Dienstag, 25. November 2003

Die File Nummer

Bereits nach vier Wochen erhalten wir Post von der Botschaft. Der Prozess hat begonnen! Jetzt heisst es warten, warten, warten.

Samstag, 25. Oktober 2003

Es ist soweit

Der IELTS Test ist mit Erfolg bestanden, Roland hat sogar Bestnoten, aber auch Sonja hat gut abgeschnitten. Wir fordern unsere polizeilichen Führungszeugnisse an, die innerhalb einer Woche eintreffen, erhalten unsere Bankauskunft zur Bestätigung der Settlement Funds, überweisen die Application Fee und reichen schliesslich unsere 60 Seiten starke Application for Permanent Residence - Federal Skilled Worker Class per Einschreiben mit Rückschein bei der kanadischen Botschaft ein.

Montag, 1. September 2003

Gute Neuigkeiten

Während wir für drei Wochen auf Urlaub in Kanada (Alberta und BC mit dem Wohnmobil) sind, wird die Passmarke unerwartet auf 67 Punkte reduziert.

Die Impressionen der Reise erhöhen unsere Motivation auf ein Vielfaches.




Freitag, 1. August 2003

Lange nichts passiert

Das IELTS Lernmaterial liegt immer noch unangetasted im Arbeitszimmer. Wir hatten einfach zuviel um die Ohren und die Passmarke von 75 knacken wir sowieso nicht. Dennoch vereinbaren wir ein Beratungsgespräch beim Raphaelswerk in Düsseldorf. Eine wertvolle Erfahrung, in der wir über Motivation, Vor- und Nachteile einer Auswanderung und deren Auswirkung auf die Familie diskutieren und etwas über kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede erfahren. Wir fühlen uns nun viel sicherer, dass wir die Sache durchziehen wollen und fordern die für den Einwanderungseintrag erforderlichen Dokumente bei Einwohnermelde- und Standesämtern an, lassen die bewerbungsgerechten Fotos machen und melden uns zum IELTS Test beim CDC in Köln an.

Donnerstag, 2. Januar 2003

Wohin soll's denn gehen?

CALGARY - der Arbeit wegen, die Boom-Town ermöglicht auch Neueinwanderern, recht schnell einen Job zu finden. Allerdings muss man damit rechnen, wegen fehlender kanadischer Berufserfahrung ganz unten auf der Karriereleiter einsteigen zu müssen.

CALGARY - der Sonne wegen. Die Millionenstadt liegt auf ca. 1.000m Höhe und hat statistisch über 300 Sonnentage im Jahr. Die Wintertemperaturen liegen zwar oft im zweistelligen Minusbereich, die Sommer sind jedoch trocken mit Temperaturen um 30°C. Der Chinook-Wind (vergleichbar mit dem Föhn-Wetter in Süddeutschland) sorgt gerade im Winter für angenehme Temperatur- und Wetterumschwünge.

CALGARY - der Vielfalt wegen. Ein gelungener ethnischer Mix sorgt für viel Abwechslung (auch auf der Speisekarte). Wir sind glücklich, neben Westeuropäern auch Menschen aus dem nahen und fernen Osten und Osteuropa, zu unseren Freunden zählen zu dürfen.

ALBERTA - der Landschaft wegen. Welche Provinz hat noch so viel Gegend zu bieten? Die Rockies, die Präries, Tundra und Badlands mit verschiedenster Flora und Fauna.

ALBERTA - der Steuern wegen. Die Provinz ist schuldenfrei und erhebt keine provincial taxes. Der MWST Satz liegt derzeit bei 7% (wurde aber später auf 5% reduziert).

ALBERTA - der Krankenversicherung wegen. Es gibt nicht, wie in anderen Provinzen, eine dreimonate Wartezeit. Die Alberta Healthcare greift ab ab dem ersten Tag des Aufenthaltes und kostet $44 pro Person im Monat, Familien zahlen $88.

Mittwoch, 1. Januar 2003

Erste Schritte

Der gute Vorsatz für das neue Jahr: Wir wandern nach Kanada aus! Das ist zumindest unser Plan. Eine erste Online-Recherche erfolgt bei der Kanadischen Botschaft, Berlin. Dort gibt es die nötigen Dokumente und Informationen zum Download. Die Passmarke liegt derzeit noch bei 75 Punkten, wir machen den Self-Assessment-Test und sind nicht sehr zuversichtlich.Dennoch fordern wir schon einmal das IELTS Lernmaterial bei der Carl-Duisberg-Gesellschaft an.

Auswandern? Warum?

Wir sind keine Wirtschaftsflüchtlinge. Wir müssen nicht, wir wollten, und zwar EINWANDERN. Wir haben das Land unserer Wahl mehrfach bereist und hatten immer wieder das Gefühl, nach Hause zu kommen. Land und Leute, Flora und Fauna begeisterten uns in jedem Urlaub. Die boomende Wirtschaft, geringe Verständigungsprobleme und der Wunsch nach Veränderung taten ihr Übriges dazu. 


Auswandern...
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bedeutet Trennung: von Familie, alten Freunden und vertrauter Umgebung
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kostet Geld: Einwanderungskosten- und Gebühren, Umzug, Neuanschaffungen
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birgt Risiken: Arbeitslosigkeit oder Arbeiten unter Qualifikation, schlechtere medizinische Versorgung und kaum soziales Netz, extreme Wetterverhältnisse
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verlangt Flexibilität: beruflicher Neuanfang, geringeres Einkommen, viel weniger Urlaub
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erfordert Anpassung: Aneignung von Sprachkenntnissen, Aufbau eines neuen Freundeskreises, Akzeptanz kultureller Unterschiede
So haben wir uns vorbereitet:
- Land und Leute kennen lernen, Networking
- die Sprache lernen
- Arbeitsmarkt und Wirtschaftsaussichten recherchieren
Unsere größten Hindernisse waren:
- Nichtanerkennung von Berufs- und Universitätsabschlüssen
- Fehlende kanadische Berufserfahrung
- Keine kanadische Kredithistorie, also (zunächst) keine Kreditkarte
Unsere Tipps:
- Arbeitszeugnisse und Referenzen direkt in Englisch verfassen lassen
- Wohnung vorab über das Internet suchen
- Deutsche Kreditkarten und Konto behalten
- Beim Zoll “goods to follow” (für evtl. nachfolgende Güter) angeben