit im Bojangles on the Waterfront immer an der Sealwall entlang bis zur Burrard Street, die uns dann nach erfolgreicher "Plünderung" des HMV (zum Zwecke des der Erweiterung unseres TV Horizontes) wieder gen Hotel führte. Für unsere kulinarischen Bedürfnisse wurde am Abend dann bestens in Zefferelli's Spaghetti Joint gesorgt.
Direkt morgens um 9 Uhr begaben wir uns heute zur Deutschen Botschaft (gleich neben dem Hotel), um dem Hauptgrund unserer Reise Rechnung zu tragen: Sonja's Reisepass. Es herrschte kaum Kundenverkehr, so war die Wartezeit nicht der Rede wert. Neben dem derzeitigen Reisepass, der PR Card, einem aktuellen (biometrischen) Foto, der Abmeldebestätigung in Deutschland legt man noch 123.00$ auf den Tisch und gibt seine Fingerabdrücke ab (der Hauptgrund, warum man persönlich erscheinen muss!). Das war's, der Reisepass wird dann bei Ankunft per Einschreiben an die Heimatadresse zugeschickt.

Auf der Robson Street entdeckten wir ein indisches Restaurant, das Taste of India, welches dann für den Gaumengenuss des heutigen Abends sorgte. Diese Auswahl an guten (und trotzdem preiswerten) Restaurants ist einfach herrlich.

Derzeit herrscht typisches Pacific Coast Winterwetter: Es regnet und stürmt und ist mit einstelligen Plusgraden viel zu warm für uns...

Samstag, 20. Dezember 2008

Feuerzangenbowle

Ein Klassiker!
"Also die alkoholische Gärung - oder vielmehr die Gärung des Alkohols - sie erzeugt Alkohol - das heißt also, der Alkohol erzeugt Gärung - sogenannte alkoholische Gärung -"

"Pfeiffer, Sie faseln."

"Der gärende Alkohol fängt an zu faseln - fänft an in faselnde Gärung überzugehen - und so entsteht Heidelbeerfusel - Heidelbeerfasel"

"Was ist los met Ehnen?"

"Nichts, Herr Professor. Und wenn dann der Heidelbeerfusel beziehungsweise Alkohol- oder vielmehr der Heidelbeerkohl - ich meine: der gärende Altheidelbeerkohl..."


Nach zweimaligem Auslösen des Feueralarms, war das Werk vollendet. Prost! In diesem Sinne, berauschte Grüsse aus Calgary!

Schön, aber kalt!

Wer bin ich?
Bei diesen Temperaturen kann sogar der Gang zum Müllcontainer zum Abenteuer werden.

Über dem teilweise zugefrorenen Elbow River bilden sich Eisnebelschwaden. Der Atem gefriert im Schal, das Gesicht wird taub und auf den Augenlidern kleben Eiskristalle.

Ein Grund mehr, sich auf den heutigen Abend zu freuen, denn wir sind bei Andrea und Guido zu Feuerzangenbowle (sowohl Film als auch Getränk) eingeladen.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Nie wieder essen!



Alle Jahre wieder geht's zum Brunchen ins Banff Springs Hotel. Mit Guido und Andrea machten wir uns also bei minus 32 Grad in das eine Stunde entfernte Banff auf. Es war nur wenig Verkehr, die Strassen waren befahrbar und auf den Wagen konnten wir uns auch verlassen. Dennoch hatten wir für den Fall der Fälle neben warmen Jacken auch Winterstiefel und Schlafsäcke dabei. Nach fast drei Stunden Völlerei machten wir uns dann wieder erschöpft auf den Heimweg. Es war wieder köstlich.

Allerdings war der Tag für uns noch nicht vorbei. Bei Tommy Hilfiger gab es 40% Rabatt (Mann, haben wir wieder gespart!) und bei Mark's Workwear (Sonja bekommt hier Firmenrabatt) haben wir für Roland noch winterfeste Kleidung besorgt, da er nächste Woche die Inventur beaufsichtigt. Die Zählmannschaft ist bei zweistelligen Minusgeraden um diese Aufgabe wirklich nicht zu beneiden.

