Donnerstag, 30. August 2007

Southern Alberta Balloon Launch Experiment

Gestern noch auf Ehrensenf, heute schon auf unserer Homepage :O) Das Southern Alberta Balloon Launch Experiment SABLE ist ein Hobbyprojekt einiger Bastler, die es sich in den Kopf gesetzt haben, die Erde aus grösstmöglicher Höhe zu photographieren (man beachte die antike Schreibweise...). Nach einigen mehr oder weniger missglückten Versuchen wurde eine Nikon Coolpix-Kamera in eine Box gepackt, diese an einen Helium-Ballon befestigt, und ab ging's! Genau 196 Fotos hat die Kamera im Minutentakt geschossen. Das Bild oben ist das letzte gewesen, bevor der Ballon platzte!
Tolles Projekt, aber wem mag die Kamera auf den Kopf gefallen sein?

Montag, 27. August 2007

Tag am Meer

Der Sonntag war ziemlich verregnet, deshalb haben wir die Zeit genutzt und eine kleine Dia-Show von unserem Nordwest-USA Urlaub zusammengestellt. Thema: Tag am Meer, natürlich begleitet von Fanta4. Guckst Du hier!

Für heute nacht gibt es übrigens für die Umgebung um Calgary eine Wetterwarnung: der erste Frost kommt! Der Sommer neigt sich also so langsam dem Ende zu...

Freitag, 24. August 2007

Man ist nie zu alt...

(Sonja ist heute sehr fleissig!)

Ein Lob auf das WWW, VOIP, SKYPE und EMAIL. Es vereinfacht nicht nur die Pflege freundschaftlicher und familiärer Kontakte in die alte Heimat. Auch neue Bekanntschaften entstehen schnell und problemlos. Kein verkrampftes "Sie", sondern "Du" und der Vorname bestimmen die Kommunikation. Die Welt wird ein Dorf. Man mailt nach Australien, chattet nach Virginia, Schweden und Deutschland, verfolgt Blogs in Neufundland, organisiert Treffen in Alberta (bei Meiers oder in der Deutsche-In-Calgary-Gruppe) und das alles kostet fast gar nix. Wir leben in einem tollen Zeitalter! Eine dieser Internetbekanntschaften hat uns ganz besonders beeindruckt und soll hier nicht unerwähnt bleiben. Die Schweizerin Ursula wanderte mit stolzen 49 Jahren allein nach Kanada aus! Da soll noch einmal jemand sagen, er/sie wäre zu alt für Veränderungen.
Hier hat sie Ihre Geschichte aufgeschrieben. Man ist eben nie zu alt, um noch einmal etwas Neues anzufangen. Hochachtung!

Pervers!

Neulich im Stau auf dem Glenmore Trail...

Geld allein macht nicht glücklich

Das Einkommen allein macht eine Stadt noch lange nicht lebenswert, weiss diese Studie eines kanadischen Wirtschaftsmagazins. So befinden sich auf den ersten Plätzen der Liste doch tatsächlich ausnahmslos Städte aus dem Osten. Erst auf Platz 9 taucht Victoria (unser derzeitiger geheimer Favorit) auf, Vancouver liegt auf Platz 15 und Calgary befindet sich abgeschlagen auf Rang 28. Letzteres ist kein Wunder, denn Calgary's Image hat in den letzten zwei Jahren arg unter dem Wirtschaftsboom gelitten. Wir berichteten ja schon über Wohnungsnot, schlechte Infrastruktur, steigende Kriminalitätsraten, inflationäre Preisentwicklung... Obwohl die Durchschnittsgehälter in Calgary doch recht hoch sind und die Steuern geringer als in anderen Provinzen, reicht dies eben nicht aus, die geheime Hauptstadt Albertas in die vorderen Ränge zu katapultieren.

Samstag, 11. August 2007

Männer im Wandel der Zeit

Früher sind Männer gemeinsam jagen gegangen, oder wenigstens auf ein Bier in die Kneipe, heute sitzen sie mit ihren Computern nebeneinander auf dem Sofa und skypen sich gegenseitig an...
Cliff ist wieder im Lande! Er will sich einen Monat Zeit geben, um einen Job zu finden; wenn das nicht klappt, will er wohl wieder nach England zurück gehen. Wir werden berichten!

Donnerstag, 9. August 2007

Don't mess with Alberta!

Während der Osten Kanadas versucht, sich (endlich) mit Umweltschutz und Klimawandel auseinander zu setzen und der Reduzierung von Treibhausgasen Priorität einräumen will, bezeichnet unser aller neuer Provinz-King Ed (Stelmach) das Vorgehen als “übertrieben aggressiv” und weist darauf hin, doch erst einmal die wirtschaftlichen Auswirkungen zu überprüfen und nicht “über zu reagieren”. Albertas Widerstand scheint sich besonders an drei Dingen messen zu lassen:1.       Mit Umweltschutz lässt sich eben nicht so viel Geld machen wie mit fossilen Brennstoffen…  und das Ausmass einer aufgezwungenen Reduzierung von Emissionen würde eine “unfair grosse ökonomische Auswirkung” auf Alberta haben.
2.       Der Vorschlag kommt aus Ontario.
3.       Die Ossies haben sowieso nur den Emissionshandel im Sinn.
Neufundland und Saskatchewan, die sich dank entdeckter Ressourcen nun auch am Boom erfreuen dürfen, scheinen sich neuerdings auf die Seite Albertas zu schlagen, während Ontario, Quebec und Manitoba eindeutig den umweltfreundlicheren Weg einzuschlagen bereit sind. Natürlich alles der Umwelt zuliebe, und nicht, um Profit aus dem Emissionshandel zu schlagen und eben bei den wohlhabenden Öl- und Gasprovinzen, welche die vorgelegten Ziele nicht erreichen werden oder können, abzukassieren. Das ist ja so unfair, vor allem, da Alberta doch so viel für das Wachstum in den anderen Provinzen tut (z.B. Arbeitskräfte abwerben…?)
Für seine Einstellung ist Alberta inzwischen wohl die am meissten gehasste Provinz, nebenbei auch wegen der katastrophalen Auswirkungen der Ölsandförderung auf die Natur. Aber vielleicht ist sie auch nur am meisten beneidet, denn Alberta macht nun mal aussergewöhnich guten Gewinn. Money makes the world go round!
Wir glauben ja immer noch, dass auch Umwelttechnologien eine Chance in Alberta hätten, wo viel Wind und Sonne herrschen. Allerdings wäre das eher für den Eigenbedarf und nicht für den Export in das energiehungrige Nachbarland geeignet. Ade, Profit! Die Technologie und das Know How dafür gibt’s auch nur begrenzt, also müsste sie importiert werden. Armes reiches Alberta!
Quelle:
Calgary Herald

Mittwoch, 8. August 2007

Ein Abend beim Zahnarzt

Roland hatte mal wieder Zahnping, und da unser Hauszahnarzt derzeit wahrscheinlich in der Karibik weilt, musste eine Alternative her. Die Zahnklinik im benachbarten Shopping-Center hatte tatsächlich noch einen Termin frei, um halb neun ABENDS! Nicht ganz so modern wie bei unserem Dentist, aber wer wird sich da beschweren. Der gute Mann musste wegen der Notversorgung des Zahnes sogar noch eine halbe Überstunde machen, wofür Roland sich ausgiebig bedankte. Es wird wohl mal wieder eine Wurzelbehandlung werden, aber da der Arzt fast in den Zahn hineingefallen wäre, meinte er, Roland sollte sich besser an einen Spezialisten wenden. Er hat uns auch einen Arzt empfohlen, allerdings mit mindestens zwei Monaten Wartezeit. Bis dahin müsste unser Zahnarzt dann aber eigentlich auch wieder da sein...

