Montag, 1. November 2004

Haushaltsauflösung

Ab jetzt beschäftigt sich (hauptsächlich Sonja) mit der Haushaltsauflösung. Um die Umzugskosten so gering wie möglich zu halten, haben wir uns entschieden, nur mit einer 5 Kubikmeter Seekiste mit unseren wichtigsten persönlichen Dingen auszuwandern. Zur Aufbesserung der Reisekasse versteigern wir unser Inventar bei Ebay und verkaufen Bücher und CDs über Amazon. Der Rest wird gespendet, verschenkt, und die guten alten Ikea-Möbel werden gegen freiwillige Vergütungen an Freunde vertickt. Zuletzt kündigen wir unsere Versicherungen, melden Telefon und GEZ ab, und unseren treuen Renault Megane Scenic übernimmt Sonjas Bruder.

Freitag, 1. Oktober 2004

Die Visa sind da

Inzwischen haben wir die Pässe zur Botschaft gesendet, die Gebühren überwiesen und im gleichen Monat erhalten wir diese bereits mit den eingeklebten VISA zurück. Ende Oktober 2004 überreichen wir also in aufgeräumter Stimmung und mit ein wenig Herzklopfen unsere Kündigungen. Unsere Vorgesetzten sind zwar wenig begeistert, aber durch unsere Kanada-Schwärmereien durchaus vorbereitet. Unsere Verträge lassen uns nun weitere sechs Monate Zeit, Vorbereitungen zu treffen, den Umzug zu organisieren und Freunde und Familie seelisch darauf einzustellen, dass wir es ernst meinen.
Über das Internet starten wir erste zaghafte Bewerbungsversuche, die aber auf keinerlei Resonanz stossen. Auch unser Experiment, per Internet schon einmal ein Bankkonto bei der HSBC zu eröffnen, scheitert kläglich an bürokratischen Hürden. Aber wir lassen uns von so etwas nicht aus dem Konzept bringen.

Mittwoch, 1. September 2004

Vancouver Island

Zusammen mit Birgitt verbringen wir zwei wunderbare Wochen auf Vancouver Island (Whale Watching) und in Vancouver.

Montag, 23. August 2004

Wir haben wieder Post!

Diesmal erhalten wir die Aufforderung der Botschaft, unsere Pässe innerhalb von vier Wochen einzusenden und die Permanent Residence Fee zu überweisen. Da wir für September jedoch noch einmal Vancouver Island geplant haben, senden wir umgehend ein Fax mit der Bitte um Verlängerung unserer Einsendefrist. Die Bestätigung erhalten wir postwendend zurück.

Freitag, 23. Juli 2004

Wir haben Post!

Wir erhalten die die Aufforderung zur medizinischen Untersuchung. Im Anhang befindet sich eine Liste mit Vertragsärzten. Noch am selben Tag arrangieren wir einen Termin bei einem Arzt in Düsseldorf und bekommen für kommenden Montag bereits einen Termin. Dort übergeben wir die Dokumente und weitere Fotos und werden zur Krankengeschichte befragt. Weiterhin erfolgt eine Blut- und Urinabnahme (u.a. für den Aids-Test) und die Lunge wird geröntgt. Man will sicher gehen, dass wir dem kanadischen Healthcare System nicht "auf der Tasche" liegen. Der Arzt versichert uns, dass alles in Ordnung ist und schickt die Resultate in die Schweiz zur weiteren Bearbeitung.

Dienstag, 1. Juni 2004

Northern Exposure

Bisher haben wir nichts mehr von der Botschaft gehört. Die Warterei zehrt an den Nerven. Daher verkürzen wir uns die Wartezeit mit einem Wohnmobil-Tripp durch Yukon und Alaska.