Samstag, 13. Dezember 2008

Inhaltsangabe 2008

Für diejenigen, die zu faul (oder zu beschäftigt) sind, unseren Blog über das Jahr zu verfolgen, gibt es wieder mal eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse:
Der Januar ist von Winterstürmen begleitet, so dass wir es vorziehen im Haus zu bleiben.
Im Februar berichten wir von Arbeitserfahrungen, Wahlen und der Mondfinsternis.
Im März feiern wir Pam’s Hochzeit, wollen uns vom letzten Balast in Deutschland - unserer Wohnung - trennen und Sonja wird operiert.
Der April bringt uns die ersten T-Shirt geeigneten Temperaturen, Lyle Lovett, einen Ausflug nach Banff und die Geburt von Neffe J.P.
Der Mai hält für uns den Besuch in Deutschland, Kurztripps durch die Prärie und Foothills und die Frühjahrsflut bereit.
Im Juni wohnen wir einer bangladesischen Hochzeit bei und haben das Vergnügen, langersehntem Besuch die Schönheit der Rockies zu zeigen.
Im Juli ist es Zeit für Stampede, Sun and Salsa und das Folkfest.
Im August kündigt Sonja ihren Job, Roland ist auf Geschäftsreise in Houston und wir fliegen nach Nova Scotia.
Der September führt uns durch Neufundland, dann zurück nach Nova Scotia, PEI und New Brunswick, bevor Sonja dann ihren neuen Job antritt.
Im Oktober gönnen wir uns ein Wellness-Wochenende in Banff, und es gibt erste Eindrücke aus Sonja’s neuem Arbeitsumfeld und zur veränderten Wirtschaftslage.
Im November geht mit Obama's Wahl ein Aufatmen durch die Welt, neben der Rezession schlägt auch ein Meteor in Alberta ein und die Stampeders gewinnen den Grey Cup.
Der Dezember erscheckt mit einer Kündigungswelle und einem Wintereinbruch, überrascht mit Weihnachtspaketen aus aller Welt und hat einen Besuch in Vancouver auf dem Plan.

Wir möchten uns auch dieses Jahr für das Interesse, die Anregungen und das Feedback bei unseren LeserInnen bedanken und wünschen Euch allen besinnliche Festtage und ein gutes neues Jahr. Stay tuned!

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Freitag, 12. Dezember 2008

Die Aussichten zum Wochenende

Es wird kalt in Kanada... heute mittag fing es an zu schneien und hat seitdem nicht mehr aufgehört. So haben wir für den Nachhauseweg von 24 km fast zwei Stunden gebraucht. In der ganzen Zeit haben wir nicht ein Schneeräum-Fahrzeug oder auch nur einen Sand-Truck gesichtet, obwohl in den Nachrichten davon berichtet wurde, dass diese 24/7 im Einsatz wären. Man fragt sich nur wo? Jedenfalls nicht auf den Hauptverkehrsadern, denn da waren wir unterwegs. Hierzu ergänzend die Umfrage von CTV. Wir sind offensichtlich nicht die Einzigen, die mit dem Service weniger zufrieden waren.
Naja, der Winter kommt halt doch immer wieder sehr überraschend und unerwartet, und überfordert dann die Verantwortlichen der City of Calgary.

Jedenfalls machen wir es uns nun bei Mom's Keksen und Kaffee mit Schuss am Kamin gemütlich und werden das Gebäude nur im äussersten Notfall verlassen.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Der Winter ist da!

Es ist nicht der erste Schnee der Saison, aber zum ersten Mal sieht das ganze wie Winter aus! Nach einem ungewöhnlich milden November sollen heute 15 cm Schnee fallen, allerdings bei Temperaturen um die null Grad. Da es dann aber etwas kälter werden soll, könnte es sein, dass uns der Schnee ein paar Tage begleiten wird. Zeit für eine Tasse Tee, selbst gebackenes Brot (damit wir nicht raus müssen) und unseren Kamin!

Samstag, 6. Dezember 2008

Simpsonized!

   

Sonja hat nicht genug zu tun und beim Surfen die Seite
http://simpsonizeme.com gefunden, auf der man sich mittels Foto-Uploads in einen Charakter der Simpsons verwandeln kann. Echt lustig, und kaum vom Original zu unterscheiden!

Freitag, 5. Dezember 2008

Ja ist denn schon Weihnachten?

Gleich zwei Pakete sind in den letzten zwei Tagen bei uns angekommen! Zunächst gab es eines von Petra aus Virginia, die - dank Aldi und eines Ladens für Bundeswehrangehörige - einen direkten Zugang zu Süssigkeiten aus Deutschland hat. Marzipankartoffeln, Dominosteine (hat Roland schon verputzt) und viele weitere Leckereien haben ihren Weg nach Calgary gefunden. Vielen, vielen Dank in Richtung Südosten!

Heute hat Roland dann schwer an einem Paket aus Deutschland zu schleppen gehabt. Die versammelten Mütter sowie Geschwister haben eine Riesen-Kiste zusammengestellt, dessen Portokosten den Staatshaushalt Botswanas sprengen würde. Sonja freut sich ganz besonders über Zentis-Pflaumenmus und ff-Erdnussflips, Roland natürlich über zwei Packungen Miracoli. Ganz zu schweigen von den selbst gebackenen Plätzchen, den Bildern der Nichte, den (natürlich noch nicht ausgepackten) Weihnachtsgeschenken und, und, und... Wow! Tausend Dank nach Deutschland!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Pink Slipped!