Montag, 6. August 2007

Ab in den Norden zum Slave Lake

Da wir schon so weit im Norden waren und Montag mal wieder Feiertag ist, haben wir uns kurzentschlossen einfach weiter nördlich gehalten und sind zum Slave Lake hinauf gefahren. Wenn man Edmonton Richtung Norden verlässt, lässt man geschätzte 95% der Bevölkerung Albertas hinter sich, es wird also sehr einsam. Die Gegend verwandelt sich von Farmland in ausgedehntes Waldgebiet und wird immer wilder. Es fahren ausschliesslich amerikanische Automarken herum, vorwiegend natürlich Pickups, sodass wir mit unserem Audi wahrscheinlich aufgefallen sind wie bunte Hunde. Einige der Orte, vor allem Westlock, waren überraschend sauber und hübsch, da können wir uns im Süden eine Scheibe von abschneiden!
Sonja war zwischendurch der Meinung, dass es eine gute Idee wäre, einmal eine Nebenstrasse zu benutzen. Landschaftlich gesehen hatte sie auch Recht damit, denn es ging eine wunderschöne Strecke an einem urtümlichen Fluss entlang, aber dank des vorangegangenen Regens war die Sandstrasse ein einziger Schlick. Der Audi war voll in seinem Element, Roland wurde es manchmal aber ein bisschen zu rutschig! 
Der Slave Lake selbst, mit 1.168 qkm immerhin doppelt so gross wie der Bodensee, war zu unserer Überraschung touristisch so gut wie gar nicht erschlossen. Die Hotels im Ort Slave Lake waren offensichtlich auf Business ausgelegt (Holzwirtschaft und Gas), es gab nur einmal den einen oder anderen Campingplatz, von dem aus man sein Boot ins Wasser lassen konnte. Ein paar wirklich schöne Häuser am See, und das war es auch schon! Der Rest war wilde Natur, hier und dort durchbrochen von Rodungen. Sonja wollte am liebsten nicht mehr weg, erst Rolands Hinweis auf acht Monate Winter brachte sie wieder in die Realität zurück. Mit Ausnahme des Yukons war dies übrigens der nördlichste Ort, an dem wir uns bislang in Kanada befunden haben.

Zurück ging es weiter westlich durch die bewaldete Hügellandschaft der Swan Hills, dann über Rocky Mountain House und Cochrane nach Hause. Insgesamt hat unser Auto an diesem Tag 900 km gemacht, und nun steht er völlig verdreckt in der Garage und ruht sich aus. Zeit für eine ausgiebige Wagenwäsche!

Sonntag, 5. August 2007

Bei Meiers in Edmonton

Meiers hatten eingeladen zu einem Treffen von Deutschen in Edmonton, und obwohl wir uns ja eigentlich nicht direkt zu dieser Kategorie zählen können, durften wir auch kommen. Es wurde ein sehr schöner Tag mit vielen neuen Bekanntschaften! Das Wetter spielte nicht so ganz mit, denn nach Wochen des Sonnenscheins ging genau zum Anschmeissen des Grills ein ausgiebeiger Regenguss über uns nieder, aber insgesamt haben wir da noch so gerade Glück gehabt; den Rest der Zeit blieb es trocken. 

Familie Meier wohnt mit Katze und zwei Hunden so richtig auf dem Land, etwa eine Stunde nördlich von Edmonton, auf einem Grundstück, dessen Grösse in Calgary für acht Einfamilienhäuser reichen würde. Die Hunde sind natürlich immer draussen und haben ein entsprechendes Winterfell, dass sie teilweise immer noch mit sich herum trugen und das wir jetzt in unserer Waschmaschine wieder finden... Die Gegend ist hügelig und leicht bewaldet und gefiel uns sehr gut. Allerdings muss Martin jeden Tag 45 Minuten bis zur Arbeit in Nord-Edmonton fahren, das ist für kanadische Verhältnisse eine wahnsinnig weite Anfahrt.
Abends gab es bei sternenklaren Himmel ein schönes Lagerfeuer, um das wir uns alle herumscharten, denn es wird doch ein bisschen kühl nachts in Edmonton! Für Nordlichter hat es diesmal leider nicht gereicht, aber das soll es dort schon regelmässig zu sehen geben. Immerhin hat Roland eine Sternschnuppe gesehen. Wir bedanken uns vielmals für die tolle Organisation und die Einladung!