Mittwoch, 31. Oktober 2007

Schnäppchenjäger… my ass!

Der kanadische Dollar hat heute zwischenzeitlich einen neuen Rekordhöchststand von US$ 1.0621 verzeichnet. Genau genommen ist das allerdings nicht ganz korrekt, denn BEVOR der Staat Kanada gegründet wurde, hat es im Jahr 1864 mal einen Kurs von US$ 2.78 gegeben, als Folge des US-Bürgerkriegs...

Das Dauerhoch des Kanadischen Dollars lässt Schnäppchenjäger’s Herz höher schlagen. So begibt man sich mal eben über die Grenze und kauft sich einen tollen neuen Wagen für viel weniger Geld. Da kann man zum Beispiel für einen Audi A6 bis zu 30,000 $ sparen... An der Grenze gibt’s noch keine Probleme, dafür aber bei der Zulassung im Heimatort. So geschehen einem Käufer, der nun sein Auto in der Auffahrt stehen lassen muss, weil das Modell in Kanada nicht registriert ist. Schuld hat natürlich der Händler, bzw. Hersteller und nicht der Kunde… Wohl dem, der sich vorher auf der
Transport Canada Webseite schlau macht, was er denn einführen darf. Wir Immigranten wissen das natürlich ;-)

Quelle:
ctv

Sonntag, 28. Oktober 2007

Ausser Spesen nichts gewesen

Photo: Wikipedia

Roland hat mal wieder eine Dienstreise gewonnen, diesmal zur Schwester-Gesellschaft in Evansville, Indiana. Um dort hin zu kommen, muss man zweimal umsteigen (Minneapolis und Detroit), also muss man für die An- und Abreise jeweils einen ganzen Tag einplanen. Glücklicherweise haben die Anschlüsse gut funktioniert, so dass Roland ziemlich pünktlich nach 14 Stunden Reise um 9 Uhr abends im Hotel aufschlug.

Evansville nennt sich "All-American City" und versprüht auch einen dementsprechenden Charme. "We honour our Soldiers"-Plakate sind genauso allgegenwärtig wie Fastfoodketten oder Polizeiwagen, aber die Menschen sind sehr freundlich und vermitteln einem ausserdem den Eindruck, dass man selber doch sehr schlank ist. Die Landschaft erinnert sehr an NRW, nur der Rhein und der Dom fehlen. Es gibt wohl auch eine relativ grosse deutsche Gemeinde inclusive einiger deutscher Restaurants, die Roland allerdings diesmal noch nicht besuchen konnte. Die Lokale Spezialität ist übrigens Frittiertes Kalbshirn-Sandwich... Roland hat nicht wirklich einen Grund finden können, warum man in Evansville leben wollte; er war nach vier Tagen sehr froh, wieder in Kanada zu sein!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Wetter... extrem

Heute nachmittag blies noch der Chinook und brachte uns 22,5 Grad plus und gerade präsentiert sich draussen ein Winter Wonderland bei Null Grad.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Alle Jahre wieder

... ist Inventur-Zeit in Sonja's Company. Obwohl die Belegschaft aus immerhin fast 50 Mitarbeitern besteht, waren Freiwillige doch eher in der Minderheit, so dass hier die Unterstützung der kaufmännischen Belegschaft gefordert war (und gemeint ist GEFORDERT, denn es handelte sich hier um eine Pflichtveranstaltung). So versammelte sich denn am Samstag um 7 Uhr morgens das Management (nebst einiger rekrutierter Familienmitglieder: auch Roland war dabei) und wartete auf die Befehle des des gerade neu ernannten Materials Managers. Wer konnte das sein? Sonja natürlich, die erstmal statt eines gezwitscherten "Good Morning, Sir" den Boss anpfiff, wo denn Kaffee und Donuts für die Mannschaft seien. Er zog dann tatsächlich noch einmal los und besorgte uns den Tim Hortons's Fix, wie sich dass für eine ordentliche kanadische Inventurverantaltung gehört. Der phillipinische Warehouse Manager hatte bereits einen tollen Job hingelegt und das Lager tip top aufgeräumt, so dass das Zählen schon fast ein Vergnügen war. Die Kanadier waren heute eindeutig mal wieder in der Minderheit. Das internationale Zählteam bestand aus einem Philipino, einem Koreaner, einem Chinesen, fünf Deutschen und sechs Kanadiern. Fahrplangemäss um Punkt 16 Uhr war die Inventur erledigt. Am Ende des Tages fragte Sonja's Boss, ob er nicht noch mehr Deutsche einstellen sollte... warum nur? Die Auswertung wird natürlich heute erledigt, schliesslich soll die Firma am Montag ja wieder arbeitsfähig sein...