Was sich in Deutschland über Monate hingezogen hätte, geht hier in Kanada ganz schnell: Die Anpassung der Unternehmensgrösse and die derzeitigen Marktverhältnisse. Auftragsrückgang und Baustopp haben gestern für eine Entlassungswelle in Sonja's Company gesorgt. Neun kleine Einkäuferlein gehörten vormals zur Abteilung, und seid gestern sind es nur noch sechs, denn drei KollegInnen haben ihren Pink Slip bekommen. Alle waren geschockt, und entsprechend war die Stimmung heute im Keller. Entgegen sonstiger Gepflogenheiten hat die Firma den Betroffenen wenigstens sechs Wochen Kündigungsfrist gewährt (normal sind zwei Wochen). Ist das der Anfang vom Ende...?

Sonntag, 30. November 2008

Ein Hauch von Broadway

... wehte über den Campus der Universität, als im Jubilee Auditorium das Musical Hairspray aufgeführt wurde. Sonja hatte die Tickets zu der (wahrscheinlich) ausverkauften Veranstaltung von einer Kollegin geschenkt bekommen.
Eigentlich machen wir uns nicht ja so viel aus Theaterstücken, in denen die Protagonisten unvermittelt in Gesang ausbrechen, aber die Aufführung war wirklich gelungen, das Bühnenbild geschickt gemacht, die Darsteller spritzig und das Publikum dementsprechend hingerissen. Jep, es hat sich gelohnt, das gelobte heimische Sofa am Samstagabend zu verlassen. Danke, Doina!
Calgary, minus 4 Grad, die Luft ist trocken, ein leichter Nordwestwind... und die Frisur sitzt.


Samstag, 29. November 2008

Aufregung in Ottawa

Nach dem doch ziemlich langweiligen kanadischen Wahlkampf und dem noch langweiligeren Wahlergebnis vor einigen Wochen (eine weitere Minderheitenregierung der Konservativen) kommt jetzt doch endlich Spannung auf in der kanadischen Politik! Mit der offiziellen Begründung, der konservative Premier Harper hätte die drohende Rezession kleingeredet und keine Schritte dagegen unternommen, wird es wohl in den nächsten zwei Wochen einen gemeinsamen Versuch der Liberalen und der linksgerichteten Neuen Demokraten geben, die frisch gewählte Regierung zu stürzen. Der Bloc Quebequois steht dem ganzen anscheinened wohlwollend gegenüber, so dass die Konservativen offensichtlich tatsächlich nervös werden. Zumindest zieht Harper jetzt alle Register und hat eine mögliche Vertrauensfrage zunächst einmal verschoben.

Der wahre Grund für diesen Vorstoss der zwei eigentlich ziemlich verfeindeten Mitte/links-Parteien liegt aber wohl in der Absicht Harpers, das Parteien-Finanzierungssytem zu ändern. Im Moment erhält jede Partei 2$ pro Wahlstimme aus der Staatskasse, Harper will zurück zu einem Spendensystem. Offenbar gefällt dies den linksgerichteten Parteien nicht besonders.

Ob der Plan auf geht, steht allerdings in den Sternen. Nach der schweren Wahlniederlage im Oktober hat der Chef der Liberalen, Dion, seinen Rücktritt im nächsten Mai angekündigt. Und der Mann soll jetzt Premier werden? Das kann sich niemand so richtig vorstellen. Die Liberalen müssen also schnellstens ihre Hausaufgaben machen und mit einer neuen Führungspersönlichkeit um die Ecke kommen, wenn sie Harper wirklich gefährlich werden wollen!

Montag, 24. November 2008

Stampeders sind Champions


Photo: Calgary Herald

Die Calgary Stampeders haben zum sechsten Mal den Grey Cup, die kanadische Football-Meisterschaft gewonnen. Canadian Football wird - laut vertrauenswürdigen Quellen - nach etwas anderen Regeln gespielt als American Football, aber für uns sieht das ziemlich gleich aus.

Obwohl das Finale gegen Montreal ein echtes Auswärtsspiel im dortigen Olympiastadion war, und trotz eines zwischenzeitlichen 3:13-Rückstandes gelang den Stampeders am Ende ein 22:14-Erfolg. Ein Riesending hier in Calgary!

Donnerstag, 20. November 2008

Did you see the light?


Video einer Polizeiwagen Dashboard-Cam in Edmonton

Heute um halb sechs Uhr abends hat es den Himmel über ganz Alberta erleuchtet und wohl auch die Telefonleitungen erglühen lassen, da es hunderte von besorgten und neugierigen Anrufen bei der Polizei oder bei Funk- und Fernsehsendern gegeben hat. Noch rätselt man, ob es ein Ufo, ein Satellit oder ein Meteor gewesen sein kann. Erste Erklärungsversuche hier, hier und hier.

Mittwoch, 19. November 2008

MitarbeiterIn des Monats

Nichtsahnend, dass es die Firma mit dem ur-amerikanischen Ritual der Belobigung verdienter MitarbeiterInnen sehr ernst meint, hatte Sonja einen kleinen Sonderauftrag ausserhalb ihres normalen Arbeitsumfangs übernommen. Anschliessend gab es ein 'Good Job!' vom Chef und das war's... dachte sie. Ein paar Tage später hat sich dann das Management im Rahmen des Abteilungs-Meetings mit einer gerahmten Danksagungsurkunde und einem Geschenkgutschein für den besonderen Einsatz bedankt. Da machen die Sonderaufgaben doch gleich noch mehr Spass.

Mittwoch, 12. November 2008

Yes.We.Can.

In diesem Beitrag auf CBC The Gospel of Green wird das Potential Kanadas für Alternativ-Energien analysiert. Nicht überrascht hat dabei, dass man als Vorbild Deutschland herangezogen hat und den europäischen Al Gore Hermann Scheer zu Wort kommen lässt.

Doch Kanada hat durchaus eigene Pioniere der grünen Energie.
Der Hersteller von Solarzellen ARISE hat allerdings mangels lokaler Nachfrage kurz vor dem Konkurs nach Bischofswerda 'rüber gemacht.
In der Fahrzeugindustrie lässt noch der Elektrowagen ZENN hoffen, welcher derzeit aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht im eigenen Land verkauft werden darf. Aber Kanada und Offshore Windkraftwerke? Das bleibt ein Kampf gegen Windmühlen.

Während in Deutschland mit Steuervorteilen und Förderungsmitteln für den Einsatz umweltfreundlicher Energien geworben wird, sind weder die kanadische Regierung, und noch weniger die kanadische Energie-Industrie daran interessiert, dass diese Konzepte erfolgreich werden. Kanada kann schon, will aber (noch) nicht.

Congrats!

In Sonja's Firma gab es in dieser Woche anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums eine gross angelegte Multimedia-Präsentation mit Konferenzschaltung zu allen Sateliten-Büros und Zweigstellen. Leger gekleidete, hochrangige Vertreter des Managements (sicher bei Steve Jobs abgekupfert), ausgestattet mit Head-Set Mikrofonen, gaben einen Rückblick auf 2008 ("Good Job!") und stellten dann die (nicht so tollen) Aussichten für das Jahr 2009 vor. Nebenbei gab es (natürlich) wieder etwas zu essen.
In der alten Welt hat man für Traditionsunternehmen gearbeitet, die bereits ihr 125-jähriges oder 100-jähriges Jubiläum hinter sich bringen durften, doch im jungen Nordamerika sind 25 Jahre bereits eine verdammt lange Zeit, und das wird auch entsprechend zelebriert.

Welcome to the Real World

Im April 2005 haben wir begeistert vom Benzinpreis in Calgary berichtet. Damals waren es 0.85$ in einem wachsenden Markt. Inzwischen ist der Liter fossilen Brennstoffes wieder für um die 0.80$ zu haben. So schön das für den Endverbraucher ist, es ist leider auch ein Anzeichen, dass die Rezession in Kanada Einzug hält. Denn viele, mit der Ölförderung verbundene Projekte werden nun verzögert, und durch fallende Immobilienpreise und geringere Nachfrage sind auch viele Bauprojekte ausgesetzt worden. Für 2009 wird ein Wegfall von etwa 100.000 Arbeitsplätzen und ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 7.2% prognostiziert. Im Vergleich dazu spricht man in Deutschland vom Wegfall von ca. 35.000 Jobs und einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 7.9%. Nur hier in Kanada erhalten die Betroffenen keine 18 Monate Kurzarbeitergeld, und Inhabern von Workpermits kann es passieren, dass sie mangels Beschäftigung das Land verlassen müssen.

Sonntag, 2. November 2008

Weckmänner



Da Halloween ja so etwas ähnliches ist wie in Deutschland St. Martin (Kinder gehen von Haus zu Haus und bekommen Süssigkeiten), dachten wir, es wäre doch mal wieder nett, einen Weckmann, Stutenkerl, Hefekerl oder wie er in den verschiedenen deutschen Gegenden auch heissen mag, zu backen. Roland besorgte alle nötigen Zutaten, Sonja erledigte das Backen. Natürlich mussten wir auf die Pfeife / den Bischofsstab verzichten, denn solche Utensilien gibt's hier unseres Wissens nicht. Lecker! Einer geht an Alison als Dank für die Inspiration (Sie braucht dafür nicht mal zu singen...).

Aber damit hörte unsere Fleissarbeit nicht auf. Rolands Kollege David brachte einen grossen Sack Gala Äpfel mit, aus denen Roland im Schweisse seines Angesichtes köstlichen Apfelkompott und -saft gemacht hat.


Apathie ist langweilig!

Es gibt unter unseren Blog-Lesern vereinzelt auch KritikerInnen, die finden, wir schreiben viel zu viel Negatives über Kanada und sollten doch wieder nach Deutschland gehen, wenn es hier nicht passt.

Nun, subjektiv gesehen stehen wir unserem Gastland wie auch unserem Heimatland sehr positiv gegenüber. Echt ehrlich! Beide Länder haben Stärken und Schwächen, aber in beiden Ländern kann man sehr gut leben. Dass heisst aber nicht, dass man hüben wie drüben alles kritiklos hinnehmen muss.

