Montag, 26. Februar 2007

Kreiszeichen am Lake Minnewanka

Unser Ziehsohn Cliff, der vor einigen Wochen das Krankenhaus verlassen hat (allerdings ohne einige seiner Zehen), hat sich entschieden, zunächst einmal Kanada den Rücken zu kehren. Er ist gerade auf dem Flug nach England, wo er sich die nächsten Wochen von seinen Eltern verwöhnen lassen wird. Anschliessend will er einige Wochen in Malaysia verbringen und von dort aus eine Tour durch Asien unternehmen. Im Juni kommt er mitsamt seinen Eltern zurück nach Calgary zur Stampede. Danach will er mit ihnen eine vierwöchige Rundtour durch BC unternehmen, um danach - da war doch noch etwas? - ach ja, mal wieder arbeiten zu gehen, vorzugsweise in Vancouver. Wir wünschen alles Gute und sind gespannt auf weitere Abenteuer!

Zum Abschied hat er uns auf jeden Fall noch einmal ins Banff Springs Hotel zum Brunch eingeladen, als Ausgleich dafür, dass er uns damals im November das Brunch vermasselt hatte. Es war wieder ausgezeichnet, und diesmal hat sich auch niemand verletzt!
Wir haben dann noch mit ihm einen Kurztrip durch die Rockies gemacht, wo wir am Lake Winnewanka auf diese seltsame Szenerie stiessen: Zelte auf dem zugefrorenen See, und drumherum ein Kreis im Eis. Unsere Vermutung ist, dass es sich hier um Eistaucher handelte, und der Kreis dient als Markierung unter Wasser, wo die Basisstation zu finden ist. Cliff war auch gleich begeistert von der Idee, das einmal auszuprobieren. Sure, go ahead!

Montag, 19. Februar 2007

Carnaval in Calgary

Calgary ist ganz sicher nicht Rio, aber das hindert die hier lebenden Brasilianer nicht daran, trotzdem ordentlich Karneval zu feiern. Das wollten wir natürlich nicht verpassen und haben uns deshalb mit einigen Expats im Red & White Club am Football-Stadion der Calgary Stampedes eingefunden. Auf Leinwänden und Grossbildschirmen wurden beindruckende Bilder des Karnevals in Rio gezeigt, während auf der Tanzfläche - zu Musik einer brasilianischen Band aus Vancouver - die Post abging. 


Zwischendurch gab es eine Capoeira-Vorführung sowie die Präsentation wunderschöner brasilianischer Karnevalskostüme. Das einzige, was uns nicht so gut gefiel, war die lange Schlange am Caipirinha-Stand, aber der wurde nun mal handgemacht und das dauert einfach ein bisschen.
Unser Wunsch, einmal den echten Karneval in Brasilien zu erleben, wurde auf jeden Fall wieder einmal bekräftigt!

Mittwoch, 14. Februar 2007

Stauwarnung

Der Winter hat uns weiterhin voll im Griff, und das macht sich mittlerweile auch im täglichen Strassenverkehr bemerkbar. Obwohl die Räumdienste angeblich 24 Stunden täglich die Strassen frei machen, finden wir bei der täglichen Fahrt zur und von der Arbeit ein einziges Chaos vor. Besonders die Wege, die stark von LKW’s frequentiert werden (also quasi alle), haben sich wegen des regelmässigen Anschmelzens durch Fahrzeug- und Abgaswärme und des direkten Wiederanfrierens in eine einzige Eisbahn verwandelt. Da können offensichtlich auch die Räumfahrzeuge nicht mehr gegen an kommen.
Gestern morgen hat unser Schutzengel mal wieder besonders auf uns aufgepasst, denn nur etwa zehn Meter vor uns konnte der Fahrer eines Pickup-Trucks (was sonst?) sein Fahrzeug nicht mehr kontrollieren und schleuderte von der linken Fahrspur über die mittlere auf die rechte und den ganzen Weg wieder zurück, um dann frontal gegen die Leitplanke zu knallen. Da hätten wir keine Chance gehabt, wenn wir nur ein bisschen weiter gewesen wären. Passiert ist ausser Blechschaden am Truck glücklicherweise nichts.
Und gestern abend haben wir fuer die 25 km vom Büro nach Hause 2 ¼ Stunden gebraucht. Alleine für die 7 km zu Sonjas Büro hat Roland schon 1 ¼ Stunden benötigt, danach ging es etwas besser  
Der Verkehrsfunk für Süd-Calgary brachte es zwischenzeitlich auf 15 Unfallmeldungen. Wir haben die Theorie, dass die Calgarianer einfach zu viel bremsen. Das tun sie ja schon bei normalen Strassenverhältnissen (“Oh eine grüne Ampel?” BREMMMMS), aber auf diesen glatten Strassen kann jedes Bremsmanöver unkontrollierbar werden. Wir versuchen, so viel wie möglich mit Motor zu bremsen, das erhöht die Kontrollierbarkeit doch erheblich.
Unser Toyota Matrix fährt derweil tapfer durch das ganze Chaos und hat uns bislang wirklich nicht im Stich gelassen. Trotzdem würde es sich besser anfühlen, bei diesen Verkehrsverhältnissen mit Vierradantrieb, Traktionskontrolle und ABS ausgerüstet zu sein. Wahrscheinlich müssen wir uns doch mal im Sommer nach einem gebrauchten Volvo- oder Audi umschauen.

Sonntag, 11. Februar 2007

Deutsche in Edmonton

Dieses Wochenende haben wir uns auf den dreieinhalb Stunden langen Weg Richtung Norden nach Edmonton gemacht, wo am Samstag ein Treffen deutscher Expats statt fand, organisiert von der GCAA (German Canadian Association of Alberta). Neben dem deutschen Konsul waren auch einige Leute vom Fach (Immigrationsberater, Immobilienmakler, Anwälte) da, so dass dies eine sehr interessante Veranstaltung wurde. Es gab reges Interesse und viele Fragen, meistens natürlich zum Thema Work Permit, da die meisten Expats ja auf diese Weise nach Kanada gekommen sind. Sehr gut gemacht! Es war auch sehr schön, einige Deutsche aus dem Forum der Meiers persönlich kennen zu lernen. Tolle Truppe!
Den Rest des Wochenendes haben wir dann beim “Suppenkoch” und seiner Familie verbracht. Wir durften sogar mal einen Blick in das Restaurant werfen, in dem Dirk Chefkoch ist und das offensichtlich eines der besten in Edmonton ist. Tolles Interieur, hervorragendes Essen und sogar eine Stretch-Limousine vor der Tür. Nur dass die Küche sehr klein ist, hat uns doch wirklich überrascht! Wir haben dort allerdings nichts gegessen, denn für uns hatte Dirk zuhause einen Lammeintopf vorbereitet. So was gutes bekommt man im Restaurant dann nämlich doch nicht. Es wurde ein sehr schöner Abend mit vielen Gesprächen, Hausmusik und Harry Potter. Danke für das schöne Wochenende!
Weniger beeindruckt waren wir dann von den Wetterverhältnissen auf der Rückfahrt nach Calgary. Fast die ganze Zeit hat es geschneit, weshalb Roland mit höchster Konzentration fahren musste. Letztendlich sind wir aber wieder gut und sicher zuhause angekommen und lassen das Wochenende auf dem Sofa vor dem Kamin ausklingen.

Freitag, 9. Februar 2007

Splitternackte Damen!

Und nun, da wir die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aller (männlichen) Mitleser haben, können wir den Skandal auflösen. Wir waren gestern im Konzert der Barenaked Ladies, einer Band aus Toronto, deren Musik uns schon seit vielen Jahren begleitet. Der Saddledome ist mit 17.000 Sitzplätzen - soviel kommt es einem eigentlich nie vor -  eine ausgezeichnete Sporthalle, aber ein akustisches Desaster bei Konzerten, da denkt man gern an den Henkelmann in Köln zurück. Nichtsdestotrotz vermochten BNL mitzureissen und haben mit ihren humoristischen Einlagen nicht nur musikalisch exzellente Unterhaltung geboten. Für Roland war das ein besonderes Erlebnis, hat er die Band doch in ihren Anfangstagen in einer verrauchten Kölner Kneipe vor 200 Zuschauern erlebt.
So, und jetzt geht alle los und kauft die CDs. Wir empfehlen vor allem diese hier:

Dienstag, 6. Februar 2007

Ice Ice Baby

Wir mögen den Winter und lieben den Schnee. Aber heute gab es freezing drizzle. Was sich da so lustig anhört, bescherte uns heute morgen eine Erfahrung, die wir nicht brauchen. Denn Nieselregen bei Minustemperaturen macht aus einer entspannten Autofahrt eine Schlitterpartie auf spiegelglatten Strassen, bei zusätzlich eingeschränkter Sicht, da dieser Regen auch noch sofort auf der Scheibe festfriert. Das bedeutet, hoffentlich genug Vorrat an Wischwasser, dosierter Einsatz der Motorbremse und so wenig wie möglich plötzliche Bremsmanöver ... einfacher gesagt als getan. Unser Schutzengel hat sicherlich heute Überstunden machen müssen. Das nächste Mal machen wir's wie viele andere: Wir bleiben einfach zuhause!

Samstag, 3. Februar 2007

Hundeschlittenrennen

Heute waren wir mit Anette und Christoph beim Hundeschlittenrennen in Canmore, das auf der olympischen Langlaufstrecke im Canmore Nordic Center statt fand. Bei allerbestem Wetter (strahlendem Sonnenschein und minus 10 Grad) hatten die Hunde Spass wie Bolle.

Donnerstag, 1. Februar 2007

Calgary liegt am Meer

Heute morgen gab es im Radio einen Bericht über die gerade in Calgary beginnende Bootsaustellung  “Calgary Boating Exposition”. Es wurde natürlich jedem empfohlen, sich die tollsten Neuigkeiten aus der Bootswelt anzuschauen, und jetzt sei sowieso die Zeit der besten Schnäppchen. Der Berichterstatter erzählte weiterhin begeistert von Bootstouren an der kanadischen Westküste, und das die “Nähe zum Ozean eine der Hauptattraktionen an Calgary” sei.
Stimmt, wir haben an Köln auch immer besonders geschätzt, dass das Mittelmeer direkt um die Ecke liegt!