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Gefährlicher Verkehr

Wir heute auf cbc berichtet, gab es in Alberta im Jahr 2006 453 Verkehrstote, immerhin 13 weniger als im Jahr zuvor. Neun von zehn Verkehrsunfällen werden durch "schlechtes Fahren" verursacht, wie z.B. zu wenig Abstand, Abkommen von der Fahrbahn oder Linksabbiegen trotz Gegenverkehrs. NRW mit seinen 18 Millionen Einwohnern hatte übrigens laut wdr im ersten Halbjahr 2005 402 Verkehrstote zu beklagen. Im mit nur gut drei Millionen Menschen besiedelten Alberta ist also die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Verkehrsunfalls drei mal so hoch wie in Nordrhein-Westfalen!

Da hilft nur eins: Augen auf im Strassenverkehr, und immer den siebten Sinn eingeschaltet lassen!

Es gibt Reis, Baby!

Smarter werden und auch noch etwas Gutes tun, kann man auf der Schwesterseite von POVERTY.COM. Auf www.freerice.com gibt's einen Vokabeltest, der bei jeder richtigen Antwort 10 Reiskörner an die hungernden dieser Welt spendet. Wir waren heute schon mal mit 300 Reiskörnern dabei und sind wieder etwas schlauer geworden.

Montag, 15. Oktober 2007

Herbst in Waterton





Das wunderbare Herbstwetter hat uns wieder 'rausgelockt. So sind wir zum 280km entfernten Waterton Nationalpark und haben uns in der Waterton Lakes Lodge mit Wirlpool und Kamin eingebucht. Es war das letzte Wochenende vor der Winterpause, Wirlpool und Kamin funktionierten nicht, ein Abendessen gab's auch nicht und der restliche Service war lausig. Machte aber nix, denn wir hatten bereits mit diesen Engpässen gerechnet und uns auf Selbstversorgung eingerichtet. Schliesslich ergab ein kleiner Komentar beim Checkout von Roland "we were not entirely happy..." noch einmal einen kräftigen Nachlass. Wie schon bei den letzten Besuchen in Waterton hat uns die Vielfalt der Tierwelt begeistern können. Die Fitness kam auch nicht zu kurz, denn wir waren am Cameron Lake wandern, haben am Akamina Lake einen Elch beim Tauchen beobachtet und sind durch den Red Rock Canyon gelaufen. So ein kleiner Urlaub ist doch was Schönes!

Montag, 8. Oktober 2007

Walking in Memphis

Foto: wikipedia

Roland war mal wieder auf Dienstreise in den USA, diesmal in Booneville, Mississippi. Um dort hin zu gelangen, nimmt man einen Flieger nach Memphis, Tennessee, und da kommen einem unweigerlich dutzende von Songs zu Bewusstsein, die man über diese Gegend kennt...

"Mississippi Delta is shining like a National Guitar" aus Paul Simon's "Graceland" ist eine Textzeile, die man erst versteht, wenn man sich im Landeanflug auf Memphis befindet. Das "Black Water" (Doobie Brothers) der verschiedenen Nebenarme des Mississippi durchzieht die Landschaft tatsächlich genau so, wie die Löcher die National Guitar schmücken (zu sehen zum Beispiel auf Dire Straits' "Brothers in Arms"-CD).

"Move to Memphis" von a-ha kommt einem natürlich genauso in den Sinn wie Marc Cohn's "Walking in Memphis", und dann zieht sich die Gedankenkette schnell über "Calling Elvis" (Dire Straits) zu sämtlichen Elvis-Songs, die man bewusst oder unbewusst im Hirn gespeichert hat (Roland's Chef hat ihn übrigens noch live in concert erlebt). Für einen Besuch von Graceland hat die Zeit allerdings leider nicht gereicht.



Auch wenn Musik an allen Ecken und Enden gegenwärtig ist, auch wenn die Landschaft leicht hügelig und wunderschön bewaldet ist, so ist das aber trotzdem keine Gegend, in der wir leben könnten. Das liegt zum einen an Schildern wie "We came to Fight" am Gebäude des örtlichen Militärgedenkvereins in Booneville oder "Nehmen Sie Ihre Waffe jetzt ab" vor dem Security Check am Flughafen, zum anderen an der grauenhaften lokalen Küche: alles wird frittiert oder komplett zerkocht.

Einen echten Elvis hat Roland übrigens auch noch gesehen. Beim Zwischenstopp am Flughafen in Houston, ein Geschäftsmann mit Elvis-Frisur, -Brille und -Outfit. Gesungen hat er nicht...

Sonntag, 7. Oktober 2007

Yaba (Yet Another Bloody Acronym)

Im Umgang mit britischen Kollegen ist es uns nie so extrem aufgefallen, im kanadischen Sprachgebrauch um so mehr… der Aküfi. Täglich ist man umgeben von MPS, MOQ, PPV, ECR, SOD, GL und so weiter... http://www.abbreviations.com/ hilft dann bei der Sprachverwirrung schon mal auf die Schnelle weiter.

Freitag, 5. Oktober 2007

Bei den Ossis ist es auch ganz nett!

Besonders empfehlenswert ist die Website von Ian Coristine. Der Fotograf hat die 1000 Islands in Ontario, am Abfluss des Ontario Lake in den St. Lorenz-Strom, zu seinem Hauptthema gemacht. Aus gutem Grunde...
Da müssen wir auch noch hin!