Daher der Hinweis: Wem die Ironie oder Sorge in manchen Themen entgeht, über die wir schreiben, darf jederzeit von seinem Wahlrecht des Nichtweiterlesens Gebrauch machen.

Womit wir beim Thema “Wahlen” sind:

In den Medien, auf Polit-Blogs, aber auch im Gespräch mit unseren Freunden und Kollegen scheint das Wahlergebnis in Kanada es wieder bewiesen zu haben: Zitat einer Kollegin: “We are an apathetic nation filled with lazy people.”
Mit der niedrigsten Wahlbeteiligung aller Zeiten wird das Land weiter von einer konservativen Minderheitsregierung geführt, die weiterhin nach dem kölschen Konjunktiv regiert: Das hätten wir eigentlich dieser Tage gemacht haben wollen.
Wie sagt Don Martin in seiner Kolumne so treffend: “…a lethargic electorate is the Conservatives' best friend.”

Was sagt uns das? Ist “Der Kanadier” an sich apathisch, unverbindlich, oberflächlich und gibt jedem anderen ausser sich selbst die Schuld an der Misere? Ja, genauso so wie “Der Deutsche” an sich ein schlecht gelaunter Besserwisser ist, der im Übrigen auch bei jedem anderen ausser sich selbst die Schuld sucht. Hoch leben die Gemeinsamkeiten.

Selbsterkennung ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung, der zweite ist Aktion. Zeitgemäss hat man für die jungen (Nicht-)Wähler eine gute Webseite bereit gestellt, die vielleicht bei den nächsten Wahlen für eine höhere Wahlbeteiligung der Jugend (bis 30) sorgen wird: Apathie ist langweilig



Im Gegensatz zur recht spärlichen, da langweiligen, Berichterstattung der Medien über die Wahlen in Kanada, sind die Wahlen in den USA übrigens tägliches Hauptthema und Gesprächsthema in unserem Umfeld. Auch wir haben eine Meinung dazu, und hoffen, dass unsere Nachbarn am Dienstag das Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Quelle Dipdive


Samstag, 1. November 2008

Sonnenschein pur

Wir haben gehört, in Deutschland hat es bereits den ersten Wintereinbruch gegeben. Für den Fall, dass es hier jemanden interessieren sollte... Wir haben heute den 1. November, mittags und es ist 14 Grad plus.

Freitag, 31. Oktober 2008

Happy Halloween!

Neulich vor unserem Lädchen...

Dienstag, 28. Oktober 2008

Wie gewonnen, so zeronnen?

Die Kapriolen des Ölpreises wirken sich bereits auf die anhängenden Industrien aus. Während sich der eine über sinkende Rohmaterialpreise freut und das Tanken endlich wieder Spass macht, werden anderswo Projekte verschoben oder gestrichen und Budgets gekürzt. Konkret ist ab kommender Woche Sonja's Kollege, dessen Arbeit sie übernommen hat, wieder zurück im Team, da sein neues Projekt auf Eis gelegt wurde. Mal sehen, was da noch so passiert. Zur Erinnerung: die Kündigungsfristen in Kanada betragen zwei Wochen... Liebes SAMS! Komm' bitte zurück und lass' uns eventuell doch ein paar Wunschpunkte da.

Montag, 27. Oktober 2008

Hundsgefährlich

In dem an unser Apartmentgebäude angrenzenden Park ist ein Angler von einem Rudel wilder Hunde angefallen worden. Der Mann konnte sich in den Elbow-River flüchten und das Rudel mit Hilfe eines Bear Bangers (Knallkörper zum Vertreiben von Bären) in die Flucht schlagen.

Obwohl das Rudel aus dem benachbarten Tsuu-Tiina-Reservat angriff, geht die Polizei davon aus, dass die meisten Hunde von Calgarianern im und am Reservat ausgesetzt wurden. Das ist wahrscheinlich die Auffassung des gemeinen Rednecks bezüglich verantwortungsbewusster Entsorgung von Haustieren...


Bericht auf ctv

Freitag, 24. Oktober 2008

Am Sonntag...

schien die Sonne (das tut sie eigentlich fast immer), am Montag kam Herr Mohn (den haben wir aber verpasst), am Dienstag hatten wir Dienst, am Mittwoch war Mitte der Woche, am Donnerstag hat's gedonnert (oder der Nachbar über uns hat etwas Schweres fallen lassen), am Freitag war frei (zumindest für Sonja), na dann muss ja am Samstag das SAMS kommen... das mit den Wunschpunkten... die wir im Moment nicht so dringend brauchen, denn wir sind auch so zufrieden. Ja, und diese Aussage kommt tatsächlich von Deutschen! Noch einmal für die Zweifler: Wir sind in Kanada glücklich und zufrieden und dankbar dafür. Bis auf Kleinigkeiten sind wir gesund geblieben, der Job macht (wieder) Spass und ist genauso (un-)sicher wie in Deutschland. Warum dieses Posting? Haben wir zu viel Gebrauch vom Rotwein aus Nova Scotia gemacht? Mitnichten! Es war einfach eine gute Woche und das Wetter ist immer noch schön und für die Jahreszeit zu warm. Ach ja, und Sonja hat fast jeden zweiten Freitag frei, bringt dann den Haushalt schon mal auf Vordermann, so dass das Wochenende komplett gemeinsam genossen werden kann.

Aufatmen

Des Nordamerikaners liebstes Kind kann endlich wieder sorglos gefüttert werden. Seit kurzem gibt es den Liter fossilen Brennstoff wieder unter 1$ zu haben.

Freitag, 17. Oktober 2008

Another Day in (Cubicle) Paradise

Der Blog-Titel wurde bei Dilbert, dem Sinnbild aller Cubicle Dwellers (Bürozellenbewohner) abgekupfert.
Nachdem Sonja nun in ihre neue (entgültige) Bürozelle umgezogen ist, hat man bei ihr zunächst ein "ergonomic assessment" durchgeführt, d.h. Tisch, Stuhl, Computer und Licht wurden ergonomisch an die persönlichen Bedürfnisse angepasst. Man (frau) soll es eben so gemütlich wie möglich haben. Gratis gab es dazu noch eine Liste für die Cubicle Etikette und Fitnessübungen.

Die wichtigsten Zellen-Regeln sind u.a.:
Warte auf die Erlaubnis des Bewohners, bevor Du eine Bürozelle betrittst.
Don't "prairie-dog", d.h. schau nicht einfach über den Rand und mach' auf Kilroy.
Sperre den Computer und schliesse sensible Akten bei Verlassen der Zelle weg.
Nix anpacken! Als Zellen-Gast nichts benutzen oder wegnehmen.
Sprich mit Deiner "Bibliothek-Stimme". Stelle Telefon und Handy leise oder auf Vibration.
Denke daran, dass die Nachbarn mithören können.
Unterhalte Dich nicht über mehrere Cubicles hinweg.
Höre Musik nur über Kopfhörer.
Nicht Schlürfen, Kaugummiblasen oder andere Ess-Nebengeräusche erzeugen. Wegen möglicher Geruchsbelästigung der Nachbarn besser gar nicht in der Bürozelle essen.

Apropos essen:
Für Sonja's leibliches Wohl wurde heute auch mal wieder gesorgt. Im Rahmen einer Spendenaktion wurde der heutige Tag zum PINK SHIRT DAY erklärt. Für alle TrägerInnen (und das waren etwa 2/3 aller Mitarbeiter) eines pinken Oberteils gab es schon mal eine Tüte pinkfarbener M&Ms. Man erwarb Coupons für das von der Firma gesponserte Oktoberfest, die im Casino (Kantine wäre zu profan) gegen Sauerkraut mit Würstchen oder Rouladen und (alkoholfreie) Getränke eingetauscht werden konnten.

Demnächst gibt es dann den JEANS DAY. Da kann man für eine Spende die ganze Woche in Jeans herumlaufen. Für jemanden, der sonst in Kostüm oder Anzug herumlaufen muss, klingt das mächtig verlockend!

Ausserdem Sonja inzwischen das vorgeschriebene CSTS Training der Alberta Construction & Safety Association zu Arbeitsschutz und -sicherheit mit Erfolg bestanden und darf sich nun auch auf Baustellen herumtreiben. Die Begeisterung hält sich noch in Grenzen, da besagte Baustelle etwa 800km weiter im Norden liegt.

Buick Riviera

Photo: wikipedia

Amerikanische Autos der jüngeren Produktion sind ja an und für sich nicht wirklich schön. Ein Auto ist uns in aber seiner aussergewöhnlichen Hässlichkeit - es erinnert uns an eine hockende Hyäne - schon mehrfach aufgefallen, allerdings konnten wir irgendwie nie herausfinden, um was für ein Fabrikat es sich da eigentlich handelt. Als wenn der Produzent am liebsten gar nicht mit diesem Ding in Verbindung gebracht werden wollte, prangt ein grosses "R" auf seinem Kofferraum, ansonsten keinerlei Hinweis auf den Erbauer. Trotzdem ist es Kollegin Alison gelungen, den Unbekannten mittels Internet-Recherche zu identifizieren: es handelt sich einen Buick Riviera, der schon eine erstaunlich lange Geschichte hinter sich hat. Allerdings wurde die Serie 1999 nach 36 Jahren Produktion und acht Baureihen eingestellt, mit Sicherheit als Folge des völlig verunglückten Designs der achten Generation.

Trotzdem könnte die Geschichte ein glückliches Ende nehmen, denn für 2009 ist eine neue Generation geplant, und die scheint doch ein wenig interessanter auszusehen:


Photo: wikipedia

Montag, 13. Oktober 2008

Ungebrochener Trend

Bei Kabel Eins gibt es demnächst ein neues Dokusoap-Format für Emigranten: Der Auswanderer-Coach. Wahrscheinlich gehen dem Sender die "echten" Auswanderer langsam aus, und so werden nun "Möchte-gern"-Kandidaten auf eine einwöchige Probeauswanderung in das Land ihrer Träume geschickt und dort auf ihre Auswanderungstauglichkeit geprüft. Grundsätzlich ist das Konzept aber zu begrüssen, denn es weist zumindest darauf hin, dass gründliche Vorbereitung, ausreichende Sprachkenntnisse, Berufsaussichten und ein finanzielles Polster das A und O jeder Auswanderung sein sollten. Way to go!

Sonntag, 12. Oktober 2008

Langes Wochenende in den Rockies

Wie ein Freund von uns immer sagt: Life is good, and a good life is even better. In diesem Sinne haben wir uns ein Wellness-Wochenende im Rim Rock Resort in Banff gegönnt. Ein Tagesausflug bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt führte uns gestern zunächst zu den Vermillion Lakes, dann genossen wir den Ausblick vom Mount Norquay, und am Emerald Lake wanderten wir um den selbigen. Im Maple Leaf (das ist schon Tradition) und im The Bison wurden unsere kulinarischen Bedürfnisse wieder einmal bestens befriedigt. Besonders ausserhalb der Saison ist Banff doch immer wieder einen Besuch wert.



Donnerstag, 9. Oktober 2008

Scribe Fire

Manche Dinge machen das Leben wirklich einfacher. Für den Firefox-Browser gibt es jetzt ein Add-On namens Scribe Fire, mit dem man ohne irgendwelche Probleme direkt aus dem Browser auf seinen Blog zugreifen kann. Wirklich simpel, genial und, wie üblich bei Firefox, kostenlos! Wir sind begeistert!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Handys am Steuer

...bleiben in Alberta weiterhin erlaubt. Wie der Calgary Herald berichtet, hat sich die regierende konservative Partei mit grosser Mehrheit gegen ein Gesetzesvorhaben ausgesprochen, das die Benutzung von Handys oder sogar Freisprecheinrichtungen während der Fahrt verbieten würde. Die geniale Argumentation: ein solches Gesetz würde zu viele Polizisten beanspruchen und die Gerichte überlasten, wenn die Erwischten die Strafe nicht zahlen wollten. Übrigens steht, soweit uns bekannt, das Pinkeln im Park weiterhin unter Strafe...

Donnerstag, 2. Oktober 2008

2 : 0 für die Bären

Wieder einmal hat es einen Jäger erwischt, und zwar in der selben Gegend, in der schon im letzten November ein Jäger von einem Grizzly erlegt worden war (wir berichteten über die daraus resultierende Bärenjagd). In der Wildnis gilt eben immer noch das Motto 'Fressen oder gefressen werden'.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Preisverfall

Es gibt ein Aufatmen an der Konsum-Front. Die Benzinpreise sind mal eben um ca. $0.20 reduziert worden, der Liter Normal ist wieder um die $1,20 zu haben. Auch die Immobilienpreise verzeichnen einen drastischen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Laut Calgary Real Estate Board sind Häuserpreise um sechs Prozent auf durchschnittlich $440.000, Wohnungen sogar um zehn Prozent auf einen Mittelwert von $265.000 gefallen.

Montag, 29. September 2008

Rollin'

Wenn das so weitergeht..., dann kann sich Sonja demnächst von und zur Arbeit rollen. Denn nach dem Cupcake Day am Donnerstag gab es am Freitag ein Meeting mit Produkten einer namhaften Donut-Kette, und heute wurde zum Projektfrühstück mit Zimtschnecken und Obstsalat geladen. Morgen ist Quartals-Report, dann gibt es auch noch warmes Mittagsbuffet. Gottseidank sponsort die Firma gleichzeitig die Mitgliedschaft in einem Fitness-Club. Anders wäre das Ernährungsüberangebot auch gar nicht mehr zu kompensieren.

Eine Symphonie in Blau und Gelb


Bei den Wetteraussichten lässt sich der Herbst doch gut aushalten. So haben wir uns gestern (wohl für das letzte Mal in diesem Jahr) auf die Powderface Road begeben, um noch etwas von dem Farbenspiel mitzubekommen und im Kananaskis Village haben wir dann tatsächlich auch noch überraschend gut zu Mittag gegessen.

Sonntag, 28. September 2008

Der heilige Gral

Das Ereignis, auf das Fans, Geeks und User gleichermassen gewartet haben: die Eröffnung des Apple Store's in Calgary (Foto: courtesy bowreality). Dieses weltbewegende Ereignis wurde natürlich auch gebührend von Hunderten von Neugierigen und den Medien begleitet.
Wir sind ja schon aus dem Alter heraus, wo wir uns in den frühen Morgenstunden in die Schlange stellen würden, um ein Apple-T-Shirt zu ergattern, aber rein zufällig mussten wir sowieso zur Market Mall...

Warum wir einen Apple Store brauchen:


Sonja hat allerdings mit einer Frage den Spezialisten bereits überfordert: Kann man Fotos direkt von der Kamera auf den neuen Ipod Touch überspielen? Falls jemand hierzu eine Antwort haben sollte, wären wir echt dankbar.

Freitag, 26. September 2008

Schadenfreude, eh!?

Immer wieder ein Quell der Freude und Weiterbildung ist das Urbandictionary, diesmal mit dem Wort SCHADENFREUDE, welches in die englische Sprache übernommen worde, da es im wörtlichen Sinne als unübersetzbar gilt. Happiness at the misfortune of others, ist die nächstliegenste Erklärung für dieses Phänomen. That is German, eh!?

Donnerstag, 25. September 2008

Happy Cup Cake Day

Heute wurden bei Sonja's neuem Arbeitgeber die September-Geburtstage aller Projektmitarbeiter gefeiert. Es gab cupcakes in zig verschiedenen Sorten, und es lag eine Liste der Geburtstags-'Kinder' aus, zu deren Ehren diese Veranstaltung stattfand. Eine nette Geste der Company, so wird keiner vergessen, und es bietet eine gute Gelegenheit, mal ein paar KollegInnen etwas näher kennen zu lernen.

Montag, 15. September 2008

Zurück im richtigen (Arbeits-)Leben

Sonja's erster Tag in der neuen Firma beeindruckte und überwältigte mit viel Papierkram, einer Multimedia Unternehmenspräsentation, einem Video zur Unfallverhütung und diversen Powerpoint-Präsentationen verschiedener Redner in der Hauptverwaltung. Die ganze Veranstaltung lief präzise wie ein schweizer Uhrwerk ab, war hervorragend geplant und professionell durchgeführt. Wow! Am frühen Nachmittag wurden die etwa zwanzig TeilnehmerInnen dieser Employee Orientation dann im firmeneigenen Shuttlebus zu ihren entgültigen Bestimmungsorten chauffiert, dort für den Sicherheitsausweis fotografiert und den Team-KollegInnen vorgestellt, herumgeführt und schliesslich mit einem grossen Stapel Lesematerial (Arbeitsanweisungen, Richtlinien, Bedienungsanleitungen usw.) erst einmal allein gelassen. Völlig unvorbereitet wurde Sonja dann um 15 Uhr in ihr erstes Projektmeeting berufen, aber dankenswerterweise hat man noch nicht mit irgendeinem Beitrag gerechnet. Puh! Für die kommenden Tage sind noch Schulungen für das firmeneigene Computersystem, Sicherheitstraining (nötig für Baustellenbesuche) und Firmenpolitik bzw. -ethik angesetzt. Nach drei Wochen Training und Einführung in die Materie soll sie dann ihren entgültigen Job als Einkaufsspezialistin beginnen. Uff... was für ein Start.
Einzig erkennbarer Nachteil bisher: es gibt einen Dress-Code, d.h. Jeans sind nicht erlaubt.

Sonntag, 14. September 2008

Calgary ist smart!

Cover: McLeans

Wie in der neuesten Ausgabe des McLeans Magazins zu lesen, ist Calgary in der Rangliste der smartesten Städte Kanadas auf dem dritten Platz gelandet, hinter Ottawa und Victoria, aber weit vor (zum Beispiel) Toronto und Vancouver. Auf den ersten Blick mag das überraschen (von wegen Rednecks und so), aber wenn man genauer hinschaut, ist das Weiterbildunsangebot sehr vielfältig, wird auch gut angenommen und häufig von Unternehmen unterstützt, in dem sie zu den Kosten beitragen.

Noch etwas überraschender, und für uns auch nicht wirklich erklärbar: Calgary landet auf Platz 1 in der Kulturrangliste! Da diese Rangliste stark geprägt ist von Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur, nehmen wir an, dass die relativ reichen Calgarianer wohl doch ein paar Dollar für Museums- und Konzertbesuche übrig haben müssen. Auch wenn wir immer noch keinen Zusammenhang zwischen einem Bryan Adams-Konzert und Kultur her stellen können...

Samstag, 13. September 2008

Der letzte Tag...

Bevor es abends zurück nach Calgary ging (wo wir dankenswerterweise von Alison und Manuel vom Flughafen abgeholt wurden), haben wir uns noch die Zitadelle in Halifax angeschaut, ein Fort, das offensichtlich so gut gebaut ist, dass niemand jemals wagte, es anzugreifen. Jeden Mittag um punkt 12 Uhr wird dort die Noon Gun abgefeuert, und wir hatten das Vergnügen, dabei zuschauen zu können.
Danach hatten wir noch etwas Zeit und haben einen kleinen Ausflug zum wunderschönen Kejimkujik National Park gemacht, einem Paradies für Paddler und Wanderer. Leider reichte die Zeit dann doch nicht für eine Wanderung, und das Wetter war auch nicht berauschend. Deshalb ging es nun ab zum Flughafen, wo wir den Mietwagen zurück gaben (die Angestellte hatte grosse Augen: "Ihr seid ja 5000 km gefahren!") und eincheckten. Ein schöner Urlaub, aber jetzt freuen wir uns auch erst einmal wieder auf Calgary, die Rockies, die Bergluft und vor allem die Sonne!