Freitag, 6. Mai 2005

Sonjas Erlebnisse mit Bussen und Bahnen

Um mich mit meiner Internet-Brieffreundin Pam zu treffen, habe ich erstmalig die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, denn wir haben eine Bushaltestelle direkt vor unserem Haus. Die Busverbindung downtown hat reibungslos geklappt. Dem Busfahrer war anhand meines ratlosen Blickes gleich klar, was ich brauche: ein "Transfer". To be flashed when entering another bus line. Duh!
Bereits nach zweimaligem Umsteigen (seufz) und Benutzung des C-Trains (die hiesige Straßenbahn), bin ich an unserem Treffpunkt Brentwood Station eingetroffen. Am Busdepot habe ich dann auf Pam gewartet und mich mit einem dieser Zeitungsständer angelegt. Dieser wollte nämlich weder mein Geld, noch eine Zeitung 'rausrücken. Ein freundlicher Zeitgenosse hat das beobachtet und spontan für mich eine Zeitung gezogen. Ich habe ihm dafür natürlich mein Kleingeld gegeben, welches er gar nicht haben wollte. Er wollte nur helfen... 
Pam kam pünktlich auf die Minute, und wir sind dann zum Fish&Chips essen in die Market Mall gegangen und haben uns prima unterhalten. Unter anderem hat sie Bekannte, die Jazz Musik machen (Larry, Fred und Barrie). Sie will mich/uns mal in einen Club mitnehmen. Auch will sie mir eine Führung durch die Calgary Uni organisieren und zeigen, welche Facilities nicht nur für "students only" sind.
Um halb 10 haben wir uns dann getrennt und ich musste 20 min auf einen Northbound Bus warten. Ich habe sogar alleine herausgefunden, welchen Bus ich nehmen muss! An der Bushaltestelle habe ich dann Bekanntschaft mit Lynne gemacht. Sie hat mir spontan ihren Transit-Plan geschenkt, damit ich mich besser zurechtfinde. Da wir mit dem gleichen Bus fahren mussten, hatte ich während der nächsten halben Stunde eine nette Unterhaltung.
Außerdem hat sie sicher gestellt, dass ich an der richtigen Haltestelle umsteige. Dafür ist sie sogar ausgestiegen und hat mit mir auf den Bus nach Norden gewartet. Sie kommt aus Montreal, hat drei Kinder und fährt leidenschaftlich gern Fahrrad. Solche Dinge erfährt man hier von Wildfremden!  Ach ja, und falls ich einen Job suche, könnte ich als Kassiererin anfangen. Der Store, in dem sie arbeitet, sucht gerade neue Leute. Ich habe taktvoll mit der Begründung abgelehnt, dass ich ja noch keine SIN (Sozialversicherungsnummer) habe.
Um elf Uhr bin ich dann gut zuhause angekommen, es war alles absolut sicher und preiswert, und mehr oder weniger problemlos, vorausgesetzt man hat genügend Zeit.

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