Sonntag, 19. November 2006

A Licence to bake!

Am Freitag erhielten wir eine Email vom „Schwarzwälder Gerd“, der mit seiner Familie auf einer Farm mit Backstube, der Crusty Bread Farm in Olds, lebt und am Samstag auf einem Weihnachtsbasar in Calgary deutsches Brot und Käsekuchen verkaufen würde. Wir konnten der Gelegenheit natürlich nicht widerstehen und haben stapelweise Brote eingesammelt! Da Gerd beim Durchstöbern unserer Homepage offensichtlich über Sonjas Vorliebe für Käsekuchen gelesen hatte, hatte er uns sogar noch einen solchen zurückgehalten (der war nämlich ruckzuck ausverkauft gewesen). Oh, war der lecker!!! Bei dieser Gelegenheit haben wir einen wunderbaren Zeitgenossen kennengelernt, der offensichtlich ohne Schlaf und Urlaub auskommt, denn er ist Farmer, Bäcker und Schlosser in einer Person. Seine Geschichten haben uns daran erinnert, dass es nicht für alle Kanada-Immigranten so glatt läuft, wie wir es erlebt haben. Dennoch, er glaubt an seinen Traum von Kanada und will nie wieder weg! Das Rosinenbrot wurde direkt am Sonntagmorgen 'vernichtet', nur mit etwas gesalzener Butter genossen. Eine willkommene Abwechslung im Frühstücksspeiseplan. 
Abends sind Cliff und Roland in den neuen Bond gegangen, und Roland war angenehm überrascht. Die Produzenten sind der Richtung von „Batman begins“ gefolgt und haben aus einer völlig überzeichneten Comic-Figur einen ernst zu nehmenden Charakter gemacht. Es ist Bond’s erster Einsatz, und dementsprechend macht er trotz/wegen seines Egos einige Fehler und Fehleinschätzungen. Seinen Vodka-Martini entwickelt er erst während des Films, und auf das berühmte „Mein Name ist Bond, James Bond“ muss man bis zum Filmende warten. Es gibt es keinen Q, keine Moneypenny, keine Superspielzeuge, keine größenwahnsinnige Superschurken, keine lakonischen Sprüche in Richtung frisch gekillter Bösewichte, allerdings auch keine wirklich nennenswerte Handlung... Trotzdem der beste Bond seit „Licence to Kill“